Wenn die einfachste Lösung nicht erlaubt ist Deshalb geht bei «Shopping Queen» niemand zu H&M

Innerhalb von vier Stunden ein ganzes Outfit inklusive Styling für 500 Euro einzukaufen, so lautet die Herausforderung Woche für Woche für die Kandidatinnen bei «Shopping Queen». Haben Sie sich auch schon gefragt, wieso sich dabei nie eine Teilnehmerin in eine der grossen Modeketten verirrt?
Guido Maria Kretschmer Shopping Queen Vox
© VOX / Andreas Friese

Seit über 1000 Folgen bewertet Modedesigner Guido Maria Kretschmer die Outfits seiner Kandidatinnen bei «Shopping Queen».

Seit über 1000 Folgen schon lockt die VOX-Sendung «Shopping Queen» zehntausende Fans täglich vor den Fernseher. Wenn jeweils fünf Kandidatinnen im Zusammenstellen eines Outfits nach vorgegebenem Motto gegeneinander antreten, fiebern Frauen - und einige Männer - zu Hause mit und amüsieren sich über die Kommentare von Designer Guido Maria Kretschmer, 51. Zum Erfolg der Sendung trägt wohl auch bei, dass sich viele mit den Kandidatinnen identifizieren können. Manchmal muss es schnell gehen und das Budget ist begrenzt. So auch bei «Shooping Queen»: Vier Stunden Zeit für ein Outift inklusive Styling. Budget: 500 Euro.

Während bei diesen Vorgaben unsereins wohl schnell einmal bei einer der grossen Modeketten wie H&M, Mango, Zara und Co. landen würde, betritt nie eine der Shopping-Queen-Kandidatinnen eine dieser internationalen Modehäuser. Dabei wäre diese Lösung doch naheliegend: Neuste Trends, viel Auswahl, günstige Kleidung. Die idealen Wettbewerbsvoraussetzungen also. Fliessen hier einfach zu wenig Werbegelder?

Shopping Queen Guido Maria Kretschmer
© VOX / Constantin Ent.

Anstatt bei den grossen Modeketten kaufen die «Shopping Queen»-Kandidatinnen meist in kleineren Boutiqen ein.

Komplettes Drehverbot

Dies hat sich auch «Très Click» gefragt und hat bei VOX angeklopft. Und die Sache liegt ganz anders. So sind die Kandidatinnen bei der Wahl des Modehauses natürlich absolut frei - mit einer Einschränkung: VOX muss eine Drehgenehmigung haben. Gegenüber dem Onlinemagazin erklärte eine Sprecherin, dass die Produktionsfirma regelmässig bei H&M wie auch Zara nach einer solchen fragten. «Aber leider gibt es von beiden Häusern immer wieder aufs Neue ein komplettes Drehverbot, was wir natürlich akzeptieren müssen.»

Auf den Grund für dieses Drehverbot angesprochen, antwortete H&M, dass man zwar Drehanfragen jeder Art stets im Einzelfall prüfe. Aber: «Wir möchten unseren Kunden stets die bestmögliche Einkaufsatmosphäre bieten und unseren Kollegen die Möglichkeit geben, sich voll und ganz auf unsere Kunden konzentrieren zu können.» So einfach ist die Antwort also. Und vielleicht ist ja diese Einstellung der grossen Modeketten ebenfalls ein Erfolgsfaktor von «Shopping Queen». Wäre ja auch langweilig, wenn man Woche für Woche die gleichen Outfits zu sehen bekäme.

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