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5 Bodyguards, tägliches Lüften, Sauna

Das sagen Nachbarn über die Dänen-Royals in Verbier

Wie wohnen Kronprinz Frederik und seine Familie in Verbier? Wir sagen, wie luxuriös das Chalet der Royals im Walliser Skiort ausgestattet ist – und was Nachbarn über die Dänen erzählen.

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Frederik und Mary von Dänemark mit ihren Kindern Vincent, Christian, Isabella und Josephine (v. l.).

Dukas

Bei den dänischen Royals wird täglich durchgelüftet, wie man in Verbier VS weiss. So steht auch vergangenen Dienstagmorgen das kleine Fenster unterm Dach des Chalets Le Darbon (der Maulwurf ) sperrangelweit offen. Am Vortag musste der Besitzer des 150 Jahre alten Holzhauses am «Schwedenhügel» (so nennen Einheimische das Quartier), Kronprinz Frederik von Dänemark, 51, in seiner Heimat unters Messer. «Eine unkomplizierte OP, die planmässig verlief», teilte der Hof mit.

Der Thronfolger war am Wochenende beim Skifahren gestürzt und hatte sich dabei an der linken Schulter verletzt. Er kehrte umgehend in seine Heimat zurück, um sich in Kopenhagen operieren zu lassen. Seither schwingt Ehefrau Mary, 48, allein das Zepter. Denn: «Der Kronprinz ist nicht in die Schweiz zurückgekehrt, da er diese Woche noch offizielle Aufgaben übernimmt», erklärt Anders Aistrup, Kommunikationsbeauftragter des dänischen Königshauses, gegenüber der Schweizer Illustrierten.

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Heimelig und luxuriös: Das Chalet Le Darbon ist 150 Jahre alt und liegt am «Schwedenhügel» von Verbier VS.

Geri Born

Mary: «Wir vermissen uns, wenn wir voneinander entfernt sind»

Die Prinzenkinder Christian, 14, Isabella, 12, sowie die Zwillinge Vincent und Josephine, 9, sind in erster Linie in der Schweiz, um für drei Monate an der Lemania-Verbier International School fit gemacht zu werden in Französisch und Englisch. Auf dem Stundenplan stehen auch naturwissenschaftliche Fächer und Aktivitäten wie Stricken, Chor und Schach sowie Sport: Skifahren, Eislaufen und Klettern.

«Es läuft gut. Die Kinder gedeihen und sind glücklich», erzählt Kronprinzessin Mary, 47, vergangene Woche einem dänischen Journalisten. «Als wir die Entscheidung trafen, für drei Monate in die Schweiz zu ziehen, hofften wir, dass es ein schönes Geschenk für unsere Kinder sei. Jetzt, nach einem Monat, kann ich versichern, dass es wirklich toll ist – für sie und für uns als Familie.» Dazu, dass sie und die Kinder zeitweise von ihrem Ehemann und Vater getrennt sind, sagt sie: «Wir vermissen uns immer, wenn wir voneinander entfernt sind.»

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 In der Lemania-Verbier International School pauken die Prinzenkinder vor allem Französisch.

Geri Born

Eine Woche im Chalet kostet zwischen 3910 und 9300 Franken

Ihr Luxus-Chalet in Verbier löst zu Hause fast eine Staatskrise aus. Der Grund: Wird das 200-Quadratmeter-Holzhaus von Frederik und dessen Familie nicht selbst in Beschlag genommen, vermieten sie es – unter anderem auf Airbnb. «Das Chalet liegt an privilegierter Lage direkt an einem kleinen Bergbach», lockt die Online-Mietplattform. Für eine Woche blättern Interessierte zwischen 3910 und 9300 Franken hin. Dafür gibts drei Schlafzimmer (inkl. Dusche, WC und Flachbild-TV), eine Küche mit antikem Gasherd sowie begehbarem Kühlraum, Jacuzzi, Sauna, Multimedia-System, einen offenen Kamin im Wohnzimmer, einen Skiraum mit Skischuhtrockner und speziellem Schrank zum Trocknen von Outdoor-Bekleidung.

Die dänischen Untertanen sind verärgert – weil sie weder wussten, dass ihre Royals seit über zehn Jahren ein Chalet in der Schweiz besitzen noch dass sie mit der Immobilie auch Geld verdienen. Gekauft haben Prinz Frederik und Prinzessin Mary das Haus 2009 – vom schwedischen Financier Hans Karlsson, 69. Der lebt ebenfalls in Verbier, ist am Fünf-Sterne-Luxushotel W beteiligt. Er und seine Frau Ann-Marie erhielten vom Prinzenpaar vor elf Jahren rund 1,7 Millionen Franken für ihr Chalet. «Ein normaler Preis», betont Karlsson. «Wir machten mit dem Verkauf nicht viel Gewinn.» Beide Familien sind seither befreundet, die Kinder von Frederik und Mary dürfen jeweils im Hallenbad des «W» herumtoben.

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Giuseppe Pinot betreibt direkt neben der Schule der Royals eine Eisbahn samt Kiosk.

Geri Born

Eisbahnbetreiber Giuseppe plaudert aus

Kaum für Wirbel sorgen die Royals im 3300-Einwohner-Ort Verbier selbst. Im örtlichen Supermarkt 13*Pam zuckt die Verkäuferin mit den Achseln, gibt zu, dass sie die dänische Prinzenfamilie nicht einmal kennt. Auch im Tourismusbüro hört eine der Mitarbeiterinnen erstmals davon, dass die dänischen Royals im Dorf wohnen und die blaublütigen Kinder die Schule im Ort besuchen. In der Edelboutique Moncler dagegen gibt der Chef zu, den Prinzen nicht nur zu kennen, sondern sogar ein freundschaftliches Verhältnis zu ihm zu pflegen. Detaillierte Auskünfte geben möchte er aber nicht. «Wir sind hier in Verbier sehr auf Diskretion bedacht. Genau deshalb kommen so viele Prominente gerne zu uns», erklärt er.

Gesprächiger zeigt sich Giuseppe Pinot. Er betreibt neben der Elite-Schule eine Schlittschuhbahn samt Kiosk. Hier können sich Eltern bei Glühwein und ihre Kinder mit heisser Schoggi aufwärmen. Giuseppe hat im Blick, wer morgens zur Schule kommt und sie nachmittags wieder verlässt. «Die Kinder des dänischen Prinzen werden von fünf Bodyguards bewacht», weiss er. Doch mehr will auch er nicht preisgeben. «Diskretion, Sie verstehen!»

Im April gehts ab nach Hause

Die Schweiz verlassen wollen die Royals Ende März. Spätestens am 3. April werden sie in Dänemark zurückerwartet. Zwei Wochen später, am 16. April, sind Frederik, Mary, Christian, Isabella, Vincent und Josephine an den Feierlichkeiten zum 80. Geburtstag von Königin Margrethe dabei. Dänische Royal-Experten spekulieren seit Langem, dass Margrethe an diesem für sie bedeutenden Meilenstein bekannt gibt, wann sie abzutreten gedenke. Dann würde Frederik König.

Ein Grund mehr für ihn, mit seinen Liebsten in Verbier nochmals intensiv Zeit zu verbringen. Die Wogen wegen des verschwiegenen Chalets scheinen sich zu legen. «Die Vermietung wurde eingestellt und alles am Haus aus den privaten Mitteln des Kronprinzenpaares bezahlt», heisst es am Hof.

Von René Haenig am 22.02.2020
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