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Über TV-Dok zu Mamafreuden

Sia erzählt die verrückte Geschichte zu ihren Adoptivsöhnen

«Chandelier»-Sängerin Sia kennt man vor allem daran, dass man sie eben nicht erkennt – weil sie dank Perücke oder Hut über dem Gesicht gerne inkognito bleibt. Was die Adoption ihrer beiden Söhne angeht, gibt sie sich jedoch sehr offen. Die Geschichte dahinter ist aber auch tatsächlich erzählenswert.

Sia Furler am Coachella Festival 2008

Sängerin Sia wollte einen Sohn adoptieren – und bekam gleich zwei.

FilmMagic

Spätestens seit ihren Zusammenarbeiten mit dem Star-DJ David Guetta und dem Rapper Flo Rida sowie ihrem Welthit «Chandelier» 2014 ist die australische Singer-Songwriterin Sia, 45, auch bei uns bekannt. Mit Perücken, Kopfbedeckungen und künstlerischen Videos, Konzerten und Medienauftritten versuchte sie ihre Privatsphäre aber stets so gut es geht zu wahren.

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Über die Adoption ihrer beiden 19-jährigen Söhne vor über einem Jahr berichtete Sia aber schon mehrmals erstaunlich offen, wie nun auf people.com zu lesen ist. Sie hat die beiden 2019 adoptiert, als sie 18 Jahre alt waren, weil sie damals dem Pflegefamilien-Alter entwuchsen. Das Verrückte an der Geschichte: Sie fand ihre Söhne beim Schauen einer TV-Dokumentation.

Sie machte ihren Sohn ausfindig – und adoptierte auch seinen Freund

Sie sei besessen von Reality-Fernsehen und Dokumentarfilmen und habe beim Schauen eines solchen Filmes ihren Sohn entdeckt, wird Sia im Artikel zitiert. «Ich hatte sofort eine Verbindung zu dem Teenager am Bildschirm, als mir klar wurde, dass er keine eigene Familie hatte.» Für sie sei gleich klar gewesen: «Ich werde ihn finden und ich werde seine Mama sein.» 

Und so hat sie es gemacht. Mehr noch: Sie machte den Jungen ausfindig und adoptierte ihn – und zusätzlich seinen Freund. Einen zweiten Elternteil wird es in dieser Familie wohl nicht geben, zumindest nicht über eine längere Zeit. Denn wie Sia, die sich als «sexuell flexibel» bezeichnet, in einem anderen Interview sagte, hat sie beschlossen, für den Rest ihres Lebens Single zu bleiben. Und entsprechend also alleinerziehend.

«Zuerst beibringen, ehrlich zu sein»

Momentan hat die Musikerin mit ihren beiden Jungs genug zu tun, wie sie zugibt: Es sei nicht einfach, und zwar vor allem aufgrund der Schwierigkeiten des Pflegesystems, in dem ihre Söhne aufgewachsen seien. «Das gesamte System ist so unterfinanziert und unterbesetzt, dass es nicht genügend Leute gibt, um wirklich zu überwachen, wie für die Kinder gesorgt wird», sagte sie. Ihre Söhne seien die meiste Zeit ihres Lebens darauf konditioniert gewesen, zu lügen und zu manipulieren. «Im vergangenen Jahr ging es darum, ihnen beizubringen, wie sie ehrlich werden können – und im Moment leben, ohne dafür irgendwelche Substanzen zu nehmen.»

Echt bewundernswert, was die Künstlerin auf sich nahm, um zwei jungen Menschen ein besseres Leben zu ermöglichen! «Es gab viel Herzschmerz. Es gab viel verlorenes und dann wiedergewonnenes Vertrauen», fügte sie hinzu. «Aber ich bin stolz, weil sie einen sehr langen Weg gemeistert haben.»

Von Christa Hürlimann am 21.02.2021
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