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  4. Herzogin Kates schlauer Trick gegen Wutanfälle: Darum sind Prinz George, Prinzessin Charlotte und Prinz Louis so brav

So hat sie ihre Kinder im Griff

Herzogin Catherines schlauer Umgang mit Wutanfällen

Blaues Blut schützt vor Trotzphasen nicht. Aber warum kriegen Prinz George, Prinzessin Charlotte und Prinz Louis dann keine öffentlichen Wutanfälle? Der Schlüssel liegt bei ihrer Mutter, Herzogin Kate.

Herzogin Catherine

Mit drei Kleinkindern unterwegs und dennoch entspannt: Herzogin Kate beim Besuch eines Wohltätigkeits-Polo-Matches im Sommer 2019.

Getty Images

Prinz George klettert über den Autositz in den Kofferraum, wo seine zwei Jahre jüngere Schwester, Prinzessin Charlotte, zwischen Taschen und Kleidungsstücken sitzt und in ein Brötchen beisst. Herzogin Catherine sitzt auf dem Rasen hinter dem Auto und hält ihren Jüngsten, Prinz Louis, auf auf ihrer Schoss fest, solange er am essen ist. Er bedient sich aus einem Tupperware, das Kleinkind-taugliche Snacks enthält.

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Herzogin Catherine mit Prinz Louis, Prinzessin Charlotte, Prinz George

Ok, vielleicht hilft auch der Gedanke, dass am Abend ein Palastangestellter das Auto staubsaugen kann, dabei, die Ruhe zu bewahren, wenn die Kinder im Kofferraum ein Chaos veranstalten – aber beeindruckend war Herzogin Catherines Ruhe während dieses Picknicks schon.

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Eine ganz normale Familie. Diese Szene geht um die Welt. Nicht nur, weil die picknickende Herzogin mit ihren drei Kindern an diesem Polo Match im Sommer 2019 so völlig unaufgeregt und normal wirkt, sondern auch, weil Prinz George, Prinzessin Charlotte und Prinz Louis da gerade mal 6, 3 und knapp 2 Jahre alt sind. Also alle drei mitten in oder am Rand der Autonomiephase.

Was ist die Autonomiephase?

Die Autonomiephase, das ist das Alter, in dem Kinder normalerweise ihren eigenen Willen entdecken, sich erstmals von ihren Eltern ablösen und selbständig einen Schritt Richtung eigener Persönlichkeit gehen. Das ist wunderbar aber leider auch meist mit Geschrei, Gezeter, Tränen und sehr, sehr vielen Neins verbunden, weswegen wir die Autonomiephase auch gerne als Trotzphase bezeichnen (der Begriff gehört aber abgeschafft – hier lest ihr, wieso). Öffentlich mit drei Kindern in dieser Entwicklungsphase aufzutreten, dass muss man sich als Mutter trauen. Doch Herzogin Catherine wirkt in dieser Situation total entspannt.

Wieso bleibt in jeder SituationHerzogin Catherine so ruhig?

Wie macht die das bloss? Wäre ihr ein Trotzanfall vor allen Kameras nicht unangenehm? Die Wahrheit ist, die Herzogin lässt es gar nicht so weit kommen. Denn sie hat offenbar einen Weg gefunden, Trotzanfällen vorzubeugen.

Dr Rebecca Chicot, Erziehungsexpertin und Autorin des Erfolgs-Ratgebers «The Calm And Happy Toddler» (Deutsch: Das ruhige und glückliche Kleinkind), hat gegenüber britischen Medien erklärt, dass sie in Kates Körpersprache und ihrem Umgang mit den drei Kindern ganz klar erzieherische Strategie erkennen kann. «Kate ist eine empfindsame und herzliche Mutter», sagt die Expertin. Die Herzogin versuche, von ihren Kindern nichts Unmögliches zu erwarten. Sie sei «warmherzig und gefühlvoll» und erziehe ihre Kinder autoritativ. Das heisst, sie lässt den drei Wirbelwinden innerhalb klar vorgegebener Grenzen mehr Freiheiten, als dies für Kinder der britischen Königsfamilie bislang der Fall war.

Prinz George, Prinzessin Charlotte und Prinz Louis müssten sich nicht wie kleine Erwachsene benehmen, sondern dürften in Kates Anwesenheit einfach Kinder sein. Jedoch beobachte die Mutter ihre Kinder genau und greife – fast unbemerkt – ein, falls nötig. Benehme sich ein Kind nicht wie gewünscht, berühre Kate es am Kopf. So schaffe sie es durch eine sanfte Geste, die Aufmerksamkeit des Kindes zu gewinnen und durch mütterliche Wärme eine Verbindung aufzubauen, die das Kind sanft in die Schranken weise.

Im Notfall geht Herzogin Kate in die Knie

Kriegt Herzogin Kate die Situation mit dieser simplen Geste nicht in den Griff, folgt ein weiterer Schritt, der dem Kind ganz klar signalisiert ... nein, nicht dass es aufhören soll zu nerven, sondern dass es gesehen und ernstgenommen wird. «Sie geht in die Knie, so dass sie sich auf Augenhöhe mit dem Kind befindet und beginnt, ganz leise, bestimmt aber freundlich, mit ihm zu sprechen», sagt die Expertin. So zeigt die junge Mutter ihren Kindern Respekt und Liebe statt Wut und Ungeduld. Dass einem so der Trotz abhanden kommt, liegt auf der Hand.

Darum funktioniert diese Methode so gut gegen Trotzanfälle

Das tönt recht simpel. Hätte uns selbst in den Sinn kommen können.

Aber dahinter steckt viel Arbeit. Sich in einer stressbeladenen Situation achtsam zu verhalten, statt die Nerven zu verlieren, will geübt sein. Dass sich die Anstrengung lohnt, auch wenn sie im ersten Moment mehr Zeit, mehr Geduld, mehr Stärke braucht, ist wissenschaftlich erwiesen. «Kinder, die zwischen sich und ihren Eltern eine enge Bindung wahrnehmen, sind viel williger, Anweisungen anzunehmen», sagt Kinder-Therapeutin und Autorin Bonnie Compton.

Diesen Weg gehen Herzogin Catherine und ihr Mann, Prinz William, auch in den eigenen vier Wänden. Dort kommt ein weiteres ganz einfaches Erziehungs-Tool zum Einsatz: das Chat-Sofa. Dabei handelt es sich um eine achtsame Form des weit verbreiteten Time-outs. Benimmt sich ein Kind schlecht, zettelt es Streit an oder sorgt es für Unruhe in der Familie, nehmen die Eltern es mit auf das Chat-Sofa, um offen mit ihm seine Gefühle zu besprechen und mögliche Lösungen für sein Problem zu suchen. Das Kind wird also nicht, wie im Time-out, sich selbst überlassen, sondern aktiv darin bestärkt, seine Gefühle wahrzunehmen, darüber zu sprechen und einen Umgang damit zu finden.

Damit auch ihr und eure Kinder die Trotzphase möglichst unversehrt übersteht, haben wir die besten Tipps für euch zusammengetragen: Hier gehts lang.

Von KMY am 1. Februar 2022 - 07:09 Uhr
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