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Topmodel Manuela Frey

«Ich stehe auch auf für kein Geld»

Die Pandemie hat das Leben von Topmodel Manuela Frey komplett auf den Kopf gestellt. Nun spricht die 24-jährige Aargauerin über Existenzängste, Cheat Days und eigene Kinder.

Manuela Frey, Moderatorin, Fotomodel, "Switzerland's next topmodel" Brugg AG, 2018, Fotos: Geri Born

Topmodel Manuela Frey in ihrer Heimat in Brugg AG.

Geri Born

Sie ist erst 24 Jahre alt. Doch Manuela Frey ist schon so lange im internationalen Modelbusiness erfolgreich, dass sie sich selbst bereits als «Grosi» bezeichnet. 2012 gewann die Aargauerin den «Elite Model Look», mit 16 Jahren zog sie nach New York. Vor einem Jahr drückte dann die Corona-Krise auf den Pausenknopf ihrer steilen Karriere.

In der SRF-Sendung «Gredig direkt» spricht das Topmodel nun über die schwere Zeit ohne Jobs – und auch über ihr Privatleben. 

Nach dem fünfwöchigen Lockdown vergangenes Jahr, als sie ganz alleine in ihrem New Yorker Appartment sass, zog Frey zurück in die Schweiz. «Ich dachte, ich brauche meine Familie, ich brauche ein bisschen Liebe um mich herum.» 

Manuela in ihrer Wohnung in NYC

Manuela Frey in ihrer Wohnung in New York.

Peter Lüders
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Ob sie diese Liebe auch in Form einer Beziehung gefunden hat, verrät die 24-Jährige – wie immer – nicht. Mit Flirts und Liebesgerüchten machte sie dennoch schon oft Schlagzeilen: Zuerst mit der Beziehung mit Sänger Bastian Baker, die aber beide nicht labeln wollten, dann mit einem Ferienflirt mit Ex-Bachelor Janosch Nietlisbach. Und schliesslich wurde gemunkelt, dass YB-Legende Guillaume Hoarau der Mann an Manuelas Seite sei. 

Zu Namen schweigt sie weiterhin – sie verrät aber immerhin warum: «Ich habe schlechte Erfahrungen gemacht», sagt Frey zu Talkmaster Urs Gredig. Deswegen sei sie vorsichtig geworden. «Wenn du gleich zu Beginn sagst: ah, wir sind zusammen – es kann wirklich vieles zerstören.» 

Schlankheitswahn im Modelbusiness

Offen redet Frey dafür über die Schattenseiten des Modelbusiness. Wie etwa den Druck, schlank zu sein. Leider habe sich diesbezüglich trotz des öffentlichen Diskurses wenig verändert. In den USA hätte sich die Situation zwar etwas verbessert und es seien auch «normale Menschen» als Models gefragt, mit denen sich die Leute besser identifizieren könnten. Auch Plus-Size-Kleidergrössen seien weit verbreitet. «Das unterstütze ich auch, denn ich sehe so viele Mädchen, die sich abmagern.»

Frey erzählt auch, dass sie in der Pubertät selber an einem heiklen Punkt angelangt sei. «Entweder werde ich nun krank, esse nichts mehr....», sagt Frey. Doch dann habe von Model-Kolleginnen gehört, welche schon mit 17 Jahren wussten, dass sie keine Kinder mehr kriegen können. «Ich will einmal Kinder!», ist für Frey klar. «Als ich das hörte, habe ich gedacht: Niemals in meinem Leben will ich so weit kommen. Entweder passt es einem Kunden – oder dann halt nicht.»

Eine Ausbildung in Ernährung hilft ihr dabei, sich gesund zu ernähren und fit zu bleiben. Trotz Konsequenz gönnt sie sich einmal in der Woche einen Cheat Day: «Man kann ja auch ein bisschen leben! Ich schlage gerne einmal zu.»

Über Existensängste und Geld

Auch Existenzsorgen kennt die «Switzerland's Next Topmodel»-Chefin: «Wenn man viel Zeit hat, denkt man auch mehr nach.» Angst hätte sie jedoch nicht. «Mein Mami hat immer gesagt: Angst ist ein schlechter Begleiter. Es geht immer irgendwie weiter.» Und wenn nicht im Modelbusiness, könnte sie sich notfalls auch einen anderen Job vorstellen. «Ich habe zwei gesunde Hände, ich könnte zum Beispiel auch im Starbucks arbeiten.»

Auf das bekannte Zitat von Model Linda Evangelista angesprochen, die 1990 sagte, dass sie unter 10'000 Dollar gar nicht erst aus dem Bett steige, kontert Frey: «Ich liebe meinen Job! Ich stehe auch auf für kein Geld.»

Von svb am 09.03.2021
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