«Das Ganze hat mich wahnsinnig beschäftigt» René Rindlisbacher hat seinen Unfall nur schwer verdaut

Vor acht Monaten baute Komiker René Rindlisbacher unter Alkoholeinfluss einen Autounfall. Jetzt spricht er darüber, wie der Crash ihn verändert hat.
Hat einen angeborenen Herzfehler: Komiker und Moderator René Rindlisbacher.
© SRF/Daniel Winkler

René Rindlisbacher baute im März 2018 einen Autounfall und verletzte dabei zwei Insassen eines anderen Fahrzeugs schwer.

Die letzten Monate waren nicht leicht für René Rindlisbacher: Sein Autounfall vom 26. März 2018 warf den Ex-Schmirinski-Star aus der Bahn. Der TV-Mann hatte sich an jenem Abend mit 0,9 Promille im Blut ans Steuer gesetzt und war mit einem entgegenkommenden Auto kollidiert. Dabei wurde Rindlisbacher selbst sowie zwei Insassen des anderen Fahrzeugs verletzt. Den 55-jährigen Komiker hat dieses Ereignis stark mitgenommen, wie er heute im Interview mit «Sonntagsblick» sagt:

«Das Ganze hat mich wahnsinnig beschäftigt, über eine längere Zeitdauer.» Es sei nicht nur der Unfall an sich gewesen, so Rindlisbacher. «Dass ich Mist gebaut hatte, war klar, und es war verantwortungslos. Aber es ist mir eingefahren, weil ich merkte, wie schnell etwas passieren kann.»

Doch ich hatte starke Bedenken, sollte man mich in der Öffentlichkeit ein Bier trinken sehen

Nach diesem Schockerlebnis hat er sich ernsthaft Gedanken über sein Trinkverhalten gemacht. Der Komiker fürchtete nach dem Crash mit Alkohol am Steuer die Reaktionen der Bevölkerung: «Ich begann, mich sehr zurückzuziehen. Immer wieder lehnte ich Einladungen ab, hätte an Dutzende Feste gehen können. Doch ich hatte starke Bedenken, sollte man mich in der Öffentlichkeit ein Bier trinken sehen.» Das habe er nicht riskieren wollen, so der Kabarettist. «Es hätte in den Köpfen der Leute nur falsche Assoziationen ausgelöst.»

«Ich habe begonnen, alles viel bewusster zu erleben»

Der Unfall hat Rindlisbachers als Person verändert: «Ich habe begonnen, Dinge anders anzuschauen. Gelassener. Das Geschehene hat mich quasi heruntergeholt und mir eine innere Ruhe verliehen, die ich in diesem Ausmass vorher nicht hatte. Ich habe begonnen, alles viel bewusster zu erleben.»

Mit den beiden Unfall-Opfern hat er keine Differenzen. «Ich hatte direkt nach dem Unfall schnell den Kontakt gesucht. Und weil es für uns alle glimpflich ausging, gingen wir auch im Guten auseinander.» Er will ihnen auf jeden Fall etwas Gutes tun: «Ich lade sie dann zur Premiere unseres neuen Programms ein.»

Neu als Vater-Tochter-Gespann unterwegs

René Rindlisbacher geht nächstes Jahr mit seiner Tochter Laura, 25, auf Tour. Die Premiere von «Oh nein, Papa» ist für den 16. März 2019 in Affoltern am Albis ZH festgelegt.

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