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Ein Experte klärt auf

Haben die Kardashians wirklich Einfluss auf Schönheits-OPs?

Angeblich wollen heute alle aussehen wie der berühmte Kardashian-Clan. Welche Operationen tatsächlich am häufigsten durchgeführt werden und wie oft Celebrities dabei als Vorlage dienen, hat uns ein Schönheitschirurg verraten. 

Schönheits-OPs
Getty Images

«Aussehen wie Kim Kardashian oder Meghan Markle», «Ich will aussehen wie Kim Kardashian: Neun OPs in 24 h» – wenn man diesen Schlagzeilen Glauben schenkt, lassen sich vermehrt junge Frauen mittels plastischer Chirurgie in Klone berühmter Menschen verwandeln. Gehen sie wirklich mit einem VIP-Foto zum Schönheits-Arzt? «Nein», sagt Dr. med. Georg Noever, Facharzt FMH für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie. «Das sind Fake News. Ich habe noch nie eine Patientin gehabt, die ein Fotos eines Prominenten mitbrachte.»

Er beobachtet in seiner Zürcher Praxis jedoch einen Trend, den vor allem Kylie Jenner etablierte. «In den letzten Jahren sind die nicht-operativen-Eingriffe mit Spritzen wesentlich angestiegen. Klassische Filler und Botox stehen dabei hoch im Kurs», sagt Noever. Und: «Die Patientinnen, die sich die Lippen auffüllen lassen, sind mit 18 bis 30 Jahren unsere jüngsten.»

Doch was ist dran am Hype um den berühmten Kardashian-Hintern? Immerhin boomen seit einigen Jahren Po-Workout-Kurse in Fitness-Tempeln. Laut Noever hält sich die Nachfrage nach dem vielbesungenen Brazilian Butt Lift in Grenzen: «Operative Eingriffe sind in den letzten Jahren kaum angestiegen. Vor allem Operationen am Gesäss haben sich bei uns nicht wirklich verändert. Ich denke solche Eingriffe sind sehr länderspezifisch. In Brasilien hat sich dieser Trend vielleicht mehr durchgesetzt.» Oberlidkorrekturen und Brustvergrösserungen werden in der Zürcher Pyramide Klinik sehr viel häufiger nachgefragt. 

Von Denise Kühn am 28. November 2018