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Wenn uns die Kaffeesucht einholt

Was tun bei einer Koffein-Überdosis?

Herzrasen, Schweissausbrüche, schwitzige Hände und nervöses Zittern? Dann habt ihr vermutlich (mal wieder) mehr Kaffee eure Kehle herunter gestürzt, als es eurem Körper guttut. Und jetzt? Warten bis die Panik verbreitenden Symptome von selbst verschwinden? Nein! Wer die richtigen Tricks kennt, kann schon früher vom Koffein-Trip runterkommen.

Portrait of Danish-born American model and actress Greta Thyssen as she lies, seemingly nude, in bed and holds a coffee cup, late 1940s or early 1950s.  (Photo by Silver Screen Collection/Getty Images)

Der Körper schon am Ende, die Tasse Kaffee aber noch immer in der Hand. Wieso sind wir so?

Getty Images

Diese warme, herrlich duftende, braune Brühe! Wie oft sie mir schon die morgendliche Müdigkeit raubte und gegen geballte Motivation austauschte. Ich würde soweit gehen, Kaffee als eine Art Wunder zu bezeichnen. Neben seinem wachmachenden Effekt, schafft er es, dass wir uns am Sonntagnachmittag mit unseren Freundinnen treffen und arrangiert ganz nebenbei auch noch Dates. Ja, das bittere Heissgetränk verbindet nicht nur Baristi und Barista. Er prägt bei Erwachsenen das Sozialleben.

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Leider bringt Kaffee neben unzähligen Vorteilen, unter Umständen, auch einige Tücken mit sich. Von welchen Szenarios wir sprechen? Wenn der Gossip beim gemütliche Kaffeeklatsch mal wieder so gut ist, dass wir das Servicepersonal schon fast roboterartig immer wieder bitten, die leere Tasse gegen eine volle zu ersetzen. Oder die durchzechte Nacht am Morgen ein gescheites Aufmachen der Augen verhindert. Ja, in solchen Situationen kann schon mal die ein oder andere Ladung zu viel in uns landen. Bis sich ganz unbemerkt eine Koffein-Überdosis anschleicht. Erst ganz langsam, dann in Lichtgeschwindigkeit. Bei mir macht sich das häufig mit Herzrasen, Nervosität und schwitzigen Händen bemerkbar. Wenn es ganz schlimm ist, überkommt mich sogar ein Gefühl der Ohnmacht. Ob mich diese Anfälle davon abhalten Kaffee zu trinken? Nur bedingt. Immerhin handelt es sich hierbei ganz klar um eine Sucht – nur, dass sie von der Gesellschaft akzeptiert wird.

SOS-Hilfe bei Koffein-Überdosis

Nun kann man den unangenehmen Rausch entweder eisern überstehen, bis er sich von allein in Luft auflöst oder man greift an – mit Essen und Trinken. Weil Koffein den Harndrang anregt und somit dehydrieren kann, gilt es zuerst einmal viel, viel Wasser zu trinken. Egal, wie figurbewusst ihr unterwegs seid, leidet ihr an zu viel Kaffee im Körper, braucht ihr fettige Speisen. Koffein ist nämlich fettlöslich. Pizza, Pommes, Burger – wenn nicht jetzt, wann dann? Laut Studie helfen zusätzlich Kohlgerichte, wie Brokkoli, Blumenkohl oder Kohlrabi, die lästige Nervosität zu vertreiben. Einziger Haken: Im Nachhinein funktioniert das weniger gut, als während des Kaffeekonsum. Wenn ihr also schon wisst, was euch blüht, äh brüht, warum nicht nebenbei ein bisschen Kohl oder ein Stückchen Pizza snacken?

Aber jetzt mal Spass beiseite. Ist der Koffein-Schock so gross, dass es euch richtig schlecht geht, solltet ihr unbedingt ärztlichen Rat einholen. Nur medizinisch Geschulte können abschätzen, ob euer Herzrasen gefährlich ist oder nicht.

Von Denise Kühn am 25. Oktober 2021 - 16:09 Uhr
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