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Baby-Glück im Corona-Lockdown

Mimi Jäger und Rafael Beutl erwarten ihr zweites Kind

Was für eine schöne Überraschung! Drei Jahre nach der Geburt von Sohn Louie ist Mirjam «Mimi» Jäger wieder schwanger. Die Moderatorin und Ex-Bachelor Rafael Beutl werden im Herbst erneut Eltern. Bei schweizer-illustrierte.ch sprechen die Langzeit-Verlobten exklusiv über ihr zweites Baby-Glück.

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Erwarten wieder Nachwuchs: Mimi Jäger, 37, und Rafael Beutl, 34.

Joseph Khakshouri
Sarah Huber
Sarah Huber

Redaktorin Online

Mimi Jäger, herzliche Gratulation zur Schwangerschaft. Wie fühlst du dich?
Mimi: Jetzt in der 19. Schwangerschaftswoche geht es mir sehr gut. Bis zur 15. Woche war es aber zäh. Mir war ständig schlecht und ich fühlte mich permanent nicht wohl.

Wann ist dein Geburtstermin?
Mimi: Im September.

Rafael Beutl, als Vater erlebt man die Schwangerschaft aus einer anderen Perspektive. Wie gross ist deine Vorfreude auf euer zweites Kind?
Rafael: Genauso riesig wie damals beim ersten. Eine Schwangerschaft als Vater mitzuerleben, ist überhaupt ein unbeschreibliches Gefühl! Neun Monate lang wächst ein Kind heran, irgendwann ist der Tag da und man sieht dieses kleine Wesen zum allerersten Mal. Momentan mache ich mir tausend Gedanken: Wem wird es ähnlich sehen? Wird es gesund zur Welt kommen?

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Ab Herbst 2020 muss Sohn Louie die Aufmerksamkeit seiner Eltern nicht mehr nur mit Hund Benji teilen.

Joseph Khakshouri
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Seit wann wisst ihr von eurem erneuten Baby-Glück?
Mimi: Seit Ende Januar. Ich war an dem Tag auf dem Sprung zum Flughafen, weil ich für einen Model-Auftrag nach München reisen musste. Schon den ganzen Januar durch hatte ich gespürt, dass etwas anders ist. Ich hatte diffuse Schmerzen in der Bauch- und Leistengegend und konnte mir keinen Reim darauf machen. An jenem Tag wollte ich wissen, was los ist und habe im Beisein von Rafa einen Schwangerschaftstest gemacht.

Rafael: Obschon wir wussten, dass es einschlagen kann, hat uns der positive Test trotzdem erstmal erschlagen. Da Mimi anschliessend drei Nächte in Deutschland war, konnte jeder für sich diese News setzen lassen, was uns gut getan hat.

Wird es ein Mädchen oder ein Bub?
Rafael: Wir kennen das Babygeschlecht, wollen es aber zum jetzigen Zeitpunkt für uns behalten.

Aber eurem Sohn Louie habt ihr gesagt, ob er einen Bruder oder eine Schwester bekommt?
Mimi: Louie ist eingeweiht. Wir hoffen, dass er es für sich behalten kann.

Rafael: Innerhalb der Familie machen wir kein Geheimnis daraus. Die Enthüllung des Babygeschlechts an sich ist für uns kein grosses Ding. Wir wissen, dass auch in der Schweiz Babyshowers im Trend sind, aber das ist nichts für uns.

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Wie schon beim ersten Kind vermeldet Mimi Jäger ihre Schwangerschaft wiederum auch auf Instagram.

ZVG

«Wir wollten meine Schwangerschaft nicht extra verstecken, der Lockdown und das anfänglich noch kalte Frühlingswetter kamen uns da einfach entgegen»

Mimi Jäger

Beim ersten Kind hattet ihr euer Baby-Glück bereits im vierten Monat öffentlich gemacht. Warum seid ihr dieses Mal etwas zögerlicher?
Mimi: Wir wollten meine Schwangerschaft nicht extra verstecken, der Lockdown und das anfänglich noch kalte Frühlingswetter kamen uns da einfach entgegen. Wenn das Leben normal weiter gegangen wäre, hätten wir meine Schwangerschaft Mitte März – nach den kritischen drei Monaten – publik gemacht. Da die ganze Eventbranche zurzeit aber stillsteht, konnten wir unser Glück etwas länger nur für uns geniessen. Für mich stimmt der Zeitpunkt jetzt perfekt – es ist eine schöne Überraschung und man sieht den Bauch schon ganz gut.

Du erlebst bereits deine zweite Schwangerschaft. Was verläuft anders, was gleich wie damals bei Louie?
Mimi: Eigentlich verläuft diese Schwangerschaft ganz anders als meine erste. Einzig die Übelkeit in den ersten Monaten kommt mir bekannt vor. Bei Louie war diese damals allerdings noch von schlimmen Schwindelanfällen begleitet, so dass ich mich häufiger hinlegen musste als jetzt. Mein Essverhalten und die körperlichen Veränderungen sind auch anders. Ich nehme viel schneller zu.

Inwiefern ist dein Essverhalten anders?
Mimi: Bei meiner ersten Schwangerschaft ass ich ganz normal. Jetzt habe ich die wildesten Essensgelüste. Ich habe das halbe Einkaufsgeld für Smoothies und Früchte ausgegeben. Eine Zeit lang trank ich unübertrieben drei Liter Smoothies pro Tag oder leerte eine Orangensaft-Packung in einem Zug. An einem anderen Tag trank ich einen Liter Milch auf einmal oder hatte grossen Appetit auf Gurken und Käse. Zum Glück haben sich diese komischen Gelüste gelegt.

Manche Gelüste darf eine werdende Mama aber nicht stillen. Alkohol, rohes Fleisch, Rohmilchkäse und und und sind laut Gesundheitsexperten Tabu. Vermisst du etwas besonders?
Mimi: Der Verzicht auf gewisse Nahrungsmittel fällt mir überhaupt nicht schwer. Alkohol trinke ich ohnehin bereits seit Oktober nicht mehr. Daher war das dieses Mal keine Umstellung mehr für mich. Bei meiner Schwangerschaft mit Louie hatte ich aber Mühe damit.

Rafael: Als ich damals zum Beispiel Sushi oder ein feines Glas Wein genossen habe, ist dir das schwergefallen, dass du das nicht auch durftest.

Mimi: Ja, da bin ich ehrlich, es war ein Problem für mich. Das war die Umstellung vom ganz freien, unbeschwerten Leben zum verantwortunsbewussten Mami-Leben. Heute weiss ich, was es bedeutet, Eltern zu sein, bin reifer und erwachsener geworden und kann bestens mit diesem Verzicht umgehen. Aber natürlich, auch ich freue mich schon auf das erste Glas Rosé oder ein herrliches Sushi nach der Geburt.

Euer Sohn Louie ist im Februar drei Jahre alt geworden. Wann habt ihr entschieden, dass er ein Geschwisterchen bekommen soll?
Rafael: Es gab keinen bestimmten Tag. Aber jetzt ist es ein schöner Umstand für uns und auch für Louie.

Mimi: Wir wussten lange nicht: Sollen wir oder nicht? Bis Louie zweieinhalb Jahre alt war, kam es für mich nicht infrage. Ich habe mir immer gesagt: Wenn ein zweites Kind, dann mit drei bis vier Jahren Abstand auf das erste. Seit etwa Oktober haben wir nicht mehr «aufgepasst». Wir sagten uns, wenn es klappt, soll es so sein, wenn nicht, ist es nicht schlimm. Dass ich dann tatsächlich schwanger wurde, ist für mich ein Geschenk von Gott und es soll so sein.

Rafael: Wenn es nicht eingeschlagen hätte, wären wir nicht enttäuscht gewesen. Wir sind glücklich und dankbar, dass wir mit Louie bereits ein gesundes Kind haben dürfen.

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Der Ex-Bachelor und die frühere Freestyle-Skifahrerin sind seit dem 9. November 2015 verlobt. Ein Datum für die Hochzeit steht bis jetzt nicht, dafür überraschen sie mit Baby-News.

Joseph Khakshouri

Ihr habt nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass eure Beziehung Hochs und Tiefs erlebte. An diesen seid ihr beide als Paar gewachsen, wie Mimi in einem früheren Interview mit schweizer-illustrierte.ch sagte. Ist das zweite Kind nun ein Zeichen, dass ihr eure Liebeskrise definitiv überwunden habt und in dieselbe Richtung steuert?
Rafael: Jede Beziehung hat ihre Probleme. Man wächst daran. Was dich nicht umbringt, macht dich stark. Nur weil wir jetzt nochmal Eltern werden, ist deswegen nicht alles bis ans Lebensende super. In unserer Beziehung wird es noch manche Krise geben, das macht es für mich aber auch interessant.

Mimi: Rafa sagt es richtig. Unsere Beziehung ist eine Achterbahn. Kriselnde Zeiten kommen und gehen. Wir sind beide Realisten und wissen: Zwei Kinder, ein Hund, arbeitende Eltern, da ist Streitpotenzial garantiert. Aber im Moment kriselt es nicht und wir steuern in dieselbe Richtung. Wir geben beide unser Bestes, dass unsere Liebe hält. Eine Garantie haben wir aber nicht.

Ihr seid seit viereinhalb Jahren verlobt. Ändert das zweite Baby etwas an eurem Status als Langzeit-Verlobte?
Rafael: Vorläufig nicht. Für mich würde eine Heirat ohnehin nicht viel an unserem Verhältnis ändern. Wir sagen schon jetzt Mann und Frau. Eine Hochzeit ist für mich ein symbolischer Akt, aber halt auch Bürokratie.

Mimi: Vielleicht warten wir mit dem Jawort einfach, bis nach dem verflixten siebten Jahr oder bis die Heiratsstrafe im Steuerwesen abgeschafft worden ist. Was unsere Verantwortung als Eltern angeht, haben wir uns ohnehin abgesichert und gegenseitig etwa eine Lebensversicherung abgeschlossen. Wir leben also bereits in unserem heutigen Alltag als Langzeit-Verlobte Verbindlichkeit, die Hochzeit wäre nur noch fürs Papier.

Weg von der Verlobung zum Familienleben. Mimi, wie reagiert Louie auf Mamas wachsenden Babybauch?
Mimi: Mega herzig. Er redet immerzu mit dem Baby und fasst meinen Bauch an. Es ist ein Vorteil, dass er jetzt schon ein gewisses Alter hat. Vor dem Lockdown kam Louie auch mit zu den Vorsorgeuntersuchungen. Wenn wir unter uns sind, spricht Louie viel vom Baby. Er sagt etwa, dass man den Bauch nur streicheln und nicht schlagen darf.

Es scheint so, als hätte Louie viel Liebe für das, was da heranwächst. Von Eifersucht keine Spur?
Mimi: Ich erkläre meinem Sohn so gut wie möglich, dass er mich nachher teilen muss. Je älter die Kinder sind, desto mehr Verantwortung können sie übernehmen. Weil Louie zum Zeitpunkt der Geburt schon dreieinhalb Jahre alt sein wird, denke ich, es wird weniger Konkurrenkampf geben. Er darf das Baby dann zum Beispiel schöppelen. Schon jetzt beziehe ich ihn sehr viel ein, wenn wir zum Beispiel Sachen fürs Babyzimmer aussuchen.

Rafael: Wenn unser zweites Kind dann auf der Welt ist, wollen wir Louie auf keinen Fall vernachlässigen.

Mimi: Es ist für uns klar, dass Louie dann auch noch bei uns im Bett schlafen darf. Wir werden beide Kinder gleich oft in den Arm nehmen. Aber klar, das alles ist jetzt im Voraus schwer abschätzbar, die Realität wird es zeigen: Wahrscheinlich wird Louie es nicht immer cool finden, dass er uns Eltern mit einem Geschwisterchen teilen muss. Dass er eifersüchtig reagieren kann, merken wir schon jetzt mit ihm und unserem Hund Benji. Wenn Benji zu mir zum Kuscheln kommt, sagt Louie manchmal: «Benji geh weg, ich will.»

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Louie kuschelt sehr gerne mit seinen Eltern. Die Moderatorin will darauf achten, dass ihr Erstgeborener auch im turbulenten postnatalen Alltag nicht zu kurz kommt.

Joseph Khakshouri

Zurück ins Jetzt. Du hast auch nach deinem Rücktritt als Freestyle-Skifahrerin immer viel Sport gemacht. Was geht im zweiten Trimester der Schwangerschaft noch in Sachen Sport, was nicht mehr?
Mimi: Ganz am Anfang konnte ich noch Joggen. Inzwischen geht das nicht mehr. Was ich noch machen kann, sind Zumba, Body-Combat-Workouts oder Yoga. Dank Streamingdiensten kann ich solche Übungen auch jetzt während der Corona-Krise machen. Vorausgaben tue ich mich dabei nicht mehr, ich mache alles in Massen und auf die Schwangerschaft angepasst.

Du arbeitest auch als Model und präsentierst für gewöhnlich einen durchtrainierten und schlanken Körper. Wie gehst du damit um, dass sich deine Figur schwangerschaftsbedingt stark verändert?
Mimi: Ich hatte schon bei meiner ersten Schwangerschaft grosse Mühe damit rundlicher zu werden und jetzt auch wieder. Als ich mit Louie schwanger war, habe ich zum Schluss 25 Kilo zugenommen und mein Bauchnabel ist in der Folge gebrochen. Dieses Mal habe ich mir fest vorgenommen, weniger an Gewicht zuzulegen. Mein Körper macht aber das Gegenteil und mein Bauch wächst schneller als bei meiner ersten Schwangerschaft. Wenn ich schwangere Frauen sehe, die bis im fünften Monat noch in ihre Lieblingsjeans hineinkommen und ich kaum mehr meine Unterhosen über meine Hüften ziehen kann, dann ärgert mich das ein bisschen. Besonders, weil ich doch das Gefühl habe, dass ich nicht viel mehr esse als sonst.

Rafael: Das sind deine Schoggi-Schübe. Die sind häufiger geworden. Du hast die in der Schwangerschaft typischen Fress-Attacken. Eine Frau muss schon vieles mitmachen. Ich als Mann kann das nicht nachfühlen, ich kann ja kein Kind austragen. Ihr Frauen macht extrem viel durch in diesen neun Monaten. Wir Männer müssen uns dafür viel anhören von euch. Es braucht ein zähes Nervenkleid, viel Verständnis. Mimi ist in der Schwangerschaft wirklich sehr sensibel.

Mimi: Es stimmt, ich bin emotionaler. Was mein Wohlbefinden anbelangt, hoffe ich einfach, dass die Kilos nach der Geburt wieder ohne grosse Mühe purzeln so wie es damals bei Louie war.

Rafa, wie unterstützt du Mimi im Haushalt und Alltag, um sie etwas zu entlasten?
Rafael: Ich übernehme das Staubsaugen und Kochen und ich wasche meine Kleider selber. Um sie vor einer Ansteckung mit Corona zu schützen, ging ich die ersten vier Wochen einkaufen. Aber ich habe eine andere Einkaufsstrategie und das hat ihr nicht gepasst, daher geht sie jetzt wieder selber einkaufen – mit Maske.

«Als Schwangere bin ich lieber übervorsichtig und nehme das Social Distancing sowie die Hygienemassnahmen sehr ernst»

Mimi Jäger

Machst du dir wegen der aktuellen Corona-Situation bei dieser Schwangerschaft mehr Sorgen um deine Gesundheit und die des Kindes als bei deiner ersten Schwangerschaft mit Louie?
Mimi: Ich sorge mich ganz klar mehr um meine Gesundheit und die des Babys. Bei meiner ersten Schwangerschaft war zwar das Zika-Virus im Gespräch, das sich auf das Kind übertragen kann. Dort galt aber einfach: Nicht in betroffene Länder reisen. Beim Coronavirus ist die Ausgangslage eine komplett andere, das ist überall. Das Bundesamt für Gesundheit sagt zwar, Schwangere gehören nicht zur Corona-Risikogruppe, aber mein Immunsystem ist heruntergesetzt. Hinzu kommt, dass ich viele Medikamente gar nicht einnehmen könnte und eine allfällige Atemnot bei mir, würde sich auch auf das Baby auswirken. Als Schwangere bin ich daher lieber übervorsichtig und nehme das Social Distancing sowie die Hygienemassnahmen sehr ernst.

Ihr seid beide selbstständig als Influencer, Models und Moderatoren. Momentan sind Veranstaltungen abgesagt. Das trifft eure Jobs hart. Ein zweites Kind kostet auch mehr Geld. Erleidet ihr als junge Familie zurzeit existenzielle Ängste?
Rafael: Ich hatte noch nie Angst in meinem Leben. Ich bin seit neun Jahren selbstständig. Ich wusste nie, was kommt und was nicht. Ich bin mit drei Brüdern aufgewachsen, unsere Eltern haben uns Liebe gegeben, aber finanziell standen wir unterdurchschnittlich da. Daher kann ich mit Geldsorgen gut umgehen. In unserem Fall haben wir Glück, dass ich seit letztem Juli eine 80%-Stelle bei 3+ angetreten habe. Ich arbeite als Sales Manager im Bereich Sonderwerbeformen. In dieser Funktion zahlt mir CH Media ein fixes Einkommen.

Mimi: Das macht die Situation wirklich weniger stressig, als wenn wir beide immer noch ausschliesslich selbstständig Erwerbende wären. Von meiner Seite her habe ich beruflich bis zum Lockdown Mitte März Vollgas gegeben und einiges an Geld reingeholt. Ganz ohne Einkommen bin ich nicht – meine bezahlten Social Media Aufträge laufen zum Glück weiter.

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Für Mimi Jäger bringt der Corona-Lockdown auch Positives – sie konnte ihr Babyglück etwas länger privat halten.

Joseph Khakshouri

Seit November 2018 wohnt ihr mit Hund und Kind in einer Wohnung im Glattpark in Opfikon. Ist dort genug Platz für ein zweites Kind?
Mimi: Unsere jetziges Zuhause misst 130 m2, das wäre an sich schon genug Platz für uns Eltern, zwei Kinder und Hund, aber wir brauchen ein Zimmer mehr. Ich finde, gerade im Hinblick auf eine mögliche Eifersucht von Louie ist es gut, wenn unsere beiden Kinder je ein eigenes Zimmer haben. Deshalb haben wir uns entschieden, uns nach einer grösseren Wohnung umzusehen. Glücklicherweise wird ein Stock über uns eine 4,5-Zimmer-Wohnung mit wunderschöner Dachterrasse frei. Wir ziehen Ende Mai um.
 
Rafael: Als ich Kind war, waren wir zu dritt im Kinderzimmer. Es wäre auch unter den jetzigen Platzverhältnissen gegangen. Da wir aber Sonnenanbeter sind, wäre es doof gewesen, wenn wir diese Dachwohnung nicht genommen hätten. Die Lage hier ist ohnehin perfekt – der ÖV-Anschluss ist super und Louie fühlt sich wohl, das ist für mich das Wichtigste.

Blicken wir voraus auf die Geburt. Louie kam per Kaiserschnitt zur Welt. Plant ihr für die Geburt eures zweiten Kindes ebenfalls einen Kaiserschnitt?
Mimi: Ja, ich plane einen Kaiserschnitt. Die Narbe besteht ja ohnehin schon. Ich kann es mir schlicht nicht vorstellen, natürlich zu gebären. Da bin ich ehrlich. Es gibt viele Leute, die einem als Schwangere umstimmen wollen. Für mich ist aber klar: Jede Mutter soll zu sich selbst schauen und so gebären, wie es ihr am wohlsten ist.

Dieser Eingriff wiederholt sich also bei dir. Gehst du deshalb entspannter an die Geburt als bei deinem ersten Kind?
Mimi: Ob Kaiserschnitt erfahren oder nicht, wirklich entspannt geht man wohl nie an eine Geburt heran. Ausserdem hat ein solcher Eingriff nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile: Es ist ein seltsames Gefühl für eine Mutter, dass das Kind, das so viele Monate in ihrem Bauch war, plötzlich ohne Wehen und Pressen draussen ist. Nur weil es in einer Operation rausgeholt wird, heisst das zudem auch nicht, dass es dem Baby gesundheitlich gut geht. Louie etwa musste kurz nach seiner Geburt an eine Beatmungsmaschine. Es kann immer etwas passieren.

Rafael, bei der Geburt von Louie bist du Mimi beigestanden, hast die Nabelschnur durchtrennt und warst die ersten Tage und Nächte ununterbrochen bei ihr und dem Baby im Spital. Wirst du das dieses Mal wieder so machen, sofern man als Besucher bis dann wieder so lange im Spital sein darf?
Rafael: Bei unserem zweiten Kind werde ich bei der Geburt sicher wieder an Mimis Seite sein. Das ist für mich ein Muss. Ich werde die erste Person sein, die unser Kind auf dem Arm hält. Ob ich die Tage danach im Spital schlafen werde, müssen wir noch schauen.

Mimi: Es hängt vor allem davon ab, wie sich die Corona-Lockerungen weiter entwickeln, etwa ob Louie bis dann wieder bei seinen Grosseltern sein darf. Ich muss ihn in guten Händen wissen in diesen Tagen, wo ich im Spital sein werde.

Zum Abschluss: Was wünscht ihr euch für euer zukünftiges Familienglück zu viert?
Mimi: Dass wir alle gesund bleiben. Dass das Baby gesund zur Welt kommt. Gesundheit ist das oberste Gut, wie wir in dieser Corona-Situation wieder gelernt haben.

Rafael: Als Familie einfach glücklich und zufrieden zu sein. Und dass sich unsere Kinder entfalten können.

Von Sarah Huber am 24.04.2020
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