André Reithebuch Kilimandscharo-Mission gestartet - ohne Freundin

Am Sonntag ging es erneut los in Richtung Afrika. Zwar ohne seine neue Flamme, dafür mit zehn anderen Abenteurern. Am 11.11.11 um 11.11 Uhr will André Reithebuch mit seiner Gruppe auf dem Gipfel des Kilimandscharo sein. Ein schwieriges Unterfangen. Zu schwierig, wie der Ex-Mister-Schweiz SI online verrät.

Gerade erst hat sich André Reithebuch, 25, bis über beide Ohren verliebt. Simone heisst seine Freundin, mit der er seit einem Zumba-Camp auf Mallorca Mitte Oktober zusammen ist. Jetzt musste sich der Mister Schweiz des Jahres 2009 bereits zum ersten Mal von seiner neuen Liebe verabschieden. Obwohl auch sie gerne wandert - die beiden lernten sich bei einer Bergtour kennen -, wird sie ihn auf seiner Reise auf den Kilimandscharo nicht begleiten. «So kurzfristig konnte sie einfach nicht frei nehmen», bedauert Reithebuch gegenüber SI online. Am Sonntagabend flog der Glarner mit seiner Reisegruppe und einem weiteren Führer ab. 

Am Dienstag nimmt die Truppe den beschwerlichen Aufstieg unter die Füsse - bis 5895 Meter über Meer. Ziel ist, pünktlich zum Fasnachtsbeginn, am 11. November 2011 um 11.11 Uhr morgens, oben zu sein. Eine schöne Schnappszahl, leider kaum realisierbar, wie Reithebuch zugibt. «Es wäre schlecht, wenn wir erst dann auf dem Gipfel wären.» Wichtig sei, dass für den kräfteraubenden Abstieg - 1200 Höhenmeter bis zur ersten Zwischenstation - genügend Zeit bleibe. «Wir werden deshalb bereits am Freitagmorgen um 7 Uhr oben sein, die Umgebung etwa eine Stunde geniessen und uns dann bereits wieder auf den Weg hinunter machen.»

Reithebuchs grösste Hoffnung ist, dass alle seine zehn Schäfchen den Gipfel bezwingen werden. «Und vor allem gesund.» Das schlimmste, das passieren könne, sei ein Höhen-Ödem. «Aber die Leute vor Ort sind sehr gut ausgebildet für einen solchen Fall.» Angst sei der falsche Begleiter, weiss Reithebuch. «Respekt muss man aber haben.» Im Gegensatz zu seinem letzten Kilimandscharo-Aufstieg mit Mister-Schweiz-Kollege Jan Bühlmann, 24, will er das Abenteuer nun bewusster geniessen. «Wir sind eine kleinere Gruppe als noch beim letzten Mal, zudem haben wir jetzt keine Medien dabei.»

Zeit, um danach noch weitere Sehenswürdigkeiten in Afrika zu besichtigen, bleibt diesmal aber nicht. Die Arbeit ruft: Schon am Dienstag wird Reithebuch wieder in seiner Arbeiter-Kluft in seinem Geschäft erwartet. Vor dem Wintereinbruch sei noch viel zu tun, erklärt der gelernte Zimmermann.

Das merkt auch seine neue Freundin. Im Moment habe er nicht viel Zeit für sie, beklagt Reithebuch. «Aber sie kann zum Glück gut damit umgehen.» Bereits im Februar steht seine nächste Kilimandscharo-Expedition an - und dann soll Simone mitkommen.

 

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