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  4. Chanel Logo: Diese überraschende Geschichte steckt dahinter

Wer hats erfunden?

Das ist Chanels am besten gehütetes Geheimnis

Knöpfe, Verschlüsse und Anhänger – ein schneller Blick reicht. Ist das charakteristische Doppel-C drauf, ist jedem klar: Das Teil ist von Chanel. Woher Coco die Idee für ihr Markenzeichen hatte, weiss hingegen kaum jemand.

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Die zwei verschlungenen Cs von Chanel sind weltbekannt.

Getty Images

Es dauert nur Sekunden, um auf der Strasse eine Tasche von Chanel zu erkennen. Ein Blick auf die Schliesse mit dem typischen, verschlungenen Doppel-C und die Sache ist klar. Nicht so klar hingegen: Wenn man ganz ehrlich ist, dann ist das vielleicht bekannteste Fashion-Logo der Welt geklaut. Puh. Jetzt ist es raus.

Okay okay, ganz so dramatisch, wie das jetzt rüberkommen mag, ist es nicht. Gabriele «Coco» Chanel hat das Logo 1925 schon gewissermassen selbst entworfen. Den eigenen Spitz- und Nachnamen zu nehmen und einen der beiden Buchstaben zu spiegeln, ist jetzt auch nicht die bahnbrechendste Idee aller Zeiten. Nach 15 Jahren – so lange dauerte es nämlich, bis das Logo stand – kann man da schon mal drauf kommen. Trotzdem brauchte es erst einen ganz bestimmten, visuellen Input:

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Bis heute ziert das Fenster das Château de Crémat in Nizza.

chateaucremat.com

Na, Ähnlichkeit erkannt? Das doppelte C im Fenster gehört zum Château de Crémat in Nizza. Das war damals im Besitz von Coco Chanels schwerreicher und sehr guten Freundin Irene Bretz, die das Anwesen nutzte, um jede Menge Parties für die Schönen und Reichen zu schmeissen. Und es scheint, als ob die Modedesignerin, während sie so durch die Gänge lief, plötzlich eine Erleuchtung hatte.

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Das Wappen, zusammen mit den Initialien vom Château de Crémat.

chateaucremat.com

Alles nur Zufall? Mhh, schwierig. Selbst das Modehaus hat das Fenster im Schloss als sehr wahrscheinliche Inspiration von Coco Chanel angegeben. Aber was sollen wir sagen, dem Erfolg (und Wiedererkennungswert) von Chanel hat das alles keinen Abbruch getan. Man muss das Rad ja auch nicht jedes Mal neu erfinden.

Von Malin Mueller am 18.09.2019
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