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Wie gehts richtig?

Der blitzblanke Weisse-Wäsche-Guide

Unschuld. Das Vollkommene. Neubeginn. Reinheit. Die Nichtfarbe Weiss ist in unserem Kulturkreis durchweg positiv besetzt. Auch was unsere Klamotten angeht gilt: Grauschleier trübt unser Wäsche-Glück. Folgende Wasch-Tipps bringen nicht nur Textilien zum Strahlen. Der helle Wahnsinn!

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Eine weisse Weste beim Waschen?

Getty Images/EyeEm

Es war einmal ... ein weisses T-Shirt. Das wurde gern getragen. Als blütenreines Basic zur Jeans, als Wärmepolster umterm Pullover, als Layering-Komponente unter der Weste. Es arbeitete hart, befand sich im Dauereinsatz, liess sich nur ab und an von seinem Bruder, dem Hemd, ablösen. Und wie es eben so ist, wenn man sich so richtig ins Zeug legt: Das hinterlässt Spuren. Das Deo frass sich unter die Achseln, das ständige Waschen raubte ihm die Strahlkraft. Wird man älter, wird man grau. So ist das eben.
Moment! Nicht ganz: Beim Waschen setzen sich stets kleinste Schmutzteilchen im Gewebe fest. Schlechte oder zu gering dosierte Waschmittel halten losen Dreck nur mässig in der Waschlauge. So kann er sich erneut auf die Fasern unserer Wäsche legen anstatt mit dem Spülwasser abzufliessen. Je mehr Schmutz sich nach und nach auf den weissen Kleidern ablagert, desto stärker wird der Grauschleier. Manchmal passiert das schon nach wenigen Waschgängen. Weitere Übeltäter: Buntes in der Trommel tönt Weisses pastellfarben oder eben … grau.
Also: Wie wäscht man weisse Wäsche richtig?

Sortiert euch – und eure Wäsche

Oberstes Credo und die Basis jedes guten Waschweibs: Weisses darf nur mit Weissem (oder sehr Hellem) in die Trommel! Stark Verschmutztes oder gar Öliges und Schmieriges bitte separat waschen.

Die Qual der Waschmittel-Wahl

Ein gutes Vollwaschmittelpulver ist Gold, also strahlendes Weiss, wert – unter der Voraussetzung, dass die Struktur der Wäsche auch wirklich dafür geeignet ist. Wolle und Seide möchten eine andere Pflege als Baumwolle. Generell gilt: Mit Tensiden und Enzymen angereichert zaubert Vollwaschmittel in Pulverform besonders sauber und hellt das Gewebe mit Bleiche auf.
Ungern: flüssige Vollwaschmittel. Die nämlich waschen meist schlechter, schaden der Umwelt und legen schneller einen Grauschleier über unsere Lieblinge aus Stoff.

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Die richtige Dosis

Klar: Erstmal lesen, was auf der Verpackung steht und die Hinweise beachten. Dort steht, was je nach Wasserhärte, Verschmutzungsgrad und Wäschemenge in die Maschine geschüttet werden sollte.

Achtung, Hitzewelle

Jetzt kommt es zum grossen Temperatursturz: Weisses sollte stets möglichst heiss gewaschen werden – abhängig vom Stoff natürlich. Das Pflegeetikett gibt Auskunft. Baumwolle und Leinen mögen heisse Stunden bei 60 Grad, Wolle und Seide vertragen höchstens 40 Grad und Handtücher, Bettwäsche und Unterwäsche lieben den Saunagang in der Kochwäsche. Achtung, Achtung, gewisse Sensibelchen ertragen lediglich Handwäsche.

Wenn es längst zu spät ist ...

... hilft nur Bleichen. Ein Waschgang bei 60 Grad sollte dazu ausreichen. So kann die Bleiche im Waschmittel optimal gegen die Flecken vorgehen. Bei empfindlichen Textilien können die Fasern leiden. Wieder gilt: Pflegehinweise auf dem Etikett lesen und bei Bedarf kälter waschen.
Ein Hot-Hausmittel-Tipp: Backpulver sorgt für ein strahlendes Ergebnis. Gibt man davon zwei Tütchen in die Trommel, reinigt, desinfiziert und neutralisiert es. Sagt zumindest Oma.

... oder Entfärben. Spezielle Entfärber können helfen, wenn weisse Wäsche durch Buntes verfärbt oder durch Farbübertragung vergraut ist. Nach Anleitung einweichen, dann mit Vollwaschmittel waschen.

Und dann: Ab in die pralle Sonne!

Ja, da würden wir jetzt auch gerne hin. Aber weisse Wäsche hat nun erstmal Priorität: Von intensiven Sonnenstrahlen gekitzelt wird sie nicht nur trocken, Flecken und Grauschleier bleichen zudem zusätzlich aus.

Von Style am 12.02.2021
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