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Franz Fischlin nach SRF-Kündigung

«Ich bin grad recht überfordert»

Nachdem Tagesschau-Moderator Franz Fischlin vor wenigen Tagen ankündigte, dass er das SRF bald verlassen wird, hat er viele Reaktionen erhalten. Nun antwortet er auf die Nachrichten.

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Hallo SRF! Podcast-ExperimentHallo Franz!Franz FischlinCopyright: SRF/Gian Vaitl

Franz Fischlin ist überwältigt von all den Nachrichten bezüglich seinem Abgang bei SRF.

SRF/Gian Vaitl

Anfang dieser Woche verkündete Tagesschau-Moderator Franz Fischlin (59) für einmal eine Nachricht in eigener Sache: Das SRF-Urgestein verlässt den Sender diesen Sommer nach 18 Jahren treuem Dienst im Moderations- und Reporterteam der «Tagesschau»-Hauptausgabe.

Obwohl es nicht der erste prominente Abgang bei SRF ist - Nik Hartmann (49), Jann Billeter (50), Roman Kilchsperger (52), oder Ueli Schmezer (60) kehrten dem Leutschenbach unlängst den Rücken zu - kam diese Nachricht doch sehr überraschend.

Kein Wunder, dass Fischlin viele Reaktionen und Nachrichten erhalten hat. Moderationskolleginnen und -kollegen aber auch das «Tagesschau»-Publikum meldeten sich bei dem 59-Jährigen. Dieser ist von all den Nachrichten überwältigt. «Das habe ich wirklich nicht erwartet. Ich bin grad recht überfordert angesichts all der wunderschönen Posts von euch», tweetet der Nachrichtensprecher und entschuldigt sich, dass er nicht alle Kommentare beantworten und liken könne. «Aber ich kann euch versichern: Ich sehe und lese sie alle. Ich bin gerührt und dankbar. Was für ein Abschiedsgeschenk.»

 

Moderations-Gspänli sagen Danke

Ob «Tagesschau»-Moderationskollege Florian Inhauser (54) nun wohl bald Überstunden schieben muss? Auf Twitter bekundet er seinen Kummer über Fischlins Abgang: «Ach Franz. Es ist ein Jammer. Der most Anchor› von allen Anchors geht. A pleasure to serve with you.» Es sei ihm eine Ehre gewesen, mit Fischlin für die Tagesschau zu «dienen».

Und «10vor10»-Moderatorin Bigna Silberschmidt (37) teilt ein lustiges Video aus der Redaktion, auf dem sie zusammen mit Franz Fischlin das Tanzbein schwingt. Dazu schreibt sie: «Du wirst fehlen! Nicht nur wegen deines Tanz-Talents. Schon jetzt nur das Allerbeste für deine weitere Zukunft.»

Auch Moderator Urs Gredig (51) meldet sich bei Franz Fischlin und kommentiert dessen Abgang bei SRF als grossen Verlust. «Franz Fischlin hat die SRF-‹Tagesschau› in den letzten fast 20 Jahren massgeblich mitgeprägt. Alles Gute für die kommenden Projekte Franz!», wünscht er.

Auch das «Tagesschau»-Publikum meldete sich auf Twitter bei Fischlin. Viele wünschten dem SRF-Mann «Alles Gute» und betonten, dass sie ihn vermissen werden. Fischlin wird das News-Flaggschiff im Sommer 2022 zum letzten Mal moderieren. Seine Nachfolge ist noch nicht geklärt. Fischlin selber will sich in Zukunft weiter für den Qualitätsjournalismus engagieren, aber ausserhalb vom Hause SRF.

«Ich bin sehr dankbar für die vielen tollen Jahre bei SRF und werde mich auch in der nächsten Etappe weiterhin im Journalismus engagieren, auch in der Debatte um die Medienqualität. Gleichzeitig freue ich mich jedoch auf eine grössere zeitliche Flexibilität ohne fixen Dienstplan, um neue, spannende Projekte anzupacken», so Fischlin.

Franz Fischlin

Seit 18 Jahren gehört Franz Fischlin zum Moderations- und Reporterteam der «Tagesschau»-Hauptausgabe - jetzt ist Schluss.

SRF

Der fünffache Familienvater, der mit SRF-Kulturchefin Susanne Wille (47) verheiratet ist und mit ihr drei Kinder hat (zwei Töchter stammen aus einer früheren Ehe) will sich in Zukunft ausserdem mehr Zeit für seine Familie nehmen: «Zudem möchte ich meine Familie, meine Kinder und meine Frau, die bei SRF Verantwortung trägt, noch stärker unterstützen».

Fischlin studierte Journalistik und Kommunikationswissenschaften an der Universität Fribourg. Bevor Franz Fischlin den Weg zum Fernsehen fand, arbeitete er längere Zeit als Radiojournalist. Bei Radio extraBern war er Moderator und Chefredaktor, danach insgesamt neun Jahre für Radio DRS als Moderator, Redaktor, Produzent und Ausbildner tätig, unter anderem für die Sendung «Espresso» und die «Nachrichten». 

Von emu am 29. April 2022 - 18:09 Uhr