Familie rätselt ein Jahr nach seinem Tod Wo ist bloss Polos Asche?

Heute Sonntag jährt sich der Todestag von Mundart-Legende Polo Hofer. In der Familie schwelt immer noch ein übler Streit.
«Wenn ich daran denke, wie froh ich früher jeweils war, dass es Wände gibt, wo man sich anlehnen kann, wenn es zu fest dreht», sagt Polo Hofer in einem Interview.
© Philippe Rossier

Die Mundartlegende verstarb heute vor einem Jahr.

Ist Polo Hofers Seele zur Ruhe gekommen? Das fragt sich sein Bruder Beat «Fisch» Hofer auch noch ein Jahr nach dem Ableben des berühmten Mundart-Musikers. «Ich weiss immer noch nicht, wo Polo seine letzte Ruhe gefunden hat», sagt der 68-Jährige gegenüber dem «Sonntagsblick».

Eine, die es sicher weiss, ist Polos Witwe Alice Hofer, 58. Doch sie schweigt sich aus, war weder für den «Sonntagsblick» noch für SI online zu erreichen. Was ist bloss mit Polos Asche passiert?

 

Polo wollte auf dem Niesen ruhen

Der Sänger selbst habe sich gewünscht, dass seine Überreste in einer Rakete vom Niesen geschossen wird, behauptet Bruder Beat. Ob Alice diesem Wunsch jemals nachkam, bleibt wohl nicht nur für ihn offen. Denn die Witwe pflegte nach Hofers Tod auch zu den anderen Verwandten kein gutes Verhältnis.

In einer Todesanzeige schrieben Angehörige damals in der «Berner Zeitung»: «Die Bestattung ist offenbar in aller Stille erfolgt.» Unterzeichnet haben die Anzeige Polos Brüder Beat, Hausi, 71, und Daniel, 62, deren Partnerinnen und Kinder sowie Polos Adoptivsohn Oliver und dessen Frau. Von Alices Name weit und breit nichts zu lesen.

Die Todesanzeige von Polo Hofer erschien am Donnerstag
© Berner Zeitung

Auf der Danksagung sind alle Brüder Polos und der Adoptivsohn Polo Hofers, Oliver, aufgeführt. Witwe Alice fehlt.

Zudem verlangte im Herbst mindestens ein Erbe ein öffentliches Inventar. Dies dient üblicherweise der klaren Aufstellung der Vermögensverhältnisse des Verstorbenen. Angehörige können dann besser entscheiden, ob sie ein Erbe ausschlagen wollen oder nicht. Im Fall von Polo Hofer wohl ein Zeichen mehr, dass seine Familie untereinander nicht offen kommuniziert.

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