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Serie: Stars weichen auf andere Jobs aus

Michael von der Heide schiebt Nachtschichten

Von heute auf morgen ohne Arbeit. Künstler trifft die Corona-Krise hart: geschlossene Theater. Abgesagte Konzerte. Gestrichene Shows. Die einen gehen zurück in ihren ursprünglich erlernten Beruf, andere sind bei der Suche nach Job-Alternativen kreativ. Im vierten Teil unserer Serie: Chansonnier Michael von der Heide.

Text: Back in Business

Im Pflegeheim: Sänger Michael von der Heide arbeitet während des Lockdowns Vollzeit als di­plo­mierter Pflegefachmann.

Instagram/Michaelvonderheide

Eine frühere Kollegin bringt den Chansonnier dazu, wieder in den ursprünglich erlernten Beruf reinzuschnuppern. An einem seiner Konzerte sagt sie salopp: «Falls du mal einen Job brauchst – jederzeit.» Zunächst fand er das frech. Nach der Schulzeit hatte von der Heide, 48, eine vierjährige Ausbildung zum diplomierten Pflegefachmann an der Krankenpflegeschule Winterthur absolviert. Danach startet er als Sänger durch.

Als 2018 in einem Pflegeheim am Zürichsee ein Teilzeitjob lockt, ist er zur Stelle. Mit Beginn des Corona-Lockdowns im vergangenen März stockt Michael sein Pensum auf – arbeitet drei Monate Vollzeit. Angst vor einer Ansteckung mit Covid-19 habe er in dieser Zeit nie gehabt, sagt von der Heide. «Ich trug von Anfang an jeweils Schutzmaske, wusste, wie wichtig es ist, Hände zu waschen und sie zu desinfizieren.»

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Sowieso ein Nachtmensch

Ein eher beklemmendes Gefühl habe er hingegen verspürt, wenn er auf dem Weg von oder zur Arbeit jeweils mutterseelenallein im Zugabteil gesessen sei. Unterdessen hat der Sänger sein Pensum wieder etwas reduziert, arbeitet 40 Prozent vorwiegend im Nachtdienst. «Ich schob früher schon gern Nachtschichten. Wir Musiker sind ja eher Nachtmenschen.»

Erfahrt morgen, wem Anna Känzig etwas beibringen will.

Hier gehts zu den anderen Storys der Serie.

am 29.09.2020
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