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Wake up, work out!

6 Gründe, wieso wir Frühsport machen sollten

Ja, es braucht besonders viel Überwindung, aber dafür ist es auch besonders effektiv: Das Training am Morgen. Wir präsentieren euch sechs motivierende Fakten, die euch raus aus den Federn und rein ins Gym bringen.

Frau bindet Haare vor dem Sport

Rise and shine! Haare zusammenbinden – und schon können wir mit Sport in den Tag starten.

Getty Images

«Morgenstund hat Gold im Mund!» – Was bei den einen euphorische Zustimmung auslöst, entlockt anderen wahlweise ein desinteressiertes Gähnen oder finstere Blicke. Ja, übermotivierte Morgenmenschen können nerven. Aber sind wir ehrlich: Eigentlich wären wir doch alle gerne schon so früh so gut drauf. Frühsport hilft beim Start in den Tag und hat darüber hinaus noch viele weitere positive Nebeneffekte.

Für welche Art von Workout ihr euch dabei entscheidet, ist eigentlich ziemlich egal. Crossfit, Pilates, Joggen – Hauptsache Bewegung! Ihr seid noch nicht überzeugt und drückt innerlich schon an den Snooze-Button? Hier sechs handfeste Gründe, wieso es sich lohnt, euer Training noch vor der Arbeit zu absolvieren.

Ihr seid besser gelaunt

Das Tollste am Sport? Das Glücks-High danach! Durch körperliche Aktivität werden in unserem Gehirn Botenstoffe freigesetzt, die die Stimmung heben. Aus diesem Grund lohnt sich der Frühsport für Morgenmuffel an einem Montag ganz besonders. Miese Laune zum Wochenanfang ist damit passé. Und im Büro seid ihr sowieso der Boss, wenn die Kollegen aus müden Äuglein euren morgendlichen Post-Workout-Glow bewundern. 

Ihr denkt klarer

«Bewegung regt die Ausschüttung wichtiger Substanzen an, die Kraftfutter für die Nervenzellen sind und diese schützen», sagt Neurowissenschaftlerin Manuela Macedonia. Neben der Gedächtnisleistung wirkt sich regelmässiges Training auch positiv auf unsere Multitasking-Fähigkeit aus. Kurz: Sport ist gut für Konzentration und logisches Denken. Wer am Morgen Sport treibt, kommt folglich mit einem klaren Kopf im Büro an und brilliert schon in der ersten Sitzung des Tages – während die anderen mit ihren Gedanken noch im Bett stecken und darauf hoffen, dass der Morgenkaffee bald seine Wirkung entfaltet.

Ihr kommt auf Touren

Neben eurem Gehirn werden beim Frühsport auch Kreislauf und Durchblutung angekurbelt. Das Resultat: Der Körper wird besser mit Sauerstoff versorgt, und auch die Nährstoffversorgung der Muskeln wird unterstützt. All diese positiven Effekte machen sich natürlich zu jeder Tageszeit bemerkbar. Aber wer sein Training auf den Morgen verlegt, geht einfach fitter und vitaler durch den Rest des Tages. Manche finden es schwierig, abends nach dem Sport abzuschalten. Kein Wunder, wenn man den Körper kurz vorher noch zu Höchstleistungen antreibt! Besonders anstrengende Einheiten solltet ihr deshalb eher früher am Tag einplanen.

Ihr trainiert ohne Ballast

Darüber, ob Training auf nüchternen Magen tatsächlich die Fettverbrennung steigert, scheiden sich die Geister. Fakt ist: Wenn ihr noch vor dem Frühstück Sport macht, werdet ihr euch dabei leichter fühlen, als wenn ihr nach einer Mahlzeit zum Training geht. Auch könnt ihr den Rest des Tages normal essen, ohne euch Gedanken über die anstehende Yoga- oder HIIT-Stunde machen zu müssen. Falls euch ohne etwas im Magen übel wird, dann esst vor dem Workout eine Banane und belohnt euch danach mit einem richtigen Zmorge. Wichtig: Nur weil ihr schon einige hundert Kalorien verbrannt habt, muss eure erste Mahlzeit des Tages nicht aus Bacon und Waffeln bestehen. Ein feines Porridge tuts auch.

Ihr habt mehr Ruhe

Weil die meisten erst nach der Arbeit ins Fitness gehen, könnt ihr am Morgen ganz ungehetzt und ohne Gerätestau eure Routine abspulen. Ausserdem ist das Gym noch blitzblank. Auch auf eurer Lieblings-Joggingstrecke herrscht wahrscheinlich weniger Betrieb als über Mittag, wenn alle von ihren Arbeitsplätzen ausschwärmen und gleich gruppenweise den Weg versperren. Freie Bahn für Sprints und Intervalltrainings – yes! 

Ihr habt mehr Zeit

Besonders im Sommer wollen wir die Abende doch lieber dazu nutzen, mit Freunden am See Wein zu trinken als in der Schwitzbude zu ackern. Wer sein Training schon am Morgen hinter sich bringt, kann nach Feierabend mit gutem Gewissen direkt in den Apéro. Chill Mode – on! Und die Handvoll Chips müssen wir uns auch nicht verkneifen. Soll jetzt noch einer sagen, dass es sich nicht gelohnt hat, früh aufzustehen!

Von Marlies Seifert am 12. August 2019