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  4. Beliebteste Vornamen der Royals: Victoria, George und Edward

Die Mias und Liams der Adligen

Diese Vornamen sind bei den Royals besonders beliebt

Liam und Mia waren im letzten Jahr die beliebtesten Vornamen in der Schweiz. Ganz anders sieht die Statistik der Royals aus: Wirft man einen Blick auf die lebenden Blaublüter, kristallisieren sich längere Namen als Favoriten heraus.

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Hat einen königlichen Namen – und wird auch mal die Monarchin Schwedens sein: Kronprinzessin Victoria.

WireImage

Liam und Mia: Das sind die beliebtesten Vornamen der Schweiz des vergangenen Jahres. Das hat das Bundesamt für Statistik diese Woche bekanntgegeben. Zum zweiten Mal in Folge hält sich Liam mit 443 Neu-Nennungen an der Spitze der Hitparade. Bei den Mädchen wurde im vergangenen Jahr 434-mal der Name Mia vergeben. 

Was mit Meier, Müller, Hinz und Kunz ganz wunderbar funktioniert, würde sich mit Windsor, Mountbatten und Casiraghi wohl eher etwas schräg anhören. Kein Wunder, haben die Royals ihre ganz eigene Namens-Hitparade. Wie die sich anhört? Nicht allzu vielfältig, wie ein Blick auf die Namen der aktuellen Königshausmitglieder zeigt.

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Victoria, Sofia, Beatrice bei den Mädchen

Klassisch sind sie, eher lang und voller Tradition: die Mädchennamen, die die Royals ihren Bébés verleihen. Ein Blick in die Königshäuser der Welt zeigt: Allzu kreativ sind die einzelnen royalen Familien allerdings nicht. Es wird gekupfert, geklont und geklaut, was das Zeug hält – was zu folgenden beliebten Vornamen führt.

(É)leonor(e)

Welche Bedeutung der Name genau hat, ist nicht klar. Ironischerweise ist allerdings denkbar, dass der Name auf das germanische «alja» zurückgeht, was so viel wie «anders» oder «fremd» bedeutet. Ganz so fremd war der Name allerdings nicht, als Prinzessin Madeleine von Schweden, 38, ihn 2014 ihrer erstgeborenen Tochter, 6, verlieh. Denn bereits im spanischen Königshaus kommt er zum Einsatz: Königin Letizia, 47, und König Felipe, 52, gaben ihrer heute 14-jährigen Tochter diesen Namen. Eine kleine Abweichung gibt es allerdings: Die Spanierin trägt den Namen ohne E am Schluss, die Schwedin mit.

Allerdings lässt sich das E auch zu Beginn des Namens setzen, wie die Belgier demonstrieren. Das jüngste von König Philippes und Königin Mathildes Kindern heisst Éleonore, 12.

Victoria

Wer würde nicht gerne «Siegerin» heissen? Kein Wunder, ist der Vorname in royalen Kreisen schon seit geraumer Zeit im Einsatz. Queen Elizabeth' Urgrossmutter Queen Victoria etwa trug den Namen von 1819 bis 1901, und auch heute noch ist er präsent. Kronprinzessin Victoria von Schweden, 43, trägt ihn genauso wie Victoria Federica de Marichalar y de Borbón, 19. Noch nie von ihr gehört? Sie ist das jüngere Kind von Infantin Elena von Spanien, der Schwester von König Felipe. Damit steht sie an fünfter Stelle der spanischen Thronfolge.

Elizabeth / Elisabeth

Einen bekannteren royalen Namen gibt es wohl kaum, was angesichts der Benennung der britischen Regentin, 94, kaum überrascht. Doch auch in jüngeren Generationen sorgt der Name, der so viel bedeutet wie «Gott ist Fülle», noch für Anklang: Die belgische Kronprinzessin lässt sich ebenfalls mit Elisabeth ansprechen. Somit wird auch die Königin von Belgien dereinst den Namen Elisabeth tragen.

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Noch trägt sie ein Tuch auf dem Kopf, dereinst wird es die Krone sein: Elisabeth von Belgien. Als Königin wird sie namenstechnisch in die Fussstapfen von der britischen Monarchin Elizabeth treten. 

Photonews via Getty Images

Charlotte

Der Name Charlotte hat Tradition. Im britischen Königshaus wurden bereits zahlreiche Frauen so benannt. Und auch heute noch ist der Name modern. Internationaler nämlich geht es auch heute kaum: Charlotte funktioniert überall. Britisch wird er von Prinz William, 38, und Herzogin Kate, 38, ausgesprochen, wenn sie ihr mittleres Kind herzitieren. Französisch hingegen wird nach Charlotte Casiraghi, 34, gerufen, der ältesten Tochter von Caroline von Monaco, 63.

Stéphanie

Ein Name für unsere französischsprachigen Royals: Sowohl Prinzessin Stéphanie von Monaco, 55, als auch Erbherzogin Stéphanie von Luxemburg, 36, hören darauf. Während die Monegassin von Haus aus blaues Blut trägt, ist Stéphanie in Luxemburg «nur» die Frau von Erbgrossherzog Guillaume, 38. Die gebürtige Belgierin ist aber ebenfalls ein waschechter Royal: Sie entstammt einem flämischen Uradelsgeschlecht und trug vor ihrer Hochzeit den Titel Gräfin.

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Ob ihre Eltern im royalen Namensgeber geschmökert haben? Leonor (l.) und Sofia tragen beide Namen, die auch in anderen europäischen Königshäusern beliebt sind.

Getty Images

Beatrice / Beatrix

«Die Seligmachende» ist gleich in mehreren Palästen Europas zugegen. Zum einen ist sie mit der Prinzessin von York, 32, im britischen Königshaus vertreten. Zum anderen hat sich auch Pierre Casiraghi, 32, eine geschnappt – mit royalen Wurzeln. Seine Frau Beatrice Borromeo, 35, stammt aus einem italienischen Adelshaus. Ihr Name wird in Italien allerdings etwas anders ausgesprochen als im englischsprachigen Gebiet. Wo man dort «Beatriiiis» ruft, versucht man sein Glück in Italien mit «Beatritsche».

Nicht nur mit andersartiger Phonetik ist der Name beliebt, auch in abgeänderter Form ist er hinter Palastmauern zu finden. Die ehemalige Königin der Niederlande, 82, heisst Beatrix.

Sofia / Sophia / Sophie

2016 landete der deutsche Musiker Álvaro Soler mit dem Song «Sofia» einen Sommerhit. Einen Hit haben damit auch mehrere Königshäuser gelandet – die konnten nämlich beim Lied mitsingen und damit gleich ein Familienmitglied ansprechen. Die schwedische Prinzessin Sofia, 35, heisst so – ist allerdings erst mit der Heirat mit Prinz Carl Philip, 41, in den Adelskreis aufgenommen worden.

Prinzessin Sofia von Spanien, 13, hingegen ist als Royal zur Welt gekommen – genau wie ihre Grossmutter Sophia, 81, die zunächst Prinzessin von Griechenland und an der Seite von Juan Carlos I., 82, schliesslich bis 2014 Königin von Spanien war. In abgeänderter Form findet sich auch eine Namensvetterin bei den Windsors: Gräfin Sophie von Wessex, 55, die Frau von Prinz Edward, 56, darf sich ebenfalls die Bedeutung «Weisheit» zuschreiben lassen.

Philip, Louis und Carlo bei den Buben

Was Victoria, Sofia oder Beatrice bei den Mädchen ist, sind Henry, Philip und Gabriel bei den Buben. Doch auch andere Namen haben eine lange Vergangenheit und eine existente Gegenwart.

Louis

Was in unseren Breitengraden gang und gäbe ist, hat in Grossbritannien zunächst für Verunsicherung gesorgt. Ein französischer Name – wie spricht man den bloss auf Englisch aus? Nun, auch da bleibt das S stumm, der jüngste Sohn von Kate und William, 2, wird also «Lui» genannt. Witzig: Sein grosser Bruder George, 7, heisst ebenfalls Louis. Sein ganzer Name lautet George Alexander Louis – für seinen kleinen Bruder gingen den Eltern wohl beim dritten Kind langsam die Optionen aus.

Etwas leichter dürfte die Aussprache des Namens den französischsprachigen Monegassen gefallen sein. Prinzessin Stéphanies 27-jähriger Sohn heisst ebenfalls Louis. Und hört damit auf die männliche Form des Namens, den die Tochter von Sophie von Wessex und Prinz Edward trägt. Lady Louise, 16, steht für eine «starke Kriegerin» – was sie nach einer dramatischen Geburt zweifelsohne ist.

Carlo

Ebenso kreativ wie William und Kate waren Pierre Casiraghi und Beatrice Borromeo bei der Wahl des dritten respektive zweiten Namens ihrer beiden Söhne. Stefano Ercole Carlo, 3, und Francesco Carlo Albert, 2, haben nicht nur die Eltern gemeinsam, sondern auch einen Drittel ihrer Benennung. 

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Stefano (r.) und Francesco tragen mit Carlo denselben Namen an dritter respektive zweiter Position. Auch Mama Beatrice hat eine royale Namensvetterin. Nur bei Papa Pierre herrscht derzeit keine Verwechslungsgefahr. 

Corbis via Getty Images

Philip(pe)

Er kam als Prinz von Griechenland und Dänemark zur Welt und ist mittlerweile der britische: Philip, 99. Der Gemahl von Queen Elizabeth II. hört genauso auf den Namen Philip wie der schwedische Prinz Carl Philip, der ihn an zweiter Position trägt – genau wie Philips Sohn Charles. Die französische Version des Namens steht zudem an der Spitze der belgischen Monarchie: König Philippe regiert Belgien seit 2013.

Charles

Der britische Prinz Charles ist im Gegensatz zu seinem Namensvetter aus Luxemburg geradezu mickrig bestückt mit Namen. Vollständig heisst der 71-Jährige nämlich Charles Philip Arthur George. Der luxemburgische Prinz hingegen, der am 10. Mai dieses Jahres als Sohn von Guillaume und Stéphanie zur Welt gekommen ist, hat eine ganze Reihe an Vornamen vorzuweisen. Er heisst Charles Jean Philippe Joseph Marie Guillaume von Luxemburg. So werden die beiden Prinzen zumindest nie verwechselt.

Gabriel

Der Name Gabriel bedeutet «Gott ist mein Held» – das sehen wohl auch viele Schweizerinnen und Schweizer so. Der Name war hierzulande der viertbeliebteste des Jahres 2019. Seine Popularität macht auch vor Royals nicht halt: Prinz Gabriel von Belgien, 17, das zweitälteste Kind von Philippe und Mathilde, trägt ihn ebenso wie der zweijährige Sohn von Carl Philip und Sofia von Schweden.

Und auch in der weiblichen Form hat es der Name bereits in königliche Gefilde geschafft: Die Tochter von Fürst Albert II., 62, und Fürstin Charlène heisst Gabriella.

Henry, William, Edward, George

Auch wenn heute nur noch jeweils einer den Namen an erster Stelle trägt, sind über die Jahrhunderte hinweg vier Benennungen vor allem im britischen Königshaus noch ein wenig beliebter als die genannten. In der Geschichte gab es acht Henrys, die in der Thronfolge standen – mit Harry, der eigentlich Henry heisst, gibt es heute noch einen. Dasselbe mit dem Namen seines Bruders William: Zahlreiche Vorfahren trugen ihn bereits vor ihm. Auch dessen Sohn George trägt einen Namen, den es in der britischen Thronfolge schon zuhauf gegeben hat. Den absolut populärsten aber trägt Edward, der jüngste Sohn der Queen: In der Geschichte der britischen Thronfolge gab es bereits 14 Regenten, die so hiessen.

Von Ramona Hirt am 22.08.2020
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