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«Kurzer Moment der Erleichterung von der Trauer»

Bode Millers Frau teilt Familienbild mit verstorbener Emmy

Bei den meisten von uns wecken sie schöne oder lustige Erinnerungen – oder manchmal auch etwas Ärger, je nachdem, wie die «Models» gerade in Stimmung waren. Für Morgan Miller jedoch sind Familienfotos jedesmal ein Grund zur Trauer – weil eines ihrer Babys darauf für immer fehlen wird. Nun hat sie aber ein spezielles Geschenk erhalten.

Bode Miller und Morgan

Gehen offen um mit der Trauer um ihre verstorbene kleine Tochter: Bode und Morgan Miller.

Dukas

Wenn sie nach Familienbildern gefragt werde, mache sie das traurig und verwirrt, und ihr Herz schmerze, schreibt Bode Millers Frau Morgan, 33, in ihrem neuesten Beitrag auf Instagram. «Wie sollte ich dieser Bitte je nachkommen? Vielleicht mit einer Collage, die alle meine Babys zusammen zeigt?» Es erfüllt die Mutter mit tiefem Schmerz, dass sie nie so ein Foto haben wird. Denn eines ihrer sieben Kinder, von denen sie fünf gemeinsam mit Bode bekommen hat und zwei aus früheren Beziehungen von ihm stammen, ist nicht mehr bei ihnen: Die kleine «Emmy» Emeline ertrank 2018 im Alter von eineinhalb Jahren im Pool ihrer Nachbarn.

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Seither setzen sich die Eltern dafür ein, andere Kinder mittels Babyschwimmkursen vor dem Ertrinken zu retten. Und sie durften drei weitere Kinder in ihrer Familie begrüssen: Nur vier Monate nach dem tragischen Verlust kam der kleine Easton zur Welt, und ein weiteres Jahr später bei einer turbulenten Geburt die Zwillingsjungs Asher und Aksel – mit Bodes Mutter als Geburtshelferin.

Doch der Schmerz und die Trauer um Emmy bleiben: «Ich werde dich jeden Tag feiern, meine Liebe. Alles Gute zum himmlischen Geburtstag. Ich liebe dich für immer», schrieb Mama Morgan etwa zu ihrem Geburtstag im vergangenen November.

Was das Familienfoto angeht, gab es nun aber wenigstens einen Moment der Erleichterung für die trauernde Mutter.

Eine Grafikerin hat ihr ein Familienbild geschenkt. «Mit jedem. Einzelnen. Von meinen Babys. ZUSAMMEN», schreibt Morgan Miller dazu. «Mein kleines Mädchen noch einmal auf meiner Hüfte sitzen zu sehen, nahm ein bisschen von diesem Schmerz weg», schreibt sie, und: «Mein liebstes Familienfoto, das ich je hatte.» Sie werde der Grafikerin für immer dankbar sein, dass sie ihr diesen Traum erfüllt habe: «Meine Familie zusammen zu sehen, wenn auch nur auf einem Bild, und für einen kurzen Moment der Erleichterung von der Trauer, die mit dem Verlust eines Kindes einhergeht.»

Von Christa Hürlimann am 15. Januar 2021 - 19:44 Uhr
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