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  4. Beauty-Trend Clean Skincare: Was ist das eigentlich?

Der vielleicht beste Skincare-Trend aller Zeiten

Was ist eigentlich Clean Beauty?

Neben all der grünen, veganen und nachhaltigen Kosmetik gibt es nun einen neuen, vielversprechenden Stern am Beauty-Himmel. Welcher das ist und wieso wir diesen Trend keineswegs ignorieren sollten? Wir klären auf.

Close up studio shot of a beautiful woman with perfect skin, she touching her face

Warum wir im Gesicht jetzt alle dringend clean werden sollten?

Getty Images

Wenn es um Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein in der Beautyindustrie geht, muss man sich schnell eingestehen, dass dort viel Luft nach oben ist. Noch immer stehen bei der Produktion von Cremes, Shampoos und Make-up, nämlich Plastikverpackungen, bedenkliche Inhaltsstoffe und Tierversuche an der Tagesordnung. Und für den Endverbraucher ist es oft gar nicht vollständig ersichtlich, was da eigentlich genau im Warenkorb landet und vor allem wieviel Leid und Gefahr damit eventuell verknüpft ist. Selbst wenn «vegan» oder «bio» draufsteht, können wir uns letztendlich nicht wirklich sicher sein, ob der erworbene Artikel tatsächlich unbedenklich ist.  

Das neue Zauberwort auf der Suche nach Beauty-Produkten, die weder uns noch unserer Umwelt schaden, lautet «Clean Cosmetics». Ob bei Beautybloggern in Magazinen oder in der Werbung – gefühlt stolpern wird derzeit überall über diesen neuen, vielversprechenden Begriff.

Was ist Clean Beauty?

Gerade, weil sie plötzlich überall aufploppen und jeder sie haben will, ist es wichtig, über Trends aufzuklären und zu lernen, was man sich da eigentlich genau auf die Haut schmiert, klopft und tupft. Cleane, also saubere Produkte, sind solche, die weder uns noch der Umwelt schaden. Heisst: sie sind vegan, verzichten auf schädliche Inhaltsstoffe wie ätherische Öle, Alkohole, Parabene, Silikone, chemisches Sonnenschutzmittel, Duftstoffe, Farbstoffe etc. und tun in erster Linie unserer Haut gut.

Der Unterschied zwischen grüner und cleaner Kosmetik

Im Unterschied zur Biokosmetik, setzt der «saubere Trend», der ursprünglich aus den USA stammt, nicht zwingend auf 100% natürliche Inhaltsstoffe. In den Produkten können durchaus synthetische Stoffe gefunden werden – solange die als sicher (schaden weder Mensch, Tier oder Umwelt) und wirksam gelten. Im Gegensatz dazu verpflichten sich Öko-Brands nicht dafür, dass deren Artikel zu 100% gut für unsere Haut sind. Nach all dem Greenwashing sollten wir uns nämlich unbedingt bewusst machen, dass grün nicht gleich wirksam, ungefährlich oder tierversuchsfrei bedeutet.

Das Problem

Zwischen all den Öko-Siegeln gibt es bislang noch keins, das etwa eine Creme mit dem Stempel «clean» versieht. Wenn ein Brand also auf die Trendwelle aufhopsen möchte, kann er dies ohne festgelegte Auflagen tun.

Das können wir machen, um «clean» zu werden

Ob nun gelabelt oder nicht, es gibt cleane Beauty-Produkte auf dem Markt. Und nicht gerade wenig. Um herauszufinden, welche das sind, ohne auf falsche Marketing-Versprechen reinzufallen, müssen wir zunächst lernen, die Inhaltsstoff-Listen zu lesen. Das ist bei all dem chemischen Fachgesimple nämlich gar nicht mal so leicht. Was wir uns unbedingt auf die Fahne schreiben sollten: Parfüm, Parabene, Phthalate, SLS, SLES, Formaldehyd, Mineröl, Blei oder Alkohole sind böse – für uns, für die Umwelt, für alle. Also Finger weg. Was hingegen total okay und clean ist, sind Konservierungsstoffe. Wenn also Capryloylglycin, Undecylenoyl-Glycin oder Natriumbenzoat auf der Verpackung stehen, ist das gar nicht so schlimm, wie es zunächst aussieht.

Wer der Umwelt etwas Gutes tun möchte und vor allem selbst auch davon profitieren will, der setzt in Zukunft also auf cleane Kosmetik – auch ohne entsprechendes Label.

Cleane Beauty-Produkte von uns – für euch gesucht:

Von Denise Kühn am 12.10.2019