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  4. Cornelia Boeschs SRF-«Tagesschau»-Aussetzer gibt zu reden

Nach Stotter-Blackout in der «Tagesschau»

Nationalrätinnen verteidigen SRF-Boesch gegen Kritiker

Cornelia Boeschs Aussetzer in der «Tagesschau» vom Mittwochabend gibt auch Tage später noch zu reden. Auf Twitter schaltete sich sogar eine Politikerin ein: Sie windet der SRF-Moderatorin ein Kränzchen – und eilt ihr in Sachen Outfit-Kritik zu Hilfe.

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News-Anchorin Cornelia Boesch verlor in der Mittwochs-«Tagesschau» kurz den Faden.

Screenshot SRF

«Aufstehen, Krone richten und weitergehen!»: Der Aussetzer von Cornelia Boesch, 44, am Mittwochabend in der «Tagesschau»-Hauptausgabe hat ein grosses Echo mit Dutzenden Kommentaren vom Publikum ausgelöst – ein mehrheitlich Positives, wie ein Streifzug durch Social Media zeigt. «Das war überhaupt nicht schlimm», schreiben viele Twitterer. Oder: «Das nennt man einfach nur menschlich.» Ein weiterer meint: «Ich fand es herzerfrischend! Das kann und darf passieren.»

Auch eine Politikerin schaltet sich in die Diskussion um den Stotter-Anfall der TV-Frau ein: CVP-Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneitter, 55. «Glücklicherweise werden bei ⁦SRF-News  Menschen und nicht Roboter eingesetzt. Liebe ⁦Cornelia Boesch⁩, aufstehen, Krone richten und weitergehen. Sie machen einen super Job», lobt sie die Moderatorin. Ein Votum, dem wiederum einige beipflichten. «Über Cornelia Boesch lasse ich nichts sagen, sie ist die beste weibliche Nachrichtensprecherin», schwärmt etwa ein User.

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Schneider-Schneitter kanzelt Boesch-Kritiker ab

Doch unter dem Schneider-Schneitter-Tweet findet sich auch ein Kritiker, der Boeschs Kleidungsstil bemängelt – ein Thema, das bei ihr in der Vergangenheit immer wieder Mal diskutiert wurde. Den Aussetzer verzeihe er Boesch problemlos, beginnt der User. «Hingegen geht mir ihre teilweise übermodische exaltierte Bekleidung gegen den Strich. Eine News-Moderatorin sollte sich diesbezüglich zurücknehmen und dem Versuch widerstehen, eine Modeschau veranstalten zu wollen», motzt er. 

Das wiederum lässt Schneider-Schneitter nicht unkommentiert auf ihrem Twitterprofil stehen. Sie antwortet: «De gustibus non est disputandum. (Anm. d. Red.: Über Geschmack lässt sich nicht streiten.) Dennoch: Man(n) neigt dazu, Frau aufs Äussere zu reduzieren.» SP-Nationalrätin Samira Marti, 26, pflichtet ihr sogleich bei: «Es ist auf jeden Fall kein Zufall, dass bei einer ModeratorIN Kritik an ihrer Kleidung geäussert wird, und nicht bei einem männlichen Arbeitskollegen.» 

Jetzt meldet sich wieder der Outfit-Kritiker zu Wort: «Was soll an den diskreten biederen Anzügen der Herren Fischlin, Inhauser & Co. zu nörgeln sein?», fragt er. «Schweizer Nachrichtensprecherinnen sollten sich bezüglich zurückhaltender Kleidung beispielsweise an Judith Rakers (ARD) ein Vorbild nehmen.» Nun reagiert wieder CVP-Frau Schneider-Schneitter, schliesst den Kleider-Disput mit den Worten: «Und was ist mit Rainer Maria Salzgeber?»

«Sind das Stresssymptome?»

Ein anderer Twitter-User sorgt sich hingegen um die Gesundheit der News-Anchorin. «Sowas in der Art ist Ihnen aber schon einmal passiert. Sind das Stresssymptome?», fragt er besorgt und verweist auf den Kollaps, der Boesch im Januar 2015 ebenfalls während einer «Tagesschau»-Hauptausgabe widerfuhr. Damals moderierte Boesch mit starkem Fieber, wie sie später erzählte. Der User schiebt nach: «Vielleicht sind das aber auch gesundheitliche Probleme, die abgeklärt werden sollten.»

Davon ist diesmal wohl eher nicht auszugehen. Boesch selbst setzte am Tag nach dem Aussetzer folgenden Tweet ab: «Das nennt man dann wohl ein klassisches Blackout. Lieber den Faden als die Fassung verlieren. Neuer Tag, neuer Anlauf.»

Gestern postete die Zürcherin erneut – und liess durchblicken, dass beinahe wieder eine Panne passiert wäre. «Wenn zwei Minuten vor Sendung noch das Studiolicht ausgeht», schrieb sie, dazu den Hasthag #Pfunzleputzt. Bei Sendungsbeginn war dann zum Glück alles wieder hell im TV-Studio.

Von Tom Wyss am 08.02.2020
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