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  4. «Wer wird Millionär?»: Youtuberin blamiert sich bei Jauch – und beklagt sich danach über die Sendung

«Schlimmster Moment des Lebens»

Youtuberin beklagt sich über «Wer wird Millionär?»

Quiz-Kandidatin Alicia Joester scheiterte in der RTL-Show «Wer wird Millionär?» spektakulär – und betrauert ihr Ausscheiden anschliessend auf ihrem Youtube-Kanal.

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Da war die Quiz-Welt noch in Ordnung: Alicia Joester am Montagabend bei Günther Jauch.

Screenshot RTL

Dieser Auftritt gibt zu reden: Youtuberin Alicia Joester, 23, trat in der RTL-Show «Wer wird Millionär?» am Montagabend mit der sicheren Überzeugung an, um die Million spielen zu können – doch am Schluss ging sie mit kargen 500 Euro heim.

Wie kams? Zunächst leistete sich die 23-Jährige einen kleinen Scherz auf Kosten von Moderator Günther Jauch, 63. Die Stuttgarterin, die sich gerne schminkt und dank Special Effects in Promis wie Eminem oder Helene Fischer verwandeln kann, gab dem Moderator einen Korb, als er fragte, ob sie nicht ihn «mal machen» könne.

 

«Mein Gesicht ist ja relativ länglich, Ihr Gesicht ist relativ kastenförmig», begründete sie – und brüskierte Jauch damit ziemlich. «Boaaaah», so die Antwort des Quizmasters. «So hat jeder sein Handicap!» Die Laune sollte sich auch später nicht ändern. Jauch auf die Frage, ob er noch beleidigt sei: «Ist doch egal, ich und mein Quadratschädel.»

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Auf Youtube versuchte die Influencerin, ihren «WWM»-Flop zu erklären.

Youtube

Joester rasselte auf 500 Euro runter

Ob er sich später ein bisschen dafür rächte? Jedenfalls drängte er der Kandidatin bei der 4000-Euro-Frage keinen Joker auf, wie er es bei anderen, bei denen sich ein Scheitern abzeichnete, schon getan hatte.

Die Frage lautete: «In welchem literarischen Werk herrscht die Kindliche Kaiserin?». Zur Auswahl standen: «Die unendliche Geschichte», «Herr der Ringe», «Die Chroniken von Narnia» und «Der dunkle Turm». Die Youtuberin legte sich ziemlich rasch fest, nahm «Die Chroniken von Narnia». Jauch fragte immerhin noch: «Einfach mal Risiko?» – vergeblich. Joester blieb dabei und rasselte auf 500 Euro runter. «Die unendliche Geschichte» wäre richtig gewesen. «Leider bitter», so Jauchs Kommentar.

«25 Scheinwerfer, die dir mitten in die Visage scheinen»

Ein schneller Abgang, der ihr mehr zu schaffen machte, als es in der Show schien. Denn nach der Sendung macht sich die Youtuberin nun auf ihrem Youtube-Channel Luft! «Fünf Tage später und es tut immer noch weh», sagt sie. Und fügt salopp an: «Ich habe verkackt.» Die letzten Tage hätte sie riesige Augenringe gehabt, nachdem ihr grösster Traum, wie sie die Quiz-Teilnahme bezeichnet, geplatzt sei.

Dabei sei zunächst alles noch gut gelaufen, erinnert sie sich. Sie habe auch das Gefühl gehabt, einen guten Draht zu Jauch gehabt zu haben – und das, obwohl ihr klar gewesen sei, dass das nur showmässig war. «Der ist nicht vorher oder nachher noch mit uns abgehangen», schiebt sie hinterher. Eine Spitze gegen den TV-Star?

Als Kritik an der Sendung verstehen kann man auch ihre Begründung, weshalb es mit der Konzentration nicht so geklappt habe. «Fünf Kameras, 25 Scheinwerfer, die dir mitten in die Visage scheinen, da kann man sich nicht so gut konzentrieren, wie sonst», sagt sie dazu.

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Günther Jauch moderiert seit über 20 Jahren «Wer wird Millionär?».

Keystone

Sie fürchtet sich davor, als «dumme Blondine» zu gelten

Was ihr ja dann bei 4000 Euro zum Verhängnis wurde. «Das habe ich in meinem grössten Traum nicht bedacht, dass es verdammt schief gehen kann. Das tut richtig, richtig weh», erklärt sie mit wässrigen Augen. Mit zittriger Stimme fügt sie an: «Ich bin nicht dumm. Viele, die versagen, sind alles andere als dumm!»

Sie fürchte sich davor, wegen der Sendung nun als «dumme Blondine» rüberzukommen. «Dabei habe ich alles gegeben. Und nur wegen eines kleinen Fehlers hat es nicht geklappt.» Sie habe nach dem bitteren Aus noch den ganzen Abend geweint. «Die letzten Tage kam es immer wieder hoch. Man fühlt sich schlecht!»

Immerhin: Ihre Youtube-Fans sprechen der Quiz-Teilnehmerin gut zu – und trösten sie. «Ich habe so mitgefühlt mit dir», schreibt eine Userin. Und ein Follower meint: «Die Kunst des Scheiterns. Ich finde es wirklich schön, dass du da offen drüber sprichst. Wie du auch sagst, es ist okay, deswegen traurig zu sein.»

Von Tom Wyss am 25.02.2020
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