Nik Hartmann Er will kein Mitleid für Söhnchen Melchior

Nach der Geburt von Melchior im März 2009 hadert Nick Hartmann nur einen kurzen Moment lang mit seinem Schicksal. Zwar erwartet der «Jeder Rappen zählt»-Moderator Toleranz und Verständnis für seinen behinderten Sohn, doch will er um nichts in der Welt bemitleidet werden. Die «Schweizer Illustrierte» hat Familie Hartmann zu Hause besucht.

Er werde oft gefragt, wie es seinem dreijährigen Buben gehe, erzählt Nik Hartmann, 40, beim Guetslibacken mit der «Schweizer Illustrierten». Doch die Frage hätte er so nicht verdient. «Melchior geht es hervorragend. Er ist behindert, nicht krank.» Ausserdem nimmt er auf seine Art und Weise wahr, dass er voll ins Familienleben integriert wird. 

Wenn er mal wieder nicht essen möchte, muss Mama Carla, in die Trickkiste greifen. Dann setzt die studierte Juristin dem jüngsten ihrer drei Söhne Kopfhörer auf. «Adrian Stern ist sein Favorit», erzählt sie. Melchior reagiert sofort auf die Musik, wiegt zufrieden seinen Kopf hin und her und beginnt zu essen. 

Ob Melchior laufen und reden lernt, weiss niemand. «Aber er kann eine heilpädagogische Institution besuchen, und auch unsere Familien sind immer für ihn da», sagt Nik. «Wir lieben ‹Melk› über alles und wollen weder bewundert noch bedauert werden.» 

Die intensive Zeit mit ihren drei Kindern Constantin, 10, Frederik, 7, und Melchior ist für Nik und seine Frau Carla kein Problem. Sie sind seit 21 Jahren ein Paar und haben ihre Rollenverteilung längst perfektioniert. «Bei Projekten wie ‹Jeder Rappen zählt› unterstütze ich Nik von Herzen, weil ich sie selber super finde.» Und kaum sei er wieder zu Hause, gebe er an ihrer Seite Vollgas, erzählt die Dreifach-Mutter. Sie ist ohnehin nicht aus der Ruhe zu bringen. «Sie ist eine Super-Frau», sagt Nik stolz. Sie sei gerne daheim und ihre Aufgabe findet sie wirklich cool, sagt Carla. Stress? «Nein. Wenn man ein Kind hat, braucht man Hilfe. Mit zwei schafft man es alleine, und mit drei hat man eine Hand, um anderen zu helfen.» 

Lesen Sie die ganze Geschichte über Nik Hartmann und seine Familie in der aktuellen Ausgabe der «Schweizer Illustrierten» Nr. 49 vom 3. Dezember 2012 oder auf dem iPad. 

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