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Meghan nach royalem Rückzug

«Ich bin so froh, zuhause zu sein»

In einem intimen Gespräch mit der US-amerikanischen Feministin Gloria Steinem hat Herzogin Meghan darüber gesprochen, wie es sich anfühlt, zuhause zu sein. Und inwiefern ihr Mann dem kleinen Archie das beste Vorbild überhaupt ist.

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Ist wieder, wo sie sich zuhause fühlt: Herzogin Meghan.

Samir Hussein/WireImage

Es sind Worte, die die britischen Royal-Fans erschüttern dürften, mit denen Herzogin Meghan, 39, in ein Gespräch mit der US-amerikanischen Feministin Gloria Steinem, 86, einsteigt. «Ich bin so froh, zuhause zu sein», sagt sie. «Aus so vielen Gründen.»

Daheim ist sie nach ihrer Zeit in England wieder in Kalifornien. Die Ehefrau von Prinz Harry, 35, ist mit ihrem Mann und Sohn Archie, 1, nach dem offiziellen Rückzug als Royals in die USA gezogen. Zunächst kamen die beiden in Los Angeles unter, nun wohnen sie im kalifornischen Montecito. Im eigenen Anwesen hat die frühere «Suits»-Darstellerin mit Steinem zum ersten Mal öffentlich einen Gast empfangen.

Sie unterstützt Kamala Harris

In ihrem Gespräch, in das «Makers» bereits reinhören konnte, gehen Meghan und Steinem auch darauf ein, dass mit Kamala Harris, 55, bald eine schwarze Frau Vizepräsidentin der USA werden könnte – was so noch nie da gewesen ist. Die Juristin wurde von Präsidentschaftskandidat Joe Biden, 77, offiziell zum Running Mate ernannt. Sehr zur Freude von Meghan: «Ich bin so froh, dass mit ihr eine schwarze Frau repräsentiert wird. Als Gemischtrassige, wie ich sie bin, musst du jemanden sehen können, der zu einem gewissen Grad wie du aussieht. Sei es eine Puppe oder eine Person im Amt.» Sie habe das Gefühl, dass wir in Sachen Gleichstellung «nun auf andere Weise den Durchbruch schaffen», und spricht sich dafür aus, wählen zu gehen.

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Steinem fügt an, dass auch die Corona-Krise uns dazu verhelfen könnte, offener gegenüber allen und allem zu sein.. «Ich frage mich, ob die Krise uns etwas lehrt. Denn die Krankheit kennt keine Rasse, kein Geschlecht und keine Nationalität. Sie sieht Menschen als Menschen. Vielleicht beginnen wir das auch so zu sehen.» Zudem, führt Meghan fort, «gibt es jedem diesen Moment des Innehaltens – um sich wieder einmal darüber klar zu werden, was wirklich zählt».

Harry ist ein Feminist

Im Laufe des Gespräch kommen die beiden Frauen auf Meghans Armreif zu sprechen, den sie von ihrer guten Freundin Steinem erhalten hat. Darauf eingraviert ist das Motto «Gekoppelt, nicht klassifiziert». Das sei der kürzeste Weg, um zu sagen, was ihr Ziel sei, erklärt Gloria Steinem. «Es bedeutet mir alles – auf jeder erdenklichen Ebene», schwärmt Meghan.

Gekoppelt ist Meghan spätestens seit der Hochzeit im Mai 2018 auch mit Ehemann Harry. Was die beiden verbindet, sind mitunter ihre Einstellungen. Auf Glorias Aussage hin, dass man auch als Mann Feminist sein könne, erläutert Meghan stolz: «Wie mein Mann! Ich war so begeistert, als er reinkam und sagte: ‹Du weisst, dass ich auch ein Feminist bin, Gloria? Es ist mir wirklich wichtig, dass du das weisst.›» 

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Wächst in einer Familie auf, wo Fürsorge gelebt wird: der kleine Archie mit seinen Eltern Meghan und Harry.

WireImage

Das sei tatsächlich «wunderbar» gewesen, pflichtet ihr Steinem bei. «Aber genau das braucht es auch», ist Meghan überzeugt. «Und ich schaue unseren Sohn an und welch wundervolles Beispiel er ist, mit einem Vater aufzuwachsen, der den Feminismus so selbstverständlich als Teil seiner Selbstidentifikation sieht. Dass er sich nicht schämt dafür, jemand zu sein, der für grundlegende Menschenrechte für jedermann einsteht, was natürlich auch Frauen einschliesst.»

Was Steinem ebenfalls an Meghans Mann bewundert, ist seine Rolle als «fürsorglicher Vater». «Denn so wird dein Sohn im Wissen darum aufwachsen, dass es in Ordnung ist, liebend und fürsorglich zu sein.» Das habe sie schön gesagt, sagt Meghan. «Ich weiss, dass es ihm eine Menge bedeuten wird, wenn ich ihm das erzähle.»

Erstes langes Interview

Das Gespräch mit Steinem lag Meghan sichtlich am Herzen, wie im bereits publizierten Ausschnitt zu sehen ist. Für die ehemalige Herzogin ist es das erste lange Interview, das sie nach dem Megxit vor laufender Kamera gegeben hat. Zuvor war sie bereits anlässlich ihrer Sprecherinnen-Rolle in einem Disney-Film im TV interviewt worden.

Die 39-jährige US-Amerikanerin und Prinz Harry hatten Anfang Jahr ihren Rückzug als hochrangige Royals bekanntgegeben. Die beiden erklärten, sie wollen finanziell unabhängig sein. Nach ihrem letzten Auftritt am Commonwealth Day Mitte März zogen sie sich per Ende desselben Monats von ihren Pflichten zurück. Seither leben sie weitgehend zurückgezogen und fernab der Öffentlichkeit in Meghans Heimat Kalifornien.

Von Ramona Hirt am 27.08.2020
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