Whitney Houston † «Du warst die einzige» - Costners bewegende Worte

An der Beerdigung am Samstag sorgte er mit seinen Worten für Gänsehaut. Whitney Houstons Filmpartner Kevin Costner sprach in der Baptistenkirche über seine Beziehung zur verstorbenen Sängerin und über ihre Selbstzweifel.
Knapp 20 Minuten dauerte Kevin Costners Rede, welche er an Whitney Houstons Beerdigung hielt.
© DUKAS Knapp 20 Minuten dauerte Kevin Costners Rede, welche er an Whitney Houstons Beerdigung hielt.

Es war ein besonders bewegender Moment, als Schauspieler Kevin Costner, 57, an  Whitney Houstons, †48, Beerdigung am Samstag zur Trauergemeinde sprach. Der «The Bodyguard»-Darsteller und Filmpartner der Verstorbenen sprach über seine persönliche Beziehung zur Souldiva:

  • «Whitney kehrt heute zurück nach Hause, an den Platz, wo alles begann. Ich fordere uns alle auf, alle im Land und auf der ganzen Welt, unsere Tränen zu trocknen und unsere Trauer hinter uns zu lassen - und vielleicht auch unsere Wut - lange genug, um uns an das Wunder Whitney zu erinnern.»

Er sprach ebenso über ihre gemeinsame Zeit, während sie den Film «The Bodyguard» drehten: 

  • «Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere bat ich sie, an meiner Seite im Film ‹The Bodyguard› zu spielen. Aber es folgte schnell Ernüchterung. Ich wurde darauf aufmerksam gemacht, dass dies ihre erste Rolle sein würde. ‹Man kann auch über eine andere Besetzung nachdenken›, war der Vorschlag. ‹Vielleicht jemand Weisses›. Niemand sagte es je laut, aber es war eine berechtigte Frage. Ich sagte, ich müsse darüber nachdenken. Ich sagte auch, dass mir aufgefallen sei, dass Whitney schwarz war. Doch ich war mir sicher, dass sie die perfekte Besetzung war für das, was wir vor hatten.»

Kevin Costner gewährte Einblick in Whitneys Psyche und ihre Unsicherheiten:

  • «Es hiess, sie sei auf Tour während der Dreharbeiten. Ich fand, in diesem Falle sollten wir ein Jahr lang warten. Das Studio musste meinen Entscheid erst einmal verkraften. Wir entschieden uns zuvor für einen Testdreh. Whitney müsse sich diese Rolle verdienen, hiess es. Am Tag des Drehs hatte Whitney Angst. Der grösste Popstar der Welt war sich nicht sicher, ob er gut genug war. Sie fand nicht, dass sie gut genug aussah. Ich nahm ihre Hand und sagte ihr, dass sie wunderschön sei. Ich sagte ihr, dass ich jeden Schritt mit ihr gehen würde. Aber ich konnte den Zweifel dennoch spüren.»

Dann richtete er das Wort an die verstorbene Whitney: 

  • «Whitney, wenn du mich jetzt hören könntest, würde ich dir sagen, dass du nicht einfach nur gut genug warst. Du warst umwerfend. Viele Männer hätten meinen Part spielen können. Aber du warst wirklich die einzige, welche für die Rolle der Rachel Mirren in Frage kam, da bin ich mir sicher.»

Kevin blieb noch bei Whitneys Hit «I Will Always Love You» und ihrer Musik und sprach zu  Whitneys Tochter Bobbi Kristina:

  • «Die einzigen, die deine Songs singen, sind junge Frauen, welche träumen, eines Tages du zu sein. Somit also zu dir, Bobbi Kristina, und allen anderen, die diesen Traum träumen und denken, sie seien vielleicht nicht gut genug. Ich glaube, Whitney würde euch sagen: ‹Schützt euren Körper, schützt das Wunder eures eigenen Lebens und dann singt aus eurem Herzen›, wissend, dass im Himmel eine Dame ist, bei der sich Gott selbst fragt, wie er etwas so vollkommenes schaffen konnte.»

Schliesslich sein Schlusswort:

  • «Begleitet von einem Heer von Engeln wirst du vor den Allmächtigen treten. Und wenn du vor ihm singen wirst, mach dir keine Sorgen: Es wird gut genug sein.»

Whitney Houston starb am Samstag, 11. Februar 2012, in Beverly Hills in ihrem Hotelzimmer. Die Todesursache ist noch unklar.

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