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Schockierendes Interview bei Oprah

Meghan: «Ich wollte nicht mehr leben»

In der Nacht auf heute zeigte der US-Sender CBS das grosse Enthüllungsinterview mit Herzogin Meghan und Prinz Harry. Das Paar nimmt kein Blatt vor den Mund – und spricht über Rassismus im Köngishaus, schwere Depressionen und das Verhältnis zur Firma.

UNSPECIFIED - UNSPECIFIED: In this handout image provided by Harpo Productions and released on March 5, 2021, Oprah Winfrey interviews Prince Harry and Meghan Markle on A CBS Primetime Special premiering on CBS on March 7, 2021. (Photo by Harpo Productions/Joe Pugliese via Getty Images)

Meghan und Harry sprechen bei Oprah Winfrey offen über ihre gemeinsame Zeit im britischen Königshaus. Sie hatten, wie es scheint, die schlimmste Zeit ihres Lebenserlebt und litten beide unter schwersten Depressionen, wie sie sagen. 

Harpo Productions/Joe Pugliese v

Das Setting ist idyllisch. Die US-Talkerin Oprah Winfrey empfängt erst Meghan, dann Harry im Garten und nimmt sie auch kurz mit in ihren Hühnerstall. So friedlich das Umfeld wirkt, das rund 90-minütige Interview mit Meghan und Harry hat es in sich. Vom totalen Zerwürfnis mit Prinz Charles, tiefen Depressionen und Rassismus ist die Rede – die wichtigsten Aussagen im Überblick:

1. Meghan wollte nicht mehr leben
Sie sei einsam, isoliert und hilflos gewesen, sagt Meghan. Immer wieder habe Harry seine Frau weinend aufgefunden. Im März 2020 sei der Moment gekommen, an dem sie sich da Leben nehmen wollte. Sie habe die Situation für alle lösen wollen. Sie habe es Harry gesagt, weil «ich wollte einfach nicht mehr am Leben sein. Es war ein klarer, realer, beängstigender Gedanke.» Harry habe alles getan, um ihr zu helfen. Der Palast unterstützte das Paar nicht, obwohl Meghan, wie sie sagt, um Hilfe gebeten habe. Sie sei nächtelang wach gelegen und habe geweint.

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Harry und Meghan im Interview mit Oprah

«Es wurde diskutiert, wie dunkel Archies Haut sein würde»

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Im grossen Enthüllungsinterview des US-Senders CBS sprechen Harry und Meghan unter anderem über Rassismus im britischen Königshaus.  

2. Rassismus
«In den letzten Monaten der Schwangerschaft sagte man mir, dass unser Kind kein Prinz oder keine Prinzessin sein wird», erzählt Meghan im Interview. Das bedeutet, dass das Kind keinen Schutz bekommt. Weshalb Archie keinen Schutz bekomme, darauf habe sie «bis heute keine Antwort» «Für uns muss er kein Prinz sein. Aber wenn ein Titel bedeutet, dass eine Person geschützt wird oder nicht … Dass gerade das erste farbige Mitglied keinen Schutz bekommt. Unser Sohn muss doch sicher sein», sagt Meghan den Tränen nahe. Oprah will wissen, ob Rassismus dahinter steckt. Meghan: «Ich erfuhr während der Schwangerschaft, dass er keinen Titel und keine Security bekommt und dass man Angst hatte, wie dunkel seine Haut wohl sein würde.» Mit wem sie dieses Gespräch führte, wollte Meghan nicht sagen: «Das würde der Person zu sehr schaden.»
 

3. Streit mit Kate?
Offenbar gerieten die beiden Frauen wegen eines Blumenmädchens vor der Hochzeit aneinander. Meghan sagt, Kate habe sie zum Weinen gebracht: «Sie verletzte meine Gefühle.» Doch sie schiebt gleich nach: «Kate ist eine gute Person, sie hat sich direkt danach entschuldigt.»

Catherine, Duchess of Cambridge sits with Meghan, Duchess of Sussex in the Royal Box on Centre Court ahead of the Ladies Singles Final between Simona Halep of Romania and Serena Williams of the United States on Centre Court during the Wimbledon Lawn Tennis Championships at the All England Lawn Tennis and Croquet Club at Wimbledon on July 13, 2019 in London, England.

Es hiess immer, Meghan und Kate hätten das Heu ganz und gar nicht auf der gleichen Bühne. Über ihre Schwägerin sagt sie im Interview nicht viel, ausser, dass es einen Konflikt gegeben habe. Doch Kate habe sich direkt im Anschluss entschuldigt: «Sie ist eine Gute.»

Getty Images

4. Verhältnis zu William
Harry sagt – wie er bereits in anderem Kontext betont hatte – er und sein Bruder, Prinz William, seien auf verschiedenen Pfaden unterwegs. Man halte Abstand. Harry: «Die Zeit heilt alle Wunden. Hoffentlich.»

5.«Wann wusstet ihr, dass ihr gehen müsst?»
«Verzweiflung. Wir beide fragten zusammen und getrennt nach Hilfe und bekamen sie nicht», sagt Harry. Es sei eine Wiederholung der Geschichte gewesen. Damit meine er seine Mutter. «Man sagte uns immer wieder, so ist das eben.» Es habe zu wenig Unterstützung und Verständnis gegeben, sagt er. Seine Grossmutter, die Queen, habe er aber nie hinters Licht geführt. Dafür habe er zu viel Respekt vor ihr. Den Ausstieg bereut das Paar nicht. Seit Anfang 2020 bekommen Meghan und Harry von der Königsfamilie kein Geld mehr. Sie hätten von dem gelebt, was Prinzessin Diana Harry hinterlassen habe, sonst hätten sie es nicht geschafft. «Ich bin wirklich stolz auf uns. Ich bin so stolz auf meine Frau», sagt Harry. Sie habe Archie in einer sehr schwierigen Zeit auf die Welt gebracht. «Jeden Tag kam ich nach Hause, sah wie Meghan weinte und Archie stillte.» Er hätte aber nie gedacht, dass er seinen Personenschutz verlieren könnte. Auch Harry bekommt Todesdrohungen, wie das Paar sagt.

KING'S LYNN, ENGLAND - DECEMBER 25: Prince Charles, Prince of Wales, Prince William, Duke of Cambridge, Catherine, Duchess of Cambridge, Meghan, Duchess of Sussex and Prince Harry, Duke of Sussex attend Christmas Day Church service at Church of St Mary Magdalene on the Sandringham estate on December 25, 2018 in King's Lynn, England. (Photo by Samir Hussein/Samir Hussein/WireImage)

Solche Bilder wird es so schnell nicht mehr geben. Harry sagt, er und sein Bruder seien auf «verschiedenen Pfaden» unterwegs und mit seinem Vater, Prinz Charles, habe er sich überworfen. 

Samir Hussein/WireImage

5. Verhältnis zu Prinz Charles
Harry hat sich mit seinem Vater überworfen. Prinz Charles habe irgendwann aufgehört, seine Anrufe entgegen zu nehmen und habe ihm gesagt, er soll doch bitte Emails schreiben. «Ich sass in der Falle des Systems. Ich merkte das selbst nicht, bis ich Meghan kennenlernte. Mein Vater und mein Bruder sind noch gefangen. Sie können nicht gehen.»

6. Über das Verhältnis zu Queen Elizabeth
«Ich habe mit meiner Grossmutter so viel wie nie zuvor gesprochen. Wir sprechen via Zoom, sie hat auch Archie ein paar Mal gesehen. Ich habe tiefen Respekt vor ihr.» Auch Meghan betont, dass die Königin ihr gegenüber immer sehr herzlich gewesen sein. «Sie hat mich an meine eigene Grossmutter erinnert.»

LONDON, ENGLAND - JULY 10: Queen Elizabeth II and Meghan, Duchess of Sussex on the balcony of Buckingham Palace as the Royal family attend events to mark the Centenary of the RAF on July 10, 2018 in London, England. (Photo by Chris Jackson/Getty Images)

Die Queen habe sie sehr herzlich in die Familie aufgenommen. Sie hätten sich, so Meghan, an einem Event sogar eine Decke geteilt.

Getty Images

7. Über die Hochzeit
Die eigentlich Hochzeit habe drei Tage vor dem Riesenevent stattgefunden. Die Hochzeit selbst habe sich angefühlt, als sie sie, Meghan, nicht in ihrem Körper.

8. Good News zum Schluss:
Das Paar verrät, dass Archie eine kleine Schwester bekommt. Und ob es sich noch weitere Kinder wünscht. Das erfahrt ihr hier.

Von bna am 08.03.2021
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