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Expertentipps

Beziehung in der Krise – was nun?

Sind die Schmetterlinge erst mal verflogen und hat sich der Alltag in eine Beziehung geschlichen, ist Arbeit angesagt. Arbeit, die sich lohnt. Ein Paartherapeut verrät seine besten Tipps.

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Photo taken in Sochi, Russia

Glücklich wie am ersten Tag? Eine eingeschlafene Beziehung lässt sich wiederbeleben.

Getty Images/EyeEm

Eine Beziehung kann noch so stark sein: Immer dieselben Rituale und der Alltagstrott führen früher oder später dazu, dass die Schmetterlinge im Bauch wegflattern. Der Paartherapeut David Siegenthaler verrät, mit welchen sieben Tipps wir das Feuer wieder entfachen:

1. Raus aus der Komfortzone – keine Macht dem Alltagstrott

Immer dieselben Rituale? Kein Wunder, dass irgendwann Langeweile aufkommt. Frischen Wind verschaffen einmal pro Monat «spezielle» Treffen, die abwechselnd organisiert werden. Es sollte etwas Neues sein, zum Beispiel ein Bierbrauer-, Töpfer- oder Kochkurs oder das gemeinsame Erlernen einer Sportart.

2. Organisation ist der Schlüssel zu einer glücklichen Beziehung

Klingt unromantisch, aber ein wöchentliches sachliches Meeting kann dabei helfen, sich in Ruhe darüber auszutauschen, wie die vergangenen Tage abliefen und was in den nächsten alles anfallen wird. Wer kann wann was erledigen, und wann bleibt Zeit für gemeinsame Stunden oder für sich selbst? Organisation ist in einer Beziehung die halbe Miete.

3. «Weisst du noch?»: den Ursprung der Liebe wieder erleben und neu entfachen

Wer sich fragt, was aus ihrer oder seiner Beziehung geworden ist, sollte in sich gehen und sich genau überlegen, warum sie oder er sich damals in den Partner oder die Partnerin verliebt hat. Was war damals so anziehend? Wie war die allererste Begegnung, und wie war es, sich zu verlieben? Anschliessend hilft es, wenn sich die Paare darüber austauschen. Falls es noch Musik, Bilder, Briefe und Geschenke von damals gibt – umso besser. Auch der Besuch eines Ortes, der Liebespaare miteinander verbindet, unterstützt den Prozess, die Liebe neu zu entfachen.

4. Paar-Update: Ein fünfminütiges Gespräch für mehr gegenseitiges Verständnis

Nimmt der hektische Alltag überhand, sprechen Paare manchmal nicht mehr darüber, wie es ihnen geht. Regelmässiges Reden miteinander, sobald die Kinder im Bett sind, schafft Abhilfe: Jeder hat jeweils fünf Minuten Zeit, um über seine Ängste, Bedenken, Freuden und Hoffnungen zu sprechen. Währenddessen hört der andere zu. Nach Ablauf der Zeit werden die Rollen getauscht.

5. Kuschel-Date: Sich Zeit nehmen und Zärtlichkeit neu entdecken

Bei dieser intimen Verabredung dreht sich alles um Zärtlichkeit. Hierfür macht es sich das Paar gemütlich – nackt oder bekleidet. Eine Person beginnt, die andere vom kleinen Zeh bis zur Kopfhaut zu streicheln. Dabei kann sie mit den Berührungen in puncto Schnelligkeit und Druck experimentieren. Die Partnerin oder der Partner soll einfach geniessen, aber auch mitteilen, wenn etwas unangenehm ist oder sich besonders schön anfühlt. Nach etwa 15 Minuten werden die Rollen getauscht, und im Anschluss daran wird darüber gesprochen, wie es sich angefühlt hat.

6. Die Segel neu setzen: Gemeinsam in die Zukunft reisen

Wo stehen wir heute in der Beziehung? Was gefällt uns an der Beziehung? Was wollen wir nicht mehr? Was haben wir in der Vergangenheit vernachlässigt? Es hilft, wenn sich Paare regelmässig darüber austauschen, wo die Reise in ihrer Beziehung hingehen soll. Was sind ihre kleinen und grossen Träume sowie Ziele für ihr Leben und natürlich für die Beziehung? Wer die Segel gemeinsam neu setzt, segelt in die gleiche Richtung – die für beide stimmt.

7. Den Ausdruck der Liebe füreinander verstehen

Nicht jede Person drückt Liebe auf dieselbe Art und Weise aus. Manche zeigen sie mit Worten, Komplimenten und Dankbarkeit. Andere wiederum mit Zärtlichkeiten wie einer Umarmung, dem Streicheln des Arms oder mit Sexualität. Dann gibt es auch Menschen, die Liebe mit Geschenken oder Hilfsbereitschaft ausdrücken. Paare sollten sich darüber im Klaren sein, welche Sprache der Liebe die Partnerin oder der Partner spricht und welche Art von Zuneigung sich das Gegenüber häufiger wünschen würde.
 

Paarberatung und Mediation im Kanton Zürich

David Siegenthaler, Einzel-, Paar-, Sexualberater und Mediator, Paarberatung und Mediation im Kanton Zürich.

Paarberatung und Mediation im Kanton Zürich
Von kiv am 26. November 2022 - 11:00 Uhr