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SRF-Star über stures Kind

Boesch bezeichnet Sohn als «trötzelnden Wicht»

Sie beissen sich an ihren Kindern manchmal die Zähne aus: SRF-Moderatoren wie Cornelia Boesch erzählen, wie sie mit ihrem dickköpfigen Nachwuchs umgehen.

SRF-Moderatorin Tagesschau Cornelia Boesch

Cornelia Boesch kommt sich als Mutter manchmal vor wie ein «Folterknecht».

SRF/Oscar Alessio

In der Webserie «Perfekte Eltern» erzählen SRF-Moderatorinnen und -Moderatoren von ihren Erfahrungen als Erzieher – und geben unverblümt zu, wann sie an ihre Grenzen stossen: bei Einschlafproblemen, Zuspätkommen wegen den Kleinen oder mühsamen Kleiderdiskussionen.

Zu schaffen machen einigen der SRF-Stars auch die sturen Köpfe der Kinder. Ihre Erfahrungen dazu teilt «Tagesschau»-Lady Cornelia Boesch, 44. Ihr Sohn, der mittlerweile 10-jährige Florian, sei bisweilen als «kleiner, trötzelnder Wicht» vor ihr gestanden. Und konsequent zu bleiben, fiel der Moderatorin offenbar nicht immer leicht. Wenn sie durchgreife habe sie machmal das Gefühl, «ein Folterknecht zu sein, weil du dein Kind in den Wagen rein schnallst», sagt sie im Video.

Nicht immer würde sie ihren Standpunkt auch wirklich durchsetzen, gibt Boesch zu. Selbstkritisch fügt sie gar an: «Wenn man sagt, das macht man nicht, und das Kind dann sieht, wie man es als Erwachsener doch macht, kannst du die Glaubwürdigkeit gleich kübeln.»

Arthur Honegger SRF

Arthur Honegger ist froh, dass seine Kinder einen eigenen Willen haben.

SRF

Unverständnis in der Schweiz

Ähnlich wie Boesch ergeht es News-Kollege Arthur Honegger, 40. Der «10vor10»-Anchor hat Tochter Amélie, 7, und Sohn Aatos, 4. Er sagt über sie: «Die wissen schon, was sie wollen.» Das kann für den TV-Mann auch recht anstrengend sein, etwa wenn es heisse: «Das nicht, das nicht, das nicht!» Das sei wohl der sture Bündner Grind seiner Kinder, so der Davoser.

Honegger nervt sich aber am meisten über die Reaktionen der anderen Leute. In der Schweiz würden viele sehr vorwurfsvoll schauen, im Sinn von: «Wieso haben die das Kind nicht im Griff?». In den USA, wo er zuvor gelebt habe, werde es als normal angesehen. «Die Menschen helfen einem sogar und sagen: Ich kenne das, das geht vorbei.»

Honegger kann der Dickköpfigkeit seiner Kids aber auch Positives abgewinnen. «Ich bin froh, haben meine Kinder einen eigenen Willen.» Sie würden sich später einmal durchsetzen können.

Von Tom Wyss am 8. Oktober 2019