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  4. Herzogin Kates Herkunft: Als Middleton-Spross dreht sich alles ums Elternhaus

Für immer «die Bürgerliche»?

Bei Kate dreht sich wieder mal alles um die Herkunft

Seit über zehn Jahren ist Herzogin Kate die Frau an der Seite von Prinz William – und damit Mitglied der Royal Family. Doch wenn es drum geht, wird ihre bürgerliche Herkunft immer wieder ins Spiel gebracht. Und das auf jede mögliche Art und Weise.

Herzogin Kate

Ob sie die Diskussionen langsam müde ist? Herzogin Kate.

imago images/Shutterstock

Ihre Geschichte hat das Zeug zu einem echten Märchen. Nicht mal die Gebrüder Grimm hätten sie wohl schöner schreiben können. Denn Prinz William, 39, verguckt sich nicht etwa in eine Frau, durch deren Venen ebenfalls blaues Blut fliesst, sondern in ein ganz normales Mädchen. Mit Namen Catherine Elizabeth Middleton, aufgewachsen als Tochter eines Flugbegleiter-Ehepaars, vorwiegend in Bucklebury. 

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Als die beiden an der Universität in Schottland erstmals aufeinandertreffen, ist es zwar nicht Liebe auf den ersten Blick, wie es wohl in einem Märchen der Fall wäre. Doch sollte die Begegnung dennoch in positivem Sinne folgenschwer sein: zehn Jahre Ehe und drei gemeinsame Kinder zeugen eindrücklich davon.

Und wie es sich für eine echt romantische Liebesgeschichte gehört, trennten auch William und Catherine, 39, zu Beginn zumindest gefühlt Meilen. Denn wo er als Erstgeborener des Thronfolgers Prinz Charles, 72, künftiger König ist, war sie vor ihrer Heirat einfach Kate Middleton – ein Mädchen aus gutem, aber eben auch bürgerlichem Hause.

Kates Herkunft ist immer wieder Thema

Und irgendwie, so scheint es, wird Kate den Stempel «Bürgerlich» nie loswerden – auch wenn er ihr nicht immer nur im negativen Sinne aufgedrückt wird, ganz im Gegenteil. Doch vielfach hat er eben doch einen leichten Beigeschmack, wonach Kate halt immer noch «anders» ist. Nämlich normal.

So war etwa vor wenigen Wochen im «Mirror» zu lesen, dass Kate in ihrer Anfangszeit am Hof mit vielen Vorurteilen konfrontiert war. Der Grund dafür: ihre Herkunft. Die Familie von Williams heutiger Frau kam bei den Höflingen nämlich dem Blatt zufolge nicht ganz so gut an, allen voran Herzogin Kates Mama Carole Middleton, 66. Die ehemalige Stewardess, die sich mit einem Party-Versandhandel gemeinsam mit ihrem Ehemann später ein Millionenvermögen erarbeitet hat, war in den Augen einiger Personen am Hof nicht vornehm genug. Oder, um es in ihren Worten zu sagen, schlicht «unglaublich bürgerlich». 

Herzogin Kate mit Mutter Carole Middleton

War vielen Leuten am Hof zunächst «zu bürgerlich»: Carole Middleton, hier mit Tochter Kate.

Getty Images

Kate hatte zu kämpfen

Ein Umstand, den man der Neuen im Hause deutlich zu spüren gab. Das Getratsche habe Kate verletzt, zudem habe sie sich am Hof zunehmend isoliert gefühlt. Weiter plagten sie Ängste, aufgrund der Herkunft im Königshaus nie vollständig akzeptiert zu werden. 

Herzogin Kate mit Mutter Carole Middleton

Plötzlich im Mittelpunkt: Mit der Hochzeit mit William ist Kate (r.) ins Rampenlicht getreten – und nie mehr raus. Auch Schwester Pippa (l.) und Mama Carole (etwas versteckt) kennt man nun.

Getty Images

Und auch Carole musste ein dickes Fell beweisen. Ihr wurde von der britischen Presse etwa vorgeworfen, kleinlich und aufdringlich zu sein. Sagte sie einen – zumindest für unsere Ohren – normalen Satz, etwa: «Es freut mich, Sie kennenzulernen», hiess es, am Königshof spreche man «einfach nicht so». Ein «Hello, Ma'am» wäre da schon eher gern gehört gewesen.

Herkunft immer wieder im Fokus

Zwar haben sich die Zweifel mittlerweile gelegt – auch die Queen hat sich nach etwas Vorlaufzeit mit Kates Mutter arrangiert, wohingegen sie ihren Vater sowie die Herzogin selbst von Beginn an ins Herz geschlossen haben soll. Und auch Kates Sorgen waren unbegründet: Wie das britische Meinungsforschungsinstitut YouGov gerade erst herausgefunden hat, ist die Dreifachmama die drittbeliebteste Person des Königshauses überhaupt.

Dennoch wird Kates Hintergrund immer wieder in den Fokus gerückt. Dabei ist nicht einmal zentral, um welches Thema es geht: Die Verhältnisse, in denen Kate mit ihren Geschwistern Pippa und James aufgewachsen ist, finden unter allerhand Aspekten immer wieder Einfluss in die Meinung über sie. Das allerdings nicht nur negativ: So hat Williams und Kates ehemaliger Privatsekretär Jamie Lowther-Pinkerton in der neuen Royal-Ausgabe des «People»-Magazins vom Prinzen-Paar geschwärmt und davon, was für ein Glück es für die Britinnen und Briten ist. «Sie hätten kein besseres Paar bekommen können.»

«Pragmatisches Bewusstsein»

Der Grund dafür liegt – na klar! – in Kates Herkunft. Denn die Herzogin besitze dieses «pragmatische Bewusstsein», meint der ehemalige Angestellte, «wie es ist, aus einer anständigen, bodenständigen Familie zu stammen». Sie weiss damit, wie es ist, sich Erfolg und Wohlstand selber zu erarbeiten.

Herzogin Kate Prinz William

Bodenständig, herzlich, gut gelaunt: William und Kate sind echte Sympathieträger – und das «moderne Gesicht der Monarchie».

Getty Images

Etwas, was ihr Gatte als Spross der Königsfamilie so nicht hautnah erfahren hat. Dafür anderes: Er kenne das Königshaus in- und auswendig, wisse genau, wie es als Institution funktioniere, meint Lowther-Pinkerton. Beide würden damit verschiedene Bausteine einbringen, um ein genau aufeinander abgestimmtes Gesamtbild zu erschaffen. «Zum Glück haben sie einander!», ist die Meinung des früheren Privatsekretärs. Er ist sich sicher, dass das Paar mitunter aus diesem Grund «das moderne Gesicht der Institution» ist. 

William scherte sich nie darum

Die Art, wie Kate aufgewachsen ist, wird wohl zeit ihres Lebens immer wieder zur Sprache kommen. Und das Schöne ist: wahrscheinlich vermehrt positiv. Denn Kate ist so beliebt, dass sich womöglich die Meinung ihres ehemaligen Privatsekretärs bestätigt, wonach die Herzogin einen Draht zum «normalen» Volk hat. 

William soll die Herkunft seiner Frau derweil immer herzlich egal gewesen sein. Mehr noch: Er schätzte die Normalität sogar, die im Hause Middleton herrschte. «William verstand sich von Anfang an sehr gut mit Carole», erklärte ein Palastinsider gegenüber «Mirror». Und ebendieses Simple brachte auch neue Möglichkeiten mit sich: So soll es der Prinz gemocht haben, sich auf die Sofas im Middleton-Zuhause plumpsen zu lassen – was wohl in dieser Form hinter Palastmauern eher nicht zum guten Ton gehören dürfte.

Von rhi am 13.09.2021
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