1. Home
  2. Family
  3. Familien-Geschichten
  4. Cameron Diaz will wegen Tochter nicht mehr arbeiten: Vorteile Berufstätigkeit für Mütter

Mütter mit schlechtem Gewissen

Liebe Cameron Diaz, berufstätig zu sein, ist ok!

Cameron Diaz will ihrer kleinen Tochter zuliebe nicht mehr arbeiten. Wir fühlen mit ihr. Uns kommen aber auch ziemlich viele Gründe in den Sinn, warum ein schlechtes Gewissen bei berufstätigen Müttern nicht angebracht ist.

WOODLAND HILLS, CA - JUNE 10: Cameron Diaz joins MPTF to celebrate Health and Fitness at The Wasserman Campus on June 10, 2016 in Woodland Hills, California. (Photo by JB Lacroix/WireImage)

Liebling der Filmbranche: Cameron Diaz.

Getty Images

Vor etwas mehr als einem Jahr hat sie die Rolle ihres Lebens gefunden: Cameron Diaz, die uns bislang mit Hauptrollen in Hollywood-Komödien zum Lachen brachte, kommt seit der Geburt ihrer Tochter Raddix Ende 2019 selbst nicht mehr aus dem Strahlen raus. «Ich liebe es, Mutter zu sein!» So sehr, dass sie sich nicht vorstellen kann, ins Berufsleben zurückzukehren. «An einem Filmset 14 bis 16 Stunden am Tag nicht bei meinem Kind zu sein, das könnte ich nicht», sagte sie in einer Radioshow.

Auch wenn es nur 8 Stunden am Tag sind, so können dies doch viele Eltern nachfühlen. Ganz besonders Mütter, denn die sind vom berühmten schlechten Gewissen berufstätiger Eltern besonders oft betroffen. Sogar Kronprinzessin Victoria von Schweden kennt es.

Vorteile der Berufstätigkeit für Mütter und deren Kinder

Wir bei SI Family setzen uns dafür ein, dass alle Familienmodelle respektiert werden. Heute brechen wir aber eine Lanze für berufstätige Mütter. Denn die haben für ein schlechtes Gewissen absolut keinen Grund!

Vielmehr eine ganze Liste von Gründen, die dafür sprechen, dass man einem Beruf nachgeht, wenn man Lust darauf und die Möglichkeit hat. Davon profitieren Mütter wie Kinder. Aus folgenden Gründen:

Mehr für dich
  • Man spricht mal über was anderes als Windeln und Zahnen.
  • Berufstätige Mütter machen ihren Töchtern Mut, sich nicht in erwartete Rollen drängen zu lassen. Und ihre Söhne lehren sie, Frauen als starke, eigenständige und gleichwertige Menschen zu respektieren.  
  • Kids brauchen für eine optimale Entwicklung einen bunten Blumenstrauss an Einflüssen und Bezugspersonen. Mit zunehmendem Alter dürfen es immer mehr sein. Auch der Kontakt mit Gleichaltrigen ist ein wichtiges Element der Entwicklung, wie Erziehungskoryphäe Remo Largo festhielt.
  • Kinder von arbeitenden Frauen haben mehr schulisches Selbstvertrauen und eine höhere Leistungsmotivation als andere, und sie schaffen häufiger den Sprung ins Gymnasium. Dies hält die Konrad-Adenauer-Stiftung fest.
  • Im Büro kann man alleine aufs WC!

Vollzeitmüttern wird zu wenig Wertschätzung entgegengebracht

  • Wenn abends jemand «Mama» schreit, freut man sich, statt genervt zu sein. Die gemeinsame Zeit mit den Kindern wird für beide Seiten wertvoller.
  • Berufstätige Mütter bleiben finanziell unabhängiger und so auch nicht in einer toxischen oder gewalttätigen Beziehung hängen, wenn sie dies eigentlich gar nicht mehr möchten.
  • Ehrlich: Vollzeitmüttern wird wenig Wertschätzung entgegengebracht. Meist müssen sie mit Kritik von allen Seiten leben. Im beruflichen Umfeld sieht das anders aus: Man fühlt sich oft geschätzt und wahrgenommen. Das tut der Seele gut.
  • Im Job hat man eine Auszeit vom Elternstress, zuhause eine Auszeit vom Job. Die Abwechslung sorgt dafür, dass einem die Decke nicht auf den Kopf fällt.
  • Man fräst kein Loch in die eigene Altersvorsorge.

Man kann echte Klamotten tragen, wenn man ausser Haus geht.

  • Während man arbeitet, macht zu Hause niemand Unordnung oder Dreck, wenn die Kinder Drittbetreut werden. Es fällt also weniger Hausarbeit an.
  • Falls der Papa während der Arbeitszeit der Mutter die Betreuung übernimmt, erhält er die Chance, sein eigenes Ding mit den Kindern durchzuziehen. Wie Erziehungsexpertin Margrit Stamm sagt: Neue Väter brauchen neue Mütter.
  • Man kann echte Klamotten tragen, wenn man ausser Haus geht. Auch solche, die theoretisch schmutzig werden könnten.
Von KMY am 29.03.2021
Mehr für dich
© 2021 Schweizer Illustrierte
© 2021 Schweizer Illustrierte
Logo von Ringier Axel Springer