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Popstar Max Giesinger im persönlichen Interview

«Ich bin herzlich und treu – wie ein Hund»

Wieder auf der Bühne! Am 19. November rockt Max Giesinger die «Energy Star Night» im Zürcher Hallenstadion. Der deutsche Hit-Garant erzählt, warum er sechs Wochen Ferien grauenhaft ­findet und welche Phobie er nach ein paar Bier vergisst.

(c) HO / Christoph Köstlin Max Giesinger Pressebilder 2020

Mit Hits wie «80 Millionen» oder «Legenden» stürmte Max Giesinger, 33, die Schweizer Charts.

ZVG

Was ist Ihre früheste Erinnerung?
Wie ich morgens aufwache und meine Mutter sehe, die sich die Haare föhnt. Dann schaue ich zur Seite und sehe einen riesengrossen «Garfield», den mein Vater an die Wand gemalt hat. Er ist sehr begabt.

Als Sie 16 waren: Wie sah Ihr Zimmer aus?
Da hing eine grauenhafte Neonleuchte an der Decke, die mein Opa installiert hatte und die ich aus mir heute schleierhaften Gründen nie hinterfragt habe. An den Wänden hingen Nirvana- und «Matrix»-Poster. Und dann gabs da noch meine Modellautosammlung, die ich lange nicht weggeben mochte.

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Erinnern Sie sich an Ihren ersten Schulschatz?
Sehr gut sogar. Wir begegneten uns im Kindergarten, dann zog sie weg, was mir das Herz brach. In der vierten Klasse war sie plötzlich wieder da – zu meiner grossen Freude. Als wir aufs Gymnasium kamen, verloren wir uns aus den Augen.

Ihr schönstes Geschenk als Kind?
Ein Nintendo 64. «Super Mario» liebe ich bis heute. Früher habe ich regelmässig mit meinem Musiker-Kollegen Michael Schulte «Mario Kart» gespielt. Heute spiele ich nur noch selten.

Ihr Lieblingsbild im Fotoalbum aus Kindertagen?
Da stehe ich als ganz kleiner Knirps, noch nicht mal zwei Jahre alt, mit einer Trommel im Wohnzimmer. Musik begeisterte mich schon früh.

Kinderbild Max Giesinger ©HO Kinderbild Max Giesinger Private Bilder ©HO

Meine Mama: Meine Eltern trennten sich, als ich drei war. Meiner Mutter Ilona widmete ich den Song «Wenn sie tanzt».

ZVG

Welcher Film hat Ihr Leben massiv beeinflusst?
«Forrest Gump» hat mich zutiefst berührt. Er zeigt, dass man viel erreichen kann, wenn man seine Träume verfolgt, auch wenn die Ausgangslage nicht perfekt ist.

Ihre peinlichste Modesünde?
Anfang der 2000er-Jahre habe ich mir so ein gehyptes, sauteures Ed-Hardy-Käppi mit Totenkopf zugelegt. Und als wäre das nicht genug, habe ich mir auch noch eine passende Jacke gekauft. Furchtbar.

Haben Sie eine Phobie?
Ich kann nicht aus Gläsern oder Flaschen trinken, aus denen andere bereits getrunken haben.

Persönliches Interview Max Giesinger

Mein Sperrbildschirm: Das Bild auf meinem Handy entstand vor einem Jahr, als ich die Zugspitze erklomm.

ZVG

Haben Sie ein Tattoo?
Ich denke schon ewig darüber nach, mir eins stechen zu lassen, kann mich aber nicht für ein Motiv entscheiden.

Ihr grässlichster Urlaub?
Als es vor knapp zehn Jahren so richtig losging mit meiner Karriere und alles über mich hereinbrach, dachte ich, es wäre eine gute Idee, sechs Wochen alleine durch Thailand zu reisen, wo mich niemand kennt. Zwei, drei Wochen lang wars schön, danach nur noch einsam. Ich bin ein «Social animal».

Ihre liebsten Apps?
Ein Sprachmemo für Text- und Melodie-Ideen, ein Stimmgerät für die Gitarre und «Waking Up», eine Meditations-App. Die ist wirklich gut, wenn man sich drauf einlassen kann.

«Einem feinen Rindsfilet hin und wieder kann ich kaum widerstehen»

Max Giesinger

Das Kitschigste, das Sie je gemacht haben?
Ich bin nicht so kitschig. Diese Seite gibts höchstens mal in einer Ballade.

Wie sind Sie, wenn Sie betrunken sind?
Nach ein paar Bier ist mir egal, ob schon jemand anderes aus meiner Flasche getrunken hat.

Wovon träumen Sie schon lange, getrauen sich aber nicht, es zu tun?
Ich würde mir furchtbar gern einen Hund zulegen, finde aber immer neue Ausreden, warum das nicht geht. Dabei würde er mir sicher guttun.

Bei welchem Thema haben Sie Ihre Meinung fundamental geändert?
Früher war ich der Meinung, zu einer anständigen Mahlzeit gehört Fleisch. Heute esse ich es nur noch etwa einmal pro Woche. Ich wäre gern Vegetarier, aber einem feinen Rindsfilet hin und wieder kann ich kaum widerstehen.

Für welche Eigenschaften bekommen Sie immer wieder Komplimente?
Meine Freunde sagen, ich sei herzlich und treu. Wie ein Hund (lacht).

Max Giesinger Pressebilder 2020

Meine Musik: Gerade ist mein Album «Vier» erschienen. Am 30. März spiele ich in Zürich, am 31. März in Basel.

ZVG

In welcher Situation in Ihrem Leben hatten Sie richtig Schwein?
Beim Surfen in Portugal habe ich mich als Anfänger viel zu weit rausgewagt und dabei die Macht des Ozeans unterschätzt. Ich schaffte es nur mit viel Glück zurück an den Strand.

Was war der unangenehmste Job, den Sie je verrichtet haben?
Für 6.20 Euro pro Stunde im Jeansshop den ganzen Tag Hosen zusammenlegen.

Haben Sie ein besonderes Talent, von dem niemand weiss?
Ich bin zwar total schlecht in Mathe, kann aber gut kopfrechnen.

Sie sind für einen Tag eine Frau, was tun Sie?
Sex haben, um zu gucken, wie das so ist. Und ein Kind gebären – ich will ja an diesem einen Tag was hinterlassen!

Wie alt wären Sie gern für immer?
Dreissig fand ich ziemlich perfekt. Man ist optisch auf dem Höhepunkt, kurz danach beginnt der Bart schon grau zu werden (lacht).

Welchen Tag möchten Sie noch einmal erleben?
Am liebsten das Jahr meines Karrierestarts mit all seinen ersten Malen: das erste Mal den eigenen Song im Radio hören, das erste Mal in den Charts, das erste Mal auf Tour gehen. Das war schon krass geil.

Wer soll dereinst Ihren Nachruf schreiben?
Meine vier besten Kumpel. Jeder seinen Teil.

Von Sandra Casalini am 19. November 2021 - 17:54 Uhr
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