Kurt Zurfluhs Partnerin nach dem Tod des TV-Stars «Ich konnte mich mit einem letzten Brief verabschieden»

Zwei Wochen nach dem überraschenden Tod von Fernseh-Star Kurt Zurfluh gibt seine Partnerin Barbara Schilling der «Schweizer Illustrierten» ein berührendes Interview. Die 53-Jährige erzählt, was in Kuba genau passiert ist, sagt, wie sie ihre Trauer verarbeitet und was sie am meisten vermisst.
Kurt Zurfluh tot Partnerin Barbara Schilliger
© Hervé Le Cunff

Trauerarbeit: Kurt Zurfluhs langjährige Partnerin Barbara Schilliger in ihrem Attika-Wohnzimmer.

 

Die Ferien waren schon länger geplant. Anfang April verreiste Kurt Zurfluh, 67, mit seinem langjährigen Freund Carlo Brunner, 62, nach Kuba. Zurfluhs Partnerin Barbara Schilliger, 53, fuhr die beiden zum Flughafen - sechs Tage später, am Karsamstag, war der bekannte Schweizer TV- und Radio-Star tot.

«Eine Viertelstunde nachdem es passiert ist, sagte Carlo es mir am Telefon», sagt Barbara Schilliger im Gespräch mit der «Schweizer Illustrierten». Und sie berichtet, was genau vorgefallen ist: Die zwei Freunde seien zusammen mit einem grünen Oldtimer von Havanna nach Cienfuegos gefahren, hätten den Nachmittag in einer schönen Bucht am Meer verbracht. Dann seien sie zurück ins Hotel gegangen. «In der Lobby brach Kurt plötzlich zusammen. Sie brachten ihn sofort ins Spital, versuchten, ihn zu reanimieren», so Schilliger, die 13 Jahre mit Zurfluh zusammen war. «Aber Kurt starb in den Armen von Carlo an Herzversagen und gleichzeitiger Lungenembolie.»

Kurt Zurfluh nach Thailand heiratet Barbara Schillinger
© Herve Le Cunff

Glücklich: Kurt Zurfluh und Barbara Schilliger vor sieben Jahren in Budapest. Sie reisten viel, waren 13 Jahre zusammen.

Der Tod kam überraschend. Kurt war noch voller Tatendrang, «hatte keinerlei Beschweren», wie seine Freundin weiss. Noch am Freitag hatten sie telefoniert. «Er war bester Dinge und schwärmte in hohen Tönen von seiner Reise mit Carlo.»

Barbara Schilliger machte sich sofort auf nach Havanna. «Ich konnte mich von Kurt mit einem letzten Brief und mit drei roten Rosen verabschieden», sagt sie. Er sei inzwischen auf Kuba eingeäschert worden, seine Urne werde voraussichtlich in den nächsten Tagen in seine Heimat überführt. Die Beisetzung werde im engsten Familienkreis stattfinden, am 18. Mai werde es zusätzlich eine öffentliche Trauerfeier geben. «An der Stätte, die er so sehr liebte, im Pavillon direkt am schönen Vierwaldstättersee.» Dort hat Zurfluh 13 Jahre lang das Volksmusikfestival Heirassa präsentiert, und von dort aus wurde 2012 auch seine letzte «Hopp de Bäse!»-Sendung im Schweizer Fernsehen gesendet.

Barbara Schilliger versucht, «stark zu sein», wie sie sagt. Und sie wolle, dass Kurt «stolz auch mich und auf uns alle ist». Sie vermissten ihn und würden ihn nie vergessen. «Danke, lieber Kurt, danke von Herzen für alles!»

Das ganze Interview mit Kurt Zurfluhs Lebenspartnerin finden Sie in der neuen «Schweizer Illustrierten» Nr. 17 - ab 28. Juli am Kiosk, auf Ihrem iPad oder im WebReader.

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