«TVOS» Kandidatin Iandara hätte fast Casting geschwänzt

Mit einem französischen Chanson überzeugte Iandara Brobecker am Samstagabend zwei Juroren bei «The Voice of Switzerland» - und wohl einige Fernsehzuschauer. Weshalb die 20-Jährige bei der Castingshow mitmacht und wie sie überhaupt zur Musik kam, sie erzählte es SI online.
Iandara Brobecker singt bei ihrem ersten «TVOS»-Auftritt «La vie en rose» von Edith Piaf. «Bei älteren Liedern hört man alles heraus», erklärt sie. «Stimme und Text kommen viel besser rüber.»
© SRF Iandara Brobecker singt bei ihrem ersten «TVOS»-Auftritt «La vie en rose» von Edith Piaf. «Bei älteren Liedern hört man alles heraus», erklärt sie. «Stimme und Text kommen viel besser rüber.»

Iandara Brobecker, 20, ist froh, dass sie kommende Woche Schulferien hat. Dann ist die Handelsmittelschülerin nicht den neugierigen Blicken ihrer Mitschüler ausgesetzt. Dass am Samstagabend tausende Schweizer ihren ersten Auftritt bei «The Voice of Switzerland» mitverfolgen konnten, ist ihr nicht geheuer, wie sie SI online erzählt: «Das macht mich ganz nervös. Am liebsten würde ich mich verstecken.»

Es war Iandaras Vater, der ihr von dem Casting-Aufruf erzählt und sie zur Anmeldung überredet hat. Als schliesslich die Einladung zum Vorsingen ins Haus in Wangen bei Olten SO flatterte, war sich Iandara plötzlich nicht mehr sicher: «Ich wollte zuerst einfach nicht gehen.»

Mittlerweile ist sie überglücklich, dass sie es doch gewagt hat. Iandaras Interpretation von «La vie en rose» von Edith Piaf überzeugte Coach Marc Sway schnell, und auch Stefanie Heinzmann drehte sich um. Sie sei sich lange nicht sicher gewesen, wen sie als Betreuungsperson wählen sollte. «Dann hat es mich plötzlich zu Marc gezogen.» Obwohl sie ihre Wahl nicht bereut, hat sie für Stefanie Heinzmann nur lobende Worte übrig: «Ich bewundere sie mega! Sie ist als Schweizer Sängerin so erfolgreich und bodenständig. Das mag ich.»

Dass ein berühmter Musiker wie Marc Sway mit ihr an der Stimme arbeitet, macht sie nicht nervös. «Marc ist auch nur ein Mensch, wir unterscheiden uns gar nicht so», ist sich Iandara sicher. Immerhin verbindet die beiden die Leidenschaft für die Musik - und die Herkunft: Denn wie bei Marc Sway stammt auch bei Iandara die Mutter aus Brasilien.

Iandara singt seit ihrer Kindheit: Begonnen hat sie mit Gospelsongs, die sie auch selbst geschrieben hat. Heute versucht sie sich vor allem in den Richtungen Jazz, Blues und Bossa Nova: «Früher waren meine Lieder immer ähnlich und im gleichen Takt, jetzt habe ich dieses Mass auf die Seite getan.» Das Gitarre- und Klavierspielen hat sie sich selbst beigebracht, Schlagzeugunterricht hatte sie acht Jahre lang. «Ich würde nicht sagen, dass ich aus einer musikalischen Familie komme», meint sie. Denn weder ihre Eltern noch die beiden Brüder spielen ein Instrument.

Bisher trat Iandara mit ihrer Musik selten in der Öffentlichkeit auf. Das ändert sich nun durch die Teilnahme bei «TVOS»: «Ich hoffe schon, dass mir die Sendung auch die Möglichkeit gibt, mit der Musik weiterzumachen und vielleicht kleine Auftritte zu haben. Denn ich möchte so sehr singen.»

Weitere Artikel zu «The Voice of Switzerland» finden Sie im Dossier von SI online.

SRF 1 zeigt die Blind Auditions von «The Voice of Switzerland» jeweils mittwochs und samstags um 20.10 Uhr.

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