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  4. Musikerin Jaël Malli über ihr zweites Baby und warum sie mit 43 nochmal Mutter wurde

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Seit August ist Jaël Malli zweifache Mutter. Nachdem das erste Kind der Musikerin alles abverlangt hat, hat die fünfmonatige Liala ihren Platz in der Familie schnell gefunden. Im SI.Talk verrät die Bernerin, weshalb ihre Tochter eine «Heilerin» ist, spricht offen darüber, dass sie selbst mit Depressionen zu kämpfen hatte und erzählt, wie sie in dunklen Momenten bei ihren Kindern und in der Musik Trost findet. Sina Albisetti
SI.Talk mit Jaël Malli

«Mit dem zweiten Baby ist alles wieder neu»

Musikerin Jaël Malli brauchte lange, um nach ihrem ersten Baby wieder «sich selber» zu werden. Nun wurde sie vor bald fünf Monaten wieder Mami und schläft seither so viel wie seit Jahren nicht mehr.

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Elia (5), das erste Baby der ehemaligen Lunik-Frontfrau Jaël Malli (43), war kein einfaches Kind. «Er war ein Schreibaby und ich brauchte lange, um wieder mich selber zu werden», sagt die Musikerin im aktuellen SI.Talk. Fast drei Jahre hat der Prozess gedauert, doch jetzt kann Jaël sagen: «Ich bin wieder ich» – und damit wurde der Weg frei für ein zweites Kind. Tochter Liala ist mittlerweile fast fünf Monate alt.

Trotz der neuen Doppelbelastung sagt sie: «Mit zwei Kindern ist es fast einfacher als mit einem.» Das liege daran, dass Liala fast immer zufrieden sei und auch auf Sohn Elia einen guten Einfluss habe. «Seit sie da ist, schlafen wir alle so viel, wie seit fünf Jahren nicht mehr», so Jaël Malli. Die Tochter hat nämlich auch auf ihren Bruder eine beruhigende Wirkung und sei für die ganze Familie «heilend – alles ist wieder wie neu!». 

Obwohl sich Elia eigentlich einen Bruder zum gemeinsamen Fussballspielen wünschte, ist er nun auch mit einer Schwester glücklich. «Spätestens als ich ihm sagte, dass auch Mädchen tschuten können, war er mit dem weiblichen Zuwachs zufrieden», scherzt Jaël. Sohn Elia ist wie seine Mutter ein hochsensibles Kind und enorm empfindsam. Von diesen Gefühlen handelt auch «liiTi», die neue Single von Jaël Malli, die am 27. Januar erscheint. Darin singt sie: «Ich bin ein ‹liiTi›, ich bin nicht von hier» und beschreibt das Gefühl, nicht dazuzugehören, am falschen Ort zu sein. Das sei oft belastend gewesen, bis sie erfuhr, dass sie unter erhöhter Neurosensitivität leidet und darum oft überreizt ist. Heute weiss sie: «Ich bin nicht falsch, sondern einfach anders.»

 

Ihre neue Musik geht Jaël sehr nahe

Ebenfalls von ihrer Hochsensibilität handelt ihr erstes Mundart-Album «Sensibeli», welches letztes Jahr innert kurzer Zeit ausverkauft war. Nun bringt Jaël das Werk auch auf hochdeutsch für den deutschen und österreichischen Markt heraus. «Ich hoffe, damit kann ich ganz vielen hochsensiblen Menschen die gleiche Erleichterung schenken, die ich erlebte, als ich erfuhr, warum ich bin, wie ich bin und das man so sein darf.»

Am 31. März erscheint Jaël Mallis neues Album mit dem Titel «Midlife», ein äussert persönliches Werk, wie die Musikerin im SI.Talk erzählt. Der Song «You are perfect to me», handelt vom Verlust eines wichtigen Menschen, der freiwillig aus dem Leben schied. «Das Lied ist mir sehr, sehr nahe gegangen», sagt Jaël sichtlich bewegt. Sie selber hat ihre Depression mittlerweile überwunden, doch mit schweren Gedanken plagt sie sich noch immer ab und zu. Wie sie in diesen Momenten wieder ins Licht findet, wie ihr ihre zwei Kinder dabei helfen und wie sie auf ihre Musik reagieren, das und mehr erzählt Jaël Malli im SI.Talk.

 

Von lme und Sina Albisetti vor 6 Minuten