1. Home
  2. People
  3. Royals
  4. Tragischer Schicksalsschlag für Königin Máxima: Jahresrückblick Royals

Der royale Jahresrückblick: Die Holländer

Tragischer Schicksalsschlag für Königin Máxima

Hochzeiten, Babys, Todesfälle, Schicksalsschläge: Wir blicken zurück und zeigen, was die Königinnen und Könige, Prinzessinnen und Prinzen im Jahr 2018 beschäftigt hat. Im fünften Teil: Königin Máxima der Niederlande und ihr grosser familiärer Verlust.

Maxima Willem-Alexander

Königin Máxima der Niederlande musste 2018 einen besonders schweren Schicksalsschlag verkraften.

Dukas

Eigentlich kennt man sie mit einem breiten Lächeln im Gesicht, immer stilsicher, immer royal. Máxima der Niederlande, 47. Seit sie 2002 ihren Willem-Alexander, 51, heiratete, gehört sie zum europäischen Hochadel. Seit Willem-Alexanders Inthronisation 2013 ist sie gar Königin an der Seite ihres Mannes. Und stellt diesen regelmässig in den Schatten. Kaum ein anderes Mitglied des holländischen Königshofes begeistert die Massen so sehr wie Máxima. Und das nicht nur in den Niederlanden, sondern auch im Ausland.

Im Juni 2018 etwa reiste Máxima in ihrer Funktion als UN-Botschafterin nach Indien. Drei Tage lang setzte sie sich vor Ort für Themen rund um Finanzen und Entwicklung ein. Und hinterliess dabei einen bleibenden Eindruck.

Die Bilder von Máximas Indien-Reise in der Galerie:

Der Tod der Schwester

Nur wenige Tage nach dieser Indien-Reise aber kam die Schocknachricht: Máximas Schwester Inés Zorreguieta wurde in Argentinien, dem Heimatland der Königin, tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Ein Sprecher der argentinischen Botschaft berichtete, dass sich die 33-Jährige wohl das Leben genommen habe. Schon länger, so verschiedene Medienberichte, soll sie an Depressionen und Magersucht gelitten haben.

Inés Zorreguieta

Inés Zorreguieta bei der Taufe der jüngsten Tochter von Königin Máxima Ariane im Jahr 2007.

Dukas

Máxima sagte sofort alle ihre geplanten Auftritte ab und reiste zusammen mit Willem-Alexander nach Buenos Aires, um bei ihrer Familie sein zu können. Mit dabei auch die drei Töchter des Königspaares: Die Prinzessinnen Amalia, 14, Alexia, 13, und Ariane, 11. Besonders tragisch: Inés Zorreguieta war die Patentante der jüngsten Prinzessin Ariane.

Maxima Willem-Alexander Amalia Alexia Ariane

König Willem-Alexander und Königin Máxima mit ihren Töchtern Amalia, Alexia und Ariane (v.l.n.r.).

Gettyimages

Bereits wenige Tage nach dem Tod von Inés Zorreguieta - übrigens eine von sechs Geschwistern von Máxima - fand in der argentinischen Hauptstadt die Beerdigung statt, trotz riesigem Medieninteresse natürlich im privaten Rahmen. Gemäss der Zeitung «La Nación» habe Máxima eine Rede am Grab gehalten und darüber gesprochen, wie sehr sie Inés geliebt habe. Zusammen mit ihren Töchtern habe die Königin die Lieder «This is Love» von Bob Marley und «Knocking’ on Heaven’s Door» von Bob Dylan gesungen.

«Das hat uns sehr geholfen»

Nach diesem Schicksalsschlag zog sich Máxima aus der Öffentlichkeit zurück, ihr Mann Willem-Alexander machte sich ohne seine Frau auf eine bereits zuvor geplante Baltikum-Reise. Während dieser äusserte er sich - als erster aus dem Königshaus - dann auch zum tragischen Vorfall. «Es hat uns sehr mitgenommen. Inés war einzigartig», sagte er vor den Medien in Lettland. Sie hätten sehr viele tröstende Worte erhalten, wofür er und seine Frau sehr dankbar seien. Er nehme diese Reise im Baltikum nun selber in Angriff, ohne dass ihn Máxima wie eigentlich vorgesehen begleite. «Meine Frau ist in Gedanken dabei. Und ich bin in Gedanken bei ihr.»

König Willem-Alexander

Sichtlich gerührt nahm König Willem-Alexander rund eine Woche nach dem Tod von Inés Zorreguieta erstmals Stellung während seiner Reise in Lettland.

Dukas

Tatsächlich waren nicht nur die Gedanken von König Willem-Alexander bei seiner Máxima - sondern jene einer ganzen Nation. Dieser grosse Support war für die beliebte Königin wohl zumindest ein wenig ein Trost. Als sie Ende Juni erstmals wieder einen Termin wahrnahm, war es Máxima dann auch besonders wichtig, sich bei allen zu bedanken. «Ich möchte wirklich einen grossen Dank für die zahlreichen Briefe, Berichte und Beileidsbekundungen aussprechen. Das hat uns sehr geholfen», sagte sie bei einem Besuch eines Krebstherapiezentrums. Und weiter meinte sie in diesem Zusammenhang: «Meine kleine, liebe, begabte Schwester Inés war auch krank. Sie konnte keine Freude mehr finden. Sie konnte nicht genesen. Unser einziger Trost ist, dass sie jetzt endlich Frieden gefunden hat.»

Unterstützung auch von der Mama

Aber nicht nur das Volk stand in dieser schwierigen Zeit der Königin bei, sondern auch ihre eigene Familie. Dies zeigte sich etwa im September. Máxima hatte ihre repräsentativen Pflichten inzwischen wieder aufgenommen. Mit dem Prinzentag - der alljährlichen offiziellen Wiederöffnung des Parlaments in den Den Haag nach dem Sommer - stand nun aber ein besonders wichtiger Termin auf dem Programm, bei dem sich Máxima in edler Robe und mit gewohnt fröhlichem Lächeln präsentierte.

Grund für das Lächeln war dabei wohl auch, dass an diesem Tag Máximas Bruder Juan Zorreguieta, 36, und Mutter Maria del Carmen Cerruti Carricart, 74, mit vor Ort waren. Ein Novum; bisher war die Familie von Máxima meist nur bei Privatanlässen dabei. In diesem schwierigen Jahr aber rückte die ganze Familie enger zusammen.

In der Galerie: Der prunkvolle Auftritt Máximas am Prinzentag

Zweite Schocknachricht?

Rund einen Monat später schien dann definitiv der Alltag eingekehrt zu sein im niederländischen Königshaus. Während eines zweitägigen Aufenthalts in London besuchten Willem-Alexander und Máxima die britischen Monarchen - und Máxima beeindruckte bereits wieder mit ihrer offenen, spontanen und freundlichen Art.

Sehen Sie in der Galerie: Die Bilder von Máximas London-Reise

Aber auch nach dieser Reise - gleich wie nach Indien - folgte nur wenige Tage später eine Schocknachricht. Die Königin musste schon wieder ihre Termine absagen, nun wegen einer Erkrankung. Die Niederländer machten sich erneut Sorgen. Vor allem, weil Máxima ihre Verpflichtungen sonst nur im äussersten Notfall ruhen lässt. Schon bald darauf aber nahm die Monarchin ihre Arbeit wieder auf. Dieses Mal also schien es weniger tragisch zu sein. Zum Glück. Denn auch wenn ihr die Unterstützung ihres Volkes immer sicher sein wird: Ein Schicksalsschlag pro Jahr ist mehr als genug. Vor allem, wenn es ein solch tragischer ist, wie ihn Máxima 2018 erleiden musste.

Lesen Sie im sechsten Teil unseres royalen Jahresrückblicks: Alles zum Streit der Königinnen in Spanien

Von Thomas Bürgisser am 27.12.2018