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Knollige Küchenfalle

Haben wir Knoblauch immer falsch zubereitet?

Mit Knoblauch verhält es sich ein bisschen wie mit Käse zum Überbacken – fast alles, was wir am Herd so zubereiten, schmeckt mit der Wunderzutat besser. Doch jetzt kommt der Schock: Gut möglich, dass wir bisher jede Menge Fehler mit der Knolle gemacht haben.

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Richtig gelagert, vor- und zubereitet ist Knoblauch in der Küche unser bester Freund.

Getty Images

Ohne eine bestimmte Knolle wäre Kräuterbutter langweilig, Spaghetti Aglio e Olio einfach ziemlich fettige Pasta und Knoblauchbrot … naja, Brot. Es gibt also mehr als genug Gründe, den engen Verwandten vom Lauch zu lieben und zuzubereiten. Aber leider auch einige Fehler, die sich schneller in unsere Küche einschleichen, als uns lieb ist. Wir verraten euch, welche es dringend zu vermeiden gilt, um das meiste aus dem Knoblauch herauszuholen.

Wir lagern ihn falsch

Eigentlich ist es ganz logisch: Im Supermarkt liegt der Knoblauch offen zwischen dem restlichen Gemüse, also machen wir das zu Hause auch so – oder? Leider müssen wir euch enttäuschen. Denn die Knolle, die sich eigentlich enorm lange (bis zu 12 Monate) hält, wird so schnell überreif. Am besten gefällt es ihr in einem Tontopf mit Deckel oder in einer Papiertüte verpackt an einem dunklen Ort.
Im Kühlschrank, in einer Tupperdose oder einer Plastiktüte ist Schimmel hingegen vorprogrammiert. 

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Wir bereiten ihn falsch vor

Bis heute scheiden sich Wissenschaft und Sterneköche daran, ob Knoblauch nun gepresst oder geschnitten werden sollte, um möglichst viel Aroma zu entfalten. Entscheidend ist letztlich (neben dem eigenen Geschmack) aber nur, was genau wir denn eigentlich zubereiten wollen: Bei Suppen, Saucen oder Salatdressing ist es einfacher, den gepressten Saft der Knolle unterzurühren, damit sich alles schön verbindet. Auf Pizza hingegen gehören traditionell dünne Knoblauch-Scheiben. Und auch in Pfannengerichten und bei Pasta schwört die Mehrheit auf feine Würfel. Die subjektive Meinung der Autorin spielt hier keine Rolle. Auch wenn sie (rein zufällig) mit allen Aussagen im Text übereinstimmt.

Wir geben ihn zu früh in die Pfanne

Pfanne an, Öl heiss, Zwiebel und Knoblauch rein? Halt, stopp, das geht so nicht! Denn auch, wenn Zwiebel und Knoblauch verwandt sind: Die gleiche Bratzeit vertragen sie nicht. Genau genommen ist die Knolle sogar eine ziemliche Mimose, verbrennt rasend schnell und wird dann bitter statt köstlich. Deswegen lohnt es sich, den Knoblauch immer erst am Ende mit in die Pfanne zu geben und kurz mitzubraten. Das reicht für die volle Aroma-Entfaltung.

Wir machen ihn zu heiss

Apropos Mimose: Neben der kurzen Zeit in der Pfanne möchte Knoblauch ausserdem bitte nicht zu heiss gemacht werden. Also temperatur-technisch. Ignorieren wir diesen Wunsch, verbrennt die Knolle aussen und bleibt innen roh. Im Ofen funktionieren hohe Temperaturen hingegen besser: Dazu die Knolle ganz lassen und nur mit der flachen Seite eines Messers etwas zerdrücken. Subjektive Meinung der Autorin Teil II: Zwischen Ofenkartoffeln oder -gemüse sind ganze Knoblauchzehen mit Olivenöl und Salz absolut köstlich und dringend zu empfehlen. In diesem Fall könnt ihr sie problemlos von Beginn an mitbacken. Thank me later. 

Von Malin Mueller am 01.04.2020
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