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Rücken? Nacken? Bindehaut?

7 Überlebenstipps für den Büroalltag

Ein klassischer Tag im Büro? Ankommen, hinsetzen, auf den Bildschirm glotzen, kurz Mittag machen, zwischendurch mal aufs WC, hier ein Telefonat, da ein Meeting. Sitzen, sitzen, sitzen. Und ihr wundert euch noch, dass Rücken, Nacken und Augen schmerzen? Höchste Zeit, den Trott mal etwas aufzulockern!

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She works hard for the Money!

Getty Images

Jack Johnson hauchte einst «Sitting, Waiting, Wishing» … Der ist aber auch Surfer und fristet sein Dasein wohl kaum von morgens bis abends hinter einem Schreibtisch im Büro. Da jault man eher «Sitting, Sitting, Hurting», knetet sich noch mal die steifen Schultern und haut anschliessend weiter mit krummem Nacken in die Tasten. Ja, gut, wir übertreiben ein wenig. Aber wer kennt es nicht: den schmerzenden Computer-Nacken, die trockenen Augen, den eingerösteten Rücken? Eben. Wer viel sitzt und dabei auch noch nonstop auf Bildschirme starrt, macht früher oder später Bekanntschaft mit diesen schönen Nebenwirkungen (die wir im Kleingedruckten irgendwie überlesen haben müssen).
Und jetzt? Hinnehmen, sitzen bleiben, weiter leiden? So weit kommts noch! Lieber befolgen wir ab sofort diese 7 Tipps, mit denen wir wie ein junges Reh durch den Arbeitsalltag hüpfen.

1. Den Schreibtisch richtig einrichten

Wie hoch ist der Bildschirm? In welchem Winkel liegen die Arme auf der Tischplatte auf? Alles Faktoren, die uns den Tag am Pult zum Kinderspiel oder zur Hölle machen können. Ist der Bildschirm zu niedrig, kriechen bald die Schmerzen den Rücken und den Nacken hinauf. Ist er zu hoch, bekommen wir noch schneller trockene Augen als sonst. Darum: Den Bildschirm so justieren – zur Not auch mit einer Halterung oder einem Stapel Bücher – dass wir geradeaus bis maximal 10° nach unten schauen müssen. Die Unterarme sollten dabei im rechten Winkel auf der Tischplatte liegen können.

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2. Einen Wecker stellen

Nee, nicht für den Fall, dass es euch unverhofft ins Land der Träume gerissen hat (ein bisschen spannender ist euer Job dann ja hoffentlich doch). Der Wecker soll euch stündlich daran erinnern, vom Stuhl aufzustehen und eine kleine Runde im Büro zu drehen. Besucht doch mal eure Lieblingskollegin im nächsten Raum oder wagt sogar einen Schritt auf den Balkon, falls es einen gibt. Regelmässige Bewegung tut dem Körper gut, kurbelt den Kreislauf wieder an und durchbricht euren Sitz-Marathon.

3. Einen Bogen um den Lift machen

Wo wir gerade bei Bewegung sind: Dass die Treppen euch besser tun als der Fahrstuhl, liegt wohl auf der Hand, oder? Seht es doch einfach als kostenloses Mini-Workout für zwischendurch. Wer gaaanz hoch oben arbeitet und jetzt schon mit den Augen rollt, parkt stattdessen vielleicht sein Auto mal ein Stückchen weiter weg oder steigt eine Station früher aus Tram oder Bus aus. Jede Bewegung zählt.

4. Trinken nicht vergessen

Es dürstet euch morgens und nachmittags nach einem frischen Kaffee, ansonsten sitzt ihr aber eher auf dem Trockenen? Wasser ist das A und O! Trinkt, ihr Lieben, trinkt! Eure Haut, die trockenen Augen und euer Müdigkeits-Level werden es euch danken. Und den positiven Nebeneffekt nicht vergessen: Wer viel trinkt, muss oft aufs WC. Stichwort Bewegung, wisst ihr noch?

5. Stretchen nicht vergessen

Es muss ja nicht gleich der herabschauende Hund oder ein Spagat sein. Es hilft schon, sich im Sitzen immer mal wieder zu strecken. Nach oben, nach rechts, nach links. Lasst den Kopf in beide Richtungen kreisen, hebt vielleicht die Beine immer mal wieder nach vorne an. So kommt der Blutfluss wieder in Schwung – und ihr sicher auch.

6. Blinzeln nicht vergessen

Klingt albern, aber während wir so auf den Computer starren, vergessen wir tatsächlich ausreichend und ordentlich zu blinzeln. Darum zwischendurch immer mal wieder mehrfach bewusst die Augen schliessen. So wird die Tränenflüssigkeit ordnungsgemäss verteilt und das unangenehme Trockenheitsgefühl kann sehen, wo es bleibt.

7. Den Augen eine Pause gönnen

18 Uhr, Stift fallen lassen, ab ins Tram und Handy raus. Was gibts neues bei Instagram, wer hat bei WhatsApp geschrieben, was läuft im Facebook-Messenger? Ähm, voll egal! Gönnt euren Augen erst mal eine Pause statt sie von einem Bildschirm auf den nächsten zu richten. Das Gleiche gilt für den Netflix- oder Fernseh-Abend, auf den ihr schon so hinfiebert. Wieder sitzen? Wieder glotzen? Geht raus, verabredet euch zum Essen, lest ein Buch in der Sonne, macht einen Spaziergang. Oder hört ein bisschen Jack Johnson.

Von Laura Scholz am 08.08.2019
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