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GRL PWR

Wieso Thor und 007 jetzt besser werden als je zuvor

Thor ist jetzt eine Sie und 007 tauscht ebenfalls sein Y- gegen ein zweites X-Chromosom. Wir rufen: Girl Power 3000! Wer noch motzt «Wie soll das gehen?» und «Warum zum Teufel?!», der liest jetzt bitte aufmerksam weiter.

SAN DIEGO, CALIFORNIA - JULY 20: Natalie Portman speaks at the Marvel Studios Panel during 2019 Comic-Con International at San Diego Convention Center on July 20, 2019 in San Diego, California. (Photo by Albert L. Ortega/Getty Images)

Chris Who? Ab sofort schwingt Natalie Portman den berüchtigten Hammer.

Getty Images

«WTF», mögen viele gedacht haben, als die – sind wir ehrlich – fast unglaubliche News die Schallmauern des Marvel Universum durchbrach: Thor wird eine Frau! Wir denken: «Na endlich!» Das Ganze ist ja auch halb so wild, wie der eine oder andere eingefleischte Superhelden-Fanatiker jetzt meinen mag. Thor bleibt nicht Thor und tritt im nächsten Blockbuster plötzlich mit weiblichen Geschlechtsmerkmale auf. Nein, nein. Good old Thor, bisher gespielt von Aussie-Augenweide Chris Hemsworth, wird seine göttlichen Kräfte und den Krawall-Hammer ganz realitätsgetreu (ähem) weitergeben. An eine, die beides verdient hat: Natalie Portman! Und die Storyline ist auch nicht wüst an den Haaren herbeigezogen, sondern existiert im geschriebenen Marvel Universum tatsächlich. Also alle bitte ganz schnell wieder abregen.

007 mit der Lizenz zum …

… Frau sein. Ja, ihr Lieben, auch das wird eine Umstellung. Schliesslich haben wir alle jahrzehntelang James Bond dabei beobachtet, wie er in schnittigen Sportwagen und massgeschneiderten Anzügen, mit geschütteltem Martini in der Hand, intrigante Bösewichte gejagt und wunderschöne Frauen flachgelegt hat. Gähn. Irgendwann hat man es dann ja auch mal gesehen, oder? Bond, James Bond … We got it! Jetzt also eine weibliche Agentin.
Ob Lashana Lynch ebenfalls eine Schwäche für geshakte Aperitifs und naive Weggefährten haben wird? Ungewiss. Was wir wissen: Auch hier ist alle Aufregung umsonst. Die 31-Jährige wird nämlich nicht zur Jane Bond, sondern übernimmt lediglich die legendäre Kennnummer 007 – und auch das nur so lange der eigentliche Doppel-Null-Agent im selbst auferlegten Ruhestand weilt. 

Frauen an die Macht, Männer in den Ruhestand

Naaa, wir machen nur Spass, keine Angst, liebe Herren. Aber man lasse uns doch bitte diesen Triumph. Denn: Starke, weibliche Hauptrollen sind immer noch Mangelware in dem überschwappenden Becken an Kinofilmen und Streamingdienst-Produktionen. DC liess 2017 nach unzähligen «Batman»- und «Superman»-Neuauflagen ENDLICH «Wonder Woman» auf uns los (einer der 10 weltweit erfolgreichsten Filme des Jahres). Marvel gönnte uns nach «Spider-Man»- über «Spider-Man»-Teilen, «Iron Man», «Doctor Strange», «Deadpool», «Captain America» (und so weiter … ihr erkennt das Muster) dieses Jahr «Captain Marvel» – mit Brie Larson in der Hauptrolle! An den Kinokassen bisher nur geschlagen von «Avengers: Endgame».

Ja, die können nämlich was, die Frauen. Leute vermöbeln, Superkräfte managen, Rekorde brechen. Und neu eben auch ’nen blöden Hammer schwingen und für die britische Regierung Top-Secret-Deals abwickeln. 
Ob sie besser sein werden als die (männlichen) Originale? Abwarten, Martini trinken. Aber bitte nicht gleich meckern und scheisse finden. Danke.

Von Laura Scholz am 24.07.2019