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Von Liebesschuft belogen und betrogen

TV-Bäuerin Isabel packt über ihr Ehe-Drama aus

Im TV wirkt Cowgirl Isabel stets fröhlich und gut gelaunt. Doch die Solothurnerin machte auch schwere Zeiten durch, wie sie jetzt erzählt: Ein Mann machte ihr das Leben zur Hölle.

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Heute geht es Isabel wieder gut, doch die Frohnatur musste harte Zeiten hinter sich bringen.

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Sie hat dank Freund Reto, 43, ihr Herzblatt gefunden: TV-Bäuerin Isabel, 39, lacht seit letztem Sommer wieder vor Glück. Endlich, ist man versucht zu sagen. Denn das war nicht immer so: Jahrelang klebte der Solothurnerin in Sachen Liebe das Pech an den Füssen. Zweimal machte sie bei «Bauer, ledig, sucht …» mit, zweimal ging sie leer aus. «Bei Roger hatte ich kein Interesse – und bei Alex passte es wegen meiner Katzen nicht», erinnert sie sich.

Doch nun gibt Isabel zu: Vor ihrer Teilnahme bei der Agrar-Kuppelshow machte sie richtig schwere Zeiten durch – wegen eines Liebesschufts! «Ich war sogar mit ihm verheiratet», sagt sie zu schweizer-illustrierte.ch. «Das war vor sechs Jahren. Damals gings mir richtig mies.»

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Freund Reto macht die TV-Bäuerin happy.

ZVG
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«Ich vertraute ihm – das war mein grösster Fehler»

Dabei begann alles ganz harmlos, wie Isabel erzählt. Der Lover (dessen Namen sie nicht verraten möchte), sei der Mann gewesen, den sie über alles liebte und verehrte. «Es war für mich der siebte Himmel auf Erden. Es hat einfach alles gepasst. Gemeinsame Hobbys und Ziele, auch die Eltern waren sehr toll und ich liebte sie. Zudem hat er meine Tochter wie sein eigenes Kind angenommen.» Alle hätten ihn gemocht. Sie beschlossen, zu heiraten. «Und ich vertraute ihm. Doch das war mein grösster Fehler überhaupt.»

Denn auf einmal fing der Terror an. Sie hätten zu bauen begonnen und das im grossen Stil. «Ein Tanzlokal mit Stall und Wohnhaus mit Umschwung, bei dem wir vieles selbst machten. Ich kroch am Boden rum und habe jede Schraube selbst reingedreht. Aber ich hatte grosse Angst vor so einem riesigen Projekt.» Eine Angst, die nicht unbegründet war: Plötzlich fand Isabel heraus, dass ihr Freund Rechnungen unterschlug. 

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Vieles beim Bau des Tanzlokals machte die Solothurnerin selbst.

ZVG

Monatelang die Post abgefangen

«Fortan flatterten immer mehr Mahnbriefe ins Haus – und ich beschwerte mich bei den Firmen, dass ich nie eine Rechnung gesehen hätte», so Isabel. «Sogar der Pfänder hat angerufen, er wäre vor der Türe gestanden und ich hätte nicht geöffnet, obwohl er sich sicher war, mich gesehen zu haben.» Im Nachhinein fand Isabel heraus, dass die Klingel absichtlich kaputt gemacht wurde, damit der Pöstler nicht klingeln konnte.

Und ihr Ex kaschierte sein Tun geschickt: «Jeden Morgen hat er mir das Frühstück ans Bett gebracht. Dafür ist er extra um 9 Uhr von seiner Morgentour bei uns vorbeigefahren. Ich habe ihn geliebt! Später hat er zugegeben, dass er nur gekommen ist, um die Post vor mir abzufangen.» Auch die Autonummer habe er ihr unter einem Vorwand abgenommen – um zu verhindern, dass Isabel zum Betreibungsamt fuhr und so herausfinden würde, wie hoch die Schulden sind.

Sie habe ihn dann mit seinem merkwürdigen Tun, den Mahnungen und Betreibungsandrohungen konfrontiert. Seine Antwort: «Er meinte, das wäre ein Fehler der Post, da wir in kurzer Zeit zweimal umgezogen seien.» Auch sonst habe er stets eine plausible Erklärung parat gehabt. «Deshalb hakte ich das Ganze ab, und danach war für einen Moment Ruhe.»

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In der schwierigen Phase fielen der Solothurnerin die Haare aus.

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Nach der Hochzeit ging er zu einer anderen

Aber der Alptraum war damit nicht vorbei: Später musste Isabel feststellen, dass er das ganze Geld, das sie bei den Tanz-Events im Lokal eingenommen hätten, abgezweigt hatte. «Ich brauchte einen Moment, bis ich das rausfand. Er gab dann unter Tränen zu, dass er das Geld nie auf die Bank eingezahlt hatte und mir ein gefälschtes Bankschreiben mit ebenso gefälschter Unterschrift des Bankdirektors unterjubelte.»

Sie habe ihm auch das verziehen. «Ich habe ihn abgöttisch geliebt», erklärt Isabel ihre riesige Nachsicht. «Zudem stand unsere Hochzeit kurz bevor.»

Doch was die 39-Jährige zu diesem Zeitpunkt nicht wusste: Ihr Gatte in spe hatte zu diesem Zeitpunkt längst eine andere. Er fing etwas mit ihrer damaligen besten Freundin an. «Ich war blind vor Liebe und hatte vollstes Vertrauen! Zwei Monate nach dem Ja-Wort hat er mich dann für die andere verlassen», sagt sie traurig.

Die Arbeit im Lokal gab ihr Kraft

Für Isabel brach eine Welt zusammen. Von einem Moment auf den anderen sass sie alleine da, wie geohrfeigt. Alleine, aber mit einem Berg Schulden. Denn: «In seinem Büro fand ich neue Post, die er zurückgehalten hat. Und das, obwohl er versprochen hatte, dies nicht wieder zu tun. Es war alles ein Scherbenhaufen und ich war am Ende!» Isabel wurde der Boden unter den Füssen weggezogen.

Jeden Tag habe sie geglaubt, ihr Leben würde in sich zusammenbrechen. Die Gehörnte rutschte in eine depressive Phase ab. «Ich war von heute auf morgen alleine da. Meine Freunde wollten plötzlich nichts mehr von mir wissen. Meine Haare begannen, auszufallen, ich war nur noch müde. Oft hatte ich den Gedanken, wie es wohl wäre, wenn ich gegen diesen Baum fahren würde? Oder vielleicht gegen diesen?» so die Bäuerin nachdenklich. Dazu der Geld-Druck: Zwei Jahre lang habe sie die Schulden und Betreibungen abgestottert.

Nicht belasten wollte sie in dieser Zeit ihre Tochter. «Sie wäre für mich sicherlich eine Stütze gewesen, wenn ich dies zugelassen hätte. Aber ich wollte sie schützen. Stattdessen habe ich mich zurückgezogen und mich in meine Arbeit vertieft.» Das Lokal habe ihr sehr viel Freude bereitet, all die tollen Leute, die sie an ihren Events besucht hätten. Eine besondere Stütze sei für sie auch Ex-Mister und Ex-Bachelor Tobias Rentsch gewesen. «Er hat mir in diesem Jahr sehr viel geholfen und war auch der einzige, nebst meinen Eltern, dem ich diese Geschichte anvertrauen konnte.» 

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Isabel wollte ihre Tochter mit dem Passierten nicht belasten.

ZVG

Den Ex hasst sie trotz allem nicht

All diese Unterstützung hätte dazu geführt, dass sie der Mut nie verlassen habe. Heute gehe es ihr endlich gut, bilanziert Isabel, die sich seit einem halben Jahr auch voll und ganz auf Freund Reto verlassen kann.

«Ich bin froh, ist diese leidige Geschichte endlich hinter mir.» Ihren Ex habe sie deswegen aber nie gehasst oder ihm gar Schlechtes gewünscht. «Im Gegenteil: Ich war ihm auf eine konfuse Art sogar dankbar, denn er hat wesentlich dazu beigetragen, dass ich heute da bin, wo ich bin – und das ist genau richtig so», findet Isabel. Sie fühle sich jetzt stärker als zuvor.

Die TV-Bekanntheit blickt wieder voller Zuversicht nach vorne. Sie hat ein Projekt mit Mallorca-Entertainerin Silvia Kaufmann an der Luzerner Fasnacht, wo sie im Duett den Song «Konfetti» zum Besten geben will. «Ich liebe es, Stimmung zu machen und gute Laune zu verbreiten! Das hilft mir, diese schwierige Zeit endgültig hinter mir zu lassen.»

Von Tom Wyss am 31.01.2020
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