Die exklusiven Bilder Linda Fähs Traumhochzeit am Comersee

Von der Schönheitskönigin zur Prinzessin: Am Comersee hat Sängerin Linda Fäh ihren Traumprinzen Marco geheiratet. Eine Märchenhochzeit, die beinahe ins Wasser fiel.

Der Albtraum jeder Braut scheint Realität zu werden. Den ganzen Tag herrscht eitel Sonnenschein, doch ausgerechnet während der Hochzeitszeremonie ziehen unerwartet dunkle Wolken am Comersee auf. Dabei haben sich Linda Fäh, 29, und Marco Dätwyler, 33, extra für einen Ort im Süden entschieden. Ferienfeeling und Wettersicherheit – das war ihnen für ihr Hochzeitsfest wichtig.

Als das Paar nach der Zeremonie zu Bruno Mars’ «Just the Way You Are» an den Gästen vorbeischreitet, fallen erste Tropfen vom Himmel. Hand in Hand rennen die Frischvermählten los. «Der Zeitpunkt war perfekt! Ein Segen von oben!», sagt die strahlende Braut im Trockenen der Villa Carlotta. «Das war so lustig!»

«Das schönste Kleid, das ich je gesehen habe»

Viel Wasser ist schon am Vormittag geflossen – in Form von Tränen. Um acht Uhr muss Bräutigam Marco raus aus der gemeinsamen Suite! Die fünf Brautjungfern der Schlagersängerin übernehmen jetzt in ihren Blumenkimonos. Mit dabei: eine Flasche Sekt. Ihre Schwester Sina, 25, ist Trauzeugin und übergibt Linda eine geborgte Fusskette. Etwas Altes hat Linda selber mitgebracht – Unterwäsche, die soll gemäss Internetrecherchen Glück bringen.

Und dann kommt Designerin Lisbeth Egli mit etwas Neuem: dem Brautkleid! Über ein halbes Jahr haben die Designerin und die Miss Schweiz 2009 gemeinsam an diesem Prinzessinnen-Traum gearbeitet, Stickereien ausgesucht, Änderungen vorgenommen. «Es ist das schönste Kleid, das ich je gesehen habe. Lisbeth schafft einfach alles!», schwärmt Linda. Mami Brigitte, 63, schliesst den Reissverschluss. Zu allen Anproben begleitete sie ihre Tochter. «Dies mit meinem Mami zu teilen, fand ich sehr schön.» 

Der grosse Augenblick!

Als Papa Franzruedi Fäh, 64, seine Tochter zum ersten Mal im Brautkleid sieht, übermannen ihn die Emotionen. Was beide noch nicht wissen: Später bei seiner Tischrede werden noch mehr Tränen fliessen, wenn er sagt, dass er «mit Marco einen zweiten Sohn erhalten hat». Um 15.30 Uhr ist der Moment da, auf den Linda und Marco seit Monaten hinfieberten. Vergessen ist all der Vorbereitungsstress, den vor allem Linda durchlebte – inklusive «ein paar Nervenzusammenbrüchen», wie sie später lachend gesteht.

Zu Yirumas Pianostück «River Flows in You» schreitet sie am Arm ihres Vaters ihrem Zukünftigen entgegen.

Zu demselben Lied hatte Marco 2014 auf Maui in Hawaii um Lindas Hand angehalten. «Als ich sie im Hochzeitskleid sah, vergass ich alle Gäste und alles rundherum. Ich fühlte mich wie in einem Tunnel, und am anderen Ende war nur Linda.» 

Linda überrascht ihren Liebsten

Ganz auf Traditionen wollten beide bei ihrer Zeremonie nicht verzichten. So wollte der Bräutigam seine Braut «auf gar keinen Fall» vor der Trauung sehen. Und Linda war es als Katholikin wichtig, dass sie mit Pfarrer und Gottes Segen heiraten. Die Ringe wollten sie unbedingt erst an diesem Tag und nicht schon am 2. Juni auf dem Standesamt tragen – schliesslich ist der «1. 7. 17» ein tolles Datum. 

Nach dem Tausch der Ringe läuft die Trauung plötzlich nicht mehr nach Plan. Zumindest nicht für Marco. Linda hat heimlich einen Song von Bryan Adams gegen das Lied «Ja» ausgewechselt – ein von ihr extra für Marco komponiertes Stück. «Da musste ich doch ein paar Tränen wegwischen», gesteht er. «Ich habe Linda immer wieder damit aufgezogen, dass sie auch mal ein Lied für mich schreiben könnte.»

Wie alles angefangen hat

Das Paar befindet sich im verflixten siebten Jahr. Der Ort ihres Kennenlernens steht im Kontrast zur heutigen romantischen Lokalität. Beim Après-Ski im «Kuhstall – Home of Wahnsinn» im österreichischen Ischgl lernen sich die ausgebildete KV-Angstellte und der Kundenservice-Leiter am 31. Dezember 2010 durch zwei verbandelte Freunde kennen.

Von Beginn weg verstehen sie sich gut, gehen natürlich und ehrlich miteinander um. «Seither haben wir echt viel Spass zusammen», sagt er. «Ja, du bringst mich jeden Tag zum Lachen. Aber du neckst mich auch jeden Tag», kontert sie.

Liebe, Respekt, Freiraum, Unterstützung, Vertrauen und Kommunikation sehen beide als die Grundpfeiler ihrer Beziehung. «Wir heiraten, weil wir das Leben gemeinsam verbringen und eine tiefere Bindung eingehen möchten», sagt sie. «Und wir wollen auch nicht, dass sich gleich alles ändert», sagt er. In einigen Jahren, da sind sie sich einig, möchten sie eine Familie gründen. 

Ein Hochzeitstanz voller Tücken

Zukunftsmusik! Zurück in die Gegenwart und zum Fest in der Villa Monastero Pax. Langsam nähert sich ein zweiter Albtraum. Den des Bräutigams. «Ich hasse tanzen» – «Und ich hasse, dass du es hasst», erwidert Linda. Wenn schon ein Hochzeitstanz, dann ein richtiger, lautete seine Devise. Gemeinsam dachten sie sich deshalb eine Geschichte aus und stellten dazu acht Lieder, angefangen bei «Dirty Dancing» über Michael Jackson bis «Gangnam Style» zusammen. Die fünfminütige Choreografie dazu studierten sie mit einem Tanzprofi ein. Seit April nötigte Linda ihren Liebsten mit Proben.

Und dann lautet das Fazit um Mitternacht: «Linda hat versagt!» Beide lachen. Die falsche Mix-Version, die eineinhalb Stunden Verspätung plus der geflossene Alkohol brachten die Braut bei der Darbietung aus dem Takt. Linda: «Das ist wohl die Retourkutsche dafür, dass ich dich ein halbes Jahr gefoltert habe.» Immerhin: Für die Gäste ist der Hochzeitstanz perfekt.

Ab in die Flitterwochen

Frühmorgens erst endet ihr schönster Tag. «Unbezahlbar, grossartig, unglaublich. Ich finde fast keine Worte», sagt die Braut. «Unsere Gäste haben uns von Anfang gefeiert und getragen.» Doch jetzt ist Schlafen und ein Griff in ihre Give-aways angesagt. Diese hat das Brautpaar für seine Gäste wohlweislich für den Kater danach zusammengestellt: Kaugummis, Traubenzucker, Jean-d’Ar-cel-Gel, Schoggi und natürlich Alka-Seltzer! 

Von ihrem «Katertief» erholen sich Frau Fäh und Herr Dätwyler – sie hat ihren Namen behalten – in den USA und auf Aruba, wo sie drei Wochen flittern. Dort wollen sie am Strand den Hochzeitstanz nochmals versuchen – das plant zumindest die Ehefrau. 

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