Gourmetszene trauert um besten Koch der Welt Benoît Violier nahm sich mit 44 Jahren das Leben

Der Chefkoch des Restaurants L'Hôtel de Ville in Crissier VD ist tot. Wie am Sonntagabend bekannt wurde, hat sich Benoît Violier im Alter von 44 Jahren erschossen.
Koch des Jahres 2013 Benoit Violier
© zvg

Benoît Violier hinterlässt Ehefrau Brigitte, 44, und Sohn Romain, 12.

Seit 2012 sorgte Benoît Violier im L'Hôtel de Ville für Gaumenfreuden, 2013 wurde er vom Gourmetführer GaultMillau zum «Koch des Jahres» gekrönt und 2015 gilt sein Restaurant in Crissier VD als eines der besten der Welt. Jetzt setzte der Starkoch seiner ausserordentlichen Karriere ein Ende, wie die Polizei am Sonntagabend mitteilte: «Benoît Violier wurde leblos in seinem Haus in Crissier gefunden. Es handelt sich um Suizid.» Mit einer Schusswaffe hat sich der 44-Jährige das Leben genommen.

Die Meldung trifft die Gourmetwelt wie ein Schlag. Via Twitter melden sich Starköche wie Paul Bocuse mit Beileidsbekundungen zu Wort:


Auch die Chefin des Beau-Rivage in Lausanne, Anne-Sophie Pic zeigt sich erschüttert:
 


GaultMillau-Chefredaktor Urs Heller reagiert via Blick.ch auf die traurige Meldung. Crissier trage immer wieder Trauer: «Franziska Rochat-Moser, Philippe Rochat, Benoît Violier - sie alle haben uns völlig unerwartet verlassen; über Crissier liegt ein Fluch.» Der gebürtige Franzose hatte den Chefposten im L'Hôtel de Ville von Starkoch Philippe Rochat übernommen, der letztes Jahr bei einem Velounfall ums Leben gekommen war.

Am Montag gibt die französische Gourmet-Bibel bekannt, welche Restaurants dieses Jahr Sterne bekommt. Laut Berichten hätte auch Violier beim Anlass in Paris sein sollen. Warum sich der Ehemann und Vater eines Sohnes das Leben genommen hat, ist nicht bekannt.

Sehen Sie im Video-Interview mit GaultMillau, wie Benoît Violier 2013 über seine grosse Leidenschaft das Kochen sprach:


 

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