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Fühlte sich im Bikini unsicher

Demi Moore designt jetzt eigene Bademode

Demi Moore hat eine eigene Swimwear-Kollektion entworfen, die sich eher an Vintage-Stücken orientiert, als viel Haut zu zeigen. Die Schauspielerin erklärte, dass sie sich von den Unsicherheiten vieler Frauen inspirieren liess – auch von ihren eigenen.

Demi Moore mit ihrer Bademode

Demi Moore fühlte sich unsicher in Bademode

Instagram/andieswim

«Oh, wie ich bedaure, den Bikini nicht das ganze Jahr durch getragen zu haben, als ich 26 Jahre alt war. Alle Jungen, die das jetzt lesen, zieht einen an und zieht ihn nie wieder aus, bis ihr 34 seid». Das schreibt Nora Ephron in ihrem Buch «I Feel Bad About My Neck: And Other Thoughts on Being a Woman». Frei übersetzt besagt der Titel: Gedanken übers Frausein beinhalten unter anderem, dass man ihnen das Altern am Hals ansieht. Und das Bedauern, seine Bikini-Jahre nicht ausgenutzt zu haben, gehört offensichtlich auch dazu. Denn irgendwann ist alles nicht mehr so straff, wie es mal war. Gemäss Ephron ist es dann zu spät, einen Bikini zu tragen. Schauspielerin Demi Moore zeigt und verkörpert den Gegenbeweis.

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Die 59-Jährige hat gemeinsam mit dem Bademoden-Label Andie eine neue Kollektion herausgebracht. Mit dem US-Magazin «People» sprach sie über ihre Einstellung zu Bikinis und Badeanzügen, ihre liebsten Modelle und ihren Umgang mit Unsicherheiten. Es hätte sie inspiriert, darüber nachzudenken, bei welchen Bereichen ihres Körpers Frauen besonders sensibel wären, «ob es ihr Bauch ist oder ein anderer Part ihres Körpers», erzählt Moore. «Sie wollen nicht matronenhaft aussehen oder sich nicht sexy oder nicht begehrenswert fühlen.» Die Vorstellung, dass Frauen mit zunehmendem Alter weniger begehrenswert seien, sei auch in ihrem Kopf gewesen – ändere sich nun aber.

Vintage-Stücke waren ihr Vorbild

Die Bademode der letzten Jahre hat mit extrem hohen Beinausschnitten und Mini-Bikinis besonders viel Haut gezeigt. «Ich begann darüber nachzudenken, wie Modelle, die kaum Stoff hatten, die vergangenen Jahren dominiert haben», so Moore. In ihrer Kollektion konzentriert sich die Schauspielerin nun mehr auf Badeanzüge im Vintage-Style, deren Eleganz und Glamour sie liebe. Ihre Kollektion zeigt Moore in einem Fotoshooting auch an ihrem eigenen Körper.

Das habe sie einige Überwindung gekostet, wie die Schauspielerin zugibt. «Ich gehöre wahrscheinlich in die Kategorie der Frauen, die nicht am meisten Selbstvertrauen in Bezug auf ihren Körper haben», so Moore. Dieser Teil von ihr sei «extrem verletzlich» gewesen. Sie hätte sich während des Shootings aber unterstützt und ermutigt gefühlt, was nicht zuletzt an ihren eigenen Modellen gelegen haben dürfte. «Ich hoffe wirklich, dass sie Frauen Selbstvertrauen geben.»

Es gibt Dinge, für die ist man irgendwann zu alt

… und das ist auch gut so, wenn man sich danach fühlt. Das bedeutet nämlich, dass man nicht mehr jeden Trend mitmachen muss. Man kann sich zum Beispiel, wenn alle wie wild Tiktok-Videos drehen, auch einfach mal zurücklehnen und sagen: Das sollen jetzt die machen. Man muss nicht mehr jedes Wochenende bis früh morgens in einem Club rumstolpern. Jedes zweite reicht auch noch. Man kann sich gemütlich ausrollen lassen und muss nicht mehr strampeln wie ein*e Irre*r. Wichtig ist einfach: Dass man selbst definieren kann, ab wann das soweit ist.

«30 ist das neue 20» oder «50 das neue 30» oder wie die Schlagzeilen auch immer lauten. Das soll alle ermutigen, im Sinne von: «Gar nicht schlimm, dass du diese Grenze überschritten hast, wir haben sie nämlich neu definiert». Man sollte vielmehr hinterfragen, warum es diese Grenzen überhaupt gibt? Was soll denn «das» 30 sein? Und vielleicht wollen viele 30-Jährige ja auch gar nicht mehr wie 20 sein müssen. Natürlich gibt es ein paar unumstössliche biologische Grenzen, aber bis wann wir einen Bikini tragen sollen, steht mit Sicherheit nicht in den Genen. Weiss und beweist nun auch Demi. Bald wird es allen klar sein.

Von spot und Style am 14. Juli 2022 - 12:00 Uhr
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