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Die brennensten Fragen

Wie geht es nach dem Ausstieg mit Meghan und Harry weiter?

Gestern Mittwoch gaben Meghan und Harry bekannt. dass sie ihre königlichen Ämter niederlegen und unabhängig sein wollen. Der Ausstieg des Paares wirft zahlreiche offene Fragen auf, die wir hier beantworten.

LONDON, UNITED KINGDOM - SEPTEMBER 12: (EMBARGOED FOR PUBLICATION IN UK NEWSPAPERS UNTIL 24 HOURS AFTER CREATE DATE AND TIME) Meghan, Duchess of Sussex launches the Smart Works capsule collection on September 12, 2019 in London, England. Created in September 2013 Smart Works exists to help unemployed women regain the confidence they need to succeed at job interviews and return to employment. (Photo by Max Mumby/Indigo/Getty Images)

«K, bye!» Meghan und Harry kehren dem Königshaus den Rücken.

Getty Images

Im britischen Königshaus gehts momentan drunter und drüber. Die Queen muss in ihrem hohen Altern wieder einmal an diversen Fronten kämpfen, um ihren Flohzirkus unter Kontrolle zu bringen. Zwei, bei denen ihr das nicht gelang, sind Meghan und Harry. Das Paar teilte gestern mit, dass sie ihre Aufgaben als «hochrangige Royals» abgeben und finanziell unabhängig sein wollen. 

Doch welche Konsequenzen bringt dieser Entscheid mit sich? Wir haben die wichtigsten Fragen aufgelistet und beantwortet.

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Warum kommt dieser Entschluss jetzt?

Meghan und Harry nahmen sich eine sechswöchige Auszeit in Kanada und den USA. Dass sie diesen drastischen Schritt im Anschluss vollziehen, ist wenig überraschend — genossen sie doch die Ruhe und Freiheit während ihrer Ferien.

Doch angefangen zu reifen hat diese Entscheidung sicher schon viel früher: Harry hadert seit seiner Kindheit mit seiner Rolle als Royal und der Omnipräsenz in der Öffentlichkeit, die diese mit sich bringt. Er musste zusehen, wie seine Mutter Diana, † 38, von der Presse schikaniert wurde und schliesslich bei einer Verfolgungsjagd mit Paparazzi starb. 

Harry sagte einst, dass er nicht glaube, jemals eine Partnerin zu finden, die mit dem Druck des royalen Daseins standhalten könne. Meghan litt zunehmend genau darunter. Besonders nach der Geburt des gemeinsamen Sohnes Archie. Die junge Mutter gestand in einer TV-Dokumentation mit Tränen in den Augen, dass die Monate nach der Niederkunft schwer gewesen seien – wegen des öffentlichen Drucks. 

Harry entscheidet sich mit diesem Schritt also für seine kleine Familie und gegen die Krone. 

Experte über den Rückzug von Harry & Meghan

«Die Queen wusste Bescheid»

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Prinz Harry und seine Frau Meghan ziehen sich aus den Verpflichtungen der britischen Königsfamilie zurück. Für Royal-Experte René Haenig ist dieser Schritt keine Überraschung.  

Was bedeutet «finanziell unabhängig»?

Harry und Meghan war es bis anhin untersagt, eigenes Geld zu verdienen. 5 Prozent der offiziellen Ausgaben des Paares wurden vom sogenannten Sovereign Grant übernommen. Das ist die Haushaltskasse der Queen. 2018/19 beinhaltete diese satte 105 Millionen Franken. Die restlichen 95 Prozent von Meghan und Harrys persönlichen und beruflichen Kosten übernahm Papa Charles, 70, aus seinem Vermögen, dem Duchy of Cornwall. Die Grafschaft ist rund 130 Millionen Franken wert. 

Den Zustupf aus dem Sovereign Grant verlieren sie nun. Ob Prinz Charles das Paar auch in Zukunft unterstützen wird (und ob es das überhaupt will), ist unwahrscheinlich.

Das Paar ist aber auch ohne die finanzielle Unterstützung der königlichen Familie gut abgesichert. Meghan soll aus ihrer Zeit als Bloggerin und Schauspielerin rund 10 Millionen Franken mit in die Ehe mitgebracht haben. Harrys Mutter Diana, † 38, soll ihrem Sohn nach ihrem Tod etwa 30 Millionen Franken hinterlassen haben.

Wird Meghan wieder als Schauspielerin arbeiten?

Das ist sehr unwahrscheinlich. Meghan hat kurz vor ihrer Hochzeit mit Harry bekannt gegeben, dass sie ihre Erfüllung in der karitativen Arbeit gefunden habe. Besonders liegen ihr die Frauenrechte am Herzen. Auch arbeitete die Herzogin seit ihrer Vermählung immer wieder als Autorin, so gestaltete sie eine Sonderausgabe der britischen «Vogue» mit. Es kann also sein, dass Meghan den Beruf als Verlegerin oder Journalistin für sich entdeckt.

Harry ist ausgebildeter Militärpilot. Um seine finanzielle Unabhängigkeit zu sichern, könnte er wieder ins Cockpit steigen. Allerdings ist eher anzunehmen, dass das Paar von den Einnahmen aus der Marke «Royal Sussex» leben wird, deren Rechte sie sich vor einigen Monaten gesichert haben.

Verlieren Harry und Meghan ihre Titel?

Experten sind sich unsicher. Einerseits versprechen Meghan und Harry in ihrem Statement, dass sie «ihre Pflichten gegenüber der Queen, dem Commonwealth und ihren Schirmherrschaften» weiterhin wahrnehmen wollen. Auf ihrer neuen Website «sussexroyal.com» nennen sie sich auch noch Herzog und Herzogin von Sussex.

Allerdings gaben sie ihrem Sohn Archie, 8 Monate, keinen offiziellen Titel. Und es wird angenommen, dass sie, um sich wirklich vom Königshaus unabhängig machen zu können, ihre offiziellen Bezeichnungen abgeben müssen. Schlussendlich entscheidet die Queen, ob das Paar Herzog und Herzogin bleiben wird.

Welchen Nachnamen werden Harry und Meghan haben?

Wie ihr Sohn Archie, werden Harry und Meghan, sollten sie ihre Titel als Herzog und Herzogin abgeben, den Nachnamen Mountbatten-Windsor tragen. 

Wo wird die Familie leben?

Das ist zurzeit völlig offen. Das Frogmore Cottage, die Heimat von Harry, Meghan und Archie, wurde erst vor wenigen Monaten fertig. Zuvor war das Anwesen aufwendig renoviert worden. Ein Grossteil der Kosten dafür kam von den britischen Steuerzahlern. Was passiert nun also mit dem Haus? 

Die von Sussex' gaben bekannt, dass das Frogmore Cottage weiterhin ihr Hauptwohnsitz sein soll. Sie wollen damit erreichen, dass ihre Familie «immer einen Ort in England hat, den sie ihr Zuhause nennen kann.»

Das allerdings muss die Queen absegnen. Die gab bekannt, dass es Zeit brauchen wird, die Details des Entschlusses «auszuarbeiten».

Wurde die Queen informiert?

So wie es aussieht, wusste Königin Elizabeth, 93, zwar im Ansatz davon, was Harry und Meghan vorhatten. Doch die ganze Reichweite und vor allem auch, dass sie den «Megxit», wie die Aktion der Royals auf Twitter genannt wird, wirklich durchziehen wollen, davon wurde die Monarchin offensichtlich überrascht. In ihrem Statement gab sie schlicht bekannt, dass «es sich um eine schwerwiegende Entscheidung handle, die intern ausgiebig diskutiert werden müsse.»

Die Art und Weise, wie die Eheleute nun von ihren Ämtern zurücktreten, zeigt die Dringlichkeit, mit der das Paar seine Privatsphäre schützen will. 

Was bedeutet der Rückzug von der «Royal Rota»?

Für die britischen Medien ist der Rückzug von Harry und Meghan ein schmerzhafter Tritt vor das Schienbein. Für das Paar aber ein grosser und wichtiger Schritt. Als hochrangige Mitglieder der königlichen Familie unterliegen sie der «Royal Rota», die gewissen Medienvertretern, wie  Journalisten von «The Sun», «The Mirror» und «The Guardian» exklusiven Zugang zu Meldungen der Windsors garantiert. Das ist nun vorbei.

Meghan und Harry haben ein sehr schwieriges Verhältnis zu den britischen Medien. Immer wieder machte Harry klar, dass er seine Frau und sein Kind vor dem Schicksal seiner Mutter schützen wolle. Somit ist der neue Umgang mit der Presse der wohl grösste Befreiungsschlag des Paares. Sie wollen in Zukunft mit sogenannten «Grassroot»-Medien zusammenarbeiten. Das sind unabhängige Journalisten, die keinen der grossen Verlagshäusern angehören. Ausserdem wollen sie selber entscheiden, welche Medienvertreter an spezielle Events eingeladen werden und Informationen vornehmlich über ihre eigenen Kanäle verbreiten. 

Von Berit-Silja Gründlers am 09.01.2020
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