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Er vermisst seine Liebsten

Prinz Charles kämpft wegen Corona mit der Einsamkeit

Seitdem er sich selber mit dem Coronavirus infiziert hatte, weilt Prinz Charles in seinem schottischen Landsitz. Obschon die technischen Mittel Abhilfe schaffen, kämpft der Royal mit dem fehlenden Kontakt zu seinen Liebsten.

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Möchte wieder Menschen umarmen: Prinz Charles.

Getty Images

Ende März überbrachte das britische Königshaus die Hiobsbotschaft: Prinz Charles hatte sich mit dem Coronavirus infiziert. Mit seinen 71 Jahren zählt der Thronfolger zur Risikogruppe der Lungenkrankheit Covid-19.

Mittlerweile geht es dem Sohn von Queen Elizabeth II., 93, wieder gut. In einem Interview mit «Sky News» hat er nun darüber gesprochen, wie er seine Krankheit erlebt hat. Diese sei «ziemlich leicht» verlaufen, erzählte Charles. «Ich hatte Glück.»

Er versteht die Leute

Daran, dass er sich selber mit dem Virus infiziert hat, sieht Charles aber auch Positives. «Ich hatte es, und ich kann dadurch verstehen, was andere Leute durchgemacht haben.» Er fühle besonders mit denjenigen mit, die ihre Lieben verloren hätten und in dieser Zeit nicht bei ihnen hätten sein können. «Das ist für mich das Grässlichste.»

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Charles vermisst seine Familie

Obwohl er mit seinem Krankheitsverlauf verhältnismässig glimpflich davongekommen ist, machen Charles die Folgen davon zu schaffen. Seit er sich nach seiner Diagnose in die Selbstquarantäne auf seinen Landsitz in Birkhall begeben hat, verweilt er nach wie vor in Schottland.

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Nichts wünscht er sich sehnlicher: Prinz Charles mit seinem Enkelkind Louis, dem jüngsten Sohn von Prinz William und Herzogin Kate.

Instagram/clarencehouse

Von seiner Familie und seinen Freunden getrennt zu sein, bezeichnet Charles als «unfassbar traurig». «Ich habe meinen Vater sehr lange nicht gesehen, und er wird nächste Woche 99 Jahre alt», erzählt er.

Auch seine Grosskinder George, 6, Charlotte, 5, Louis, 2, und Archie, 1, hat er schon länger nicht mehr zu Gesicht gekriegt. «Immerhin kann man mit ihnen telefonieren und zwischendurch FaceTime-Anrufe machen», sagt Charles. «Das ist schön und gut, aber das ist nicht dasselbe. Man will Menschen umarmen!»

Appelliert an Abstandsregeln

Er hoffe sehr, dass das Umarmen bald wieder möglich sein wird, denn auch er kämpft damit. «Ich verstehe die Frustration der Menschen sehr gut, all ihre Schwierigkeiten, ihre Trauer und Ängste.»

Auch wenn es ihm selber nicht leichtfällt, ist er wegen seiner eigenen Erkrankung umso entschlossener, einen Ausweg aus der Krise zu finden. Deshalb erinnert er eingehend ans Einhalten der Abstandsregeln. «Ich versuche, mein Bestes zu geben und Wege zu finden, um die Menschen zu ermutigen, weiterzumachen.»

Von Ramona Hirt am 05.06.2020
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