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Symmetrisch, pastellig, bunt

7 Schweizer Hotels, wie aus einem Wes-Anderson-Film

Sanfte Farben, aufeinander abgestimmte und akkurat positionierte Möbel, alles abgeschmeckt mit einer Prise Melancholie und Kitsch: In diesen traumhaften Hotels erwachen die Filmsets des US-amerikanischen Regisseurs zu zuckersüssem Leben. Und wir frisch erholt.

Le Grand Bellevue Gstaad

Ein optisches Bonbon: das Restaurant Leonard’s im Grand Bellevue in Gstaad.

Le Grand Bellevue Gstaad

Le Grand Bellevue, Gstaad

Von aussen Palast, von innen eklektischer Vogelkäfig und exklusiver Kamelstall: Der schneeweisse Prachtbau im Berner Oberland vereint den Luxus und die Raffinesse eines Grand Hotels mit der charmanten Atmosphäre eines Landhauses. 1912 als Kurhaus eröffnet, knistert etwa ein Jahrhundert später der Kamin im Einklang mit imposanten Tapeten, Chesterfield-Sofas und dem karierten, lebensgrossen Stoff-Kamel Leonard. Die gute Seele des Hauses bewacht das gleichnamige Restaurant, in dem eine Kaugummiblase geplatzt zu sein scheint: Die Wände in Zuckerwatte-Rosa und Pistaziengrün werden von goldenen Ananasleuchten beschienen, von der Decke baumeln Fransenlampen und üppige Blumen-Arrangements thronen auf spiegelglatten Tischen. Wer es schafft, sich der ästhetischen Reizüberflutung im Foyer zu entziehen, der findet im Keller eine florale Dekadenz-Bombe gezündet: Ein (gerade leider von Covid lahmgelegter) Club mit All-Over-Rosen unter den Füssen und über den Köpfen lädt zum Schlummertrunk. Im Park steht mit dem Petit Chalet ein kleines, hölzernes Fondue-Stübchen. Im Grand Spa badet man in Ziegenmilch, floatet im Heu oder gönnt sich das berühmt berüchtigte Glow-Facial mit Produkten des Hype-Brands Dr. Barbara Sturm – und strahlt dann mit dem Glanz des Grand Hotels um die Wette.

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Hotel Piz Linard, Lavin

Ungarn? Nö, Graubünden. Macht aber nix, das Engadiner Piz Linard steht Wes Andersons «The Grand Budapest Hotel» in zarter Grandezza in nichts nach. Rosa die Wände, die Fassade so symmetrisch wie Kim Kardashians Gesicht und ebenso traumhaft die Flucht aus der Realität. Die von verschiedenen Künstlern gestalteten Zimmer können mit einem ganz in Weiss getauchten Dachstuhl, einem Zimmer wie im Arvenwald und einer archaischen, nicht beheizten Dachboden-Suite aufwarten. Unter anderem. Und übrigens: Das Berg-Büro lädt herzlich zum Home Office ein.

Hotel Walther, Pontresina

Im höchsten Seitental des Oberengadins thront ein Schloss in der gleissenden Sonne. Durchschreitet man die Tore, wird man von Gold und dunkelgrünem Samt schier überflutet. Interior Designerin Virginia Maissen hat gar detailversessen ein spannendes Gesamtkonzept ausgetüftelt, das historische Elemente für Luxusliebhaber und Handykameras mit zeitgenössischer Kunst verbindet.

Maison Bergdorf, Interlaken

Ok, ok, grand ist dieses Hotel nicht unbedingt. Grandezza hat das Guesthouse mit Blick auf die Jungfrau im Berner Oberland aber dennoch. Es ist ein ungestüm begrünter privater Wohntraum, dessen Retrokonzept Wes Andersons Herz höher schlagen lassen würde. Wilde Tapeten, farbige Wände und sorgfältig kuratiertes Interieur dürfte jeden Minimalisten in die Flucht schlagen und ihn so Platz für uns machen lassen.

Grand Hotel Kronenhof, Pontresina

Die Grande Dame im Herzen des hoch-idyllischen Engadins gehört zu den architektonisch bedeutendsten Hotels der Alpen. Unter anderem, weil denkmalgeschützt und so überaus luxuriös. Vor allem von aussen erfüllt der Bündner Kronenhof alle Klischees. Der französische Star-Architekt Pierre-Yves Rochon hat nun schon zum dritten Mal renoviert und bringt frische Farbe in den alten, so herrschaftlichen Kasten.

Romantikhotel Europe, Zürich

Die Romantik soll im Farbstrudel ja nicht zu kurz kommen. Direkt am Zürichsee, quasi dem Privatpool des Palazzos, und im Nord-Ostflügel des imposanten Utoschloss gelegen, machen herrschaftliche Zimmer, intensivst gestrichene Badezimmer und ein herrlicher Blick auf die Stadt Lust auf wilde Geschichten à la Anderson.

Kurhaus Bergün, Bergün

Wer hier noch nie zu einer Hochzeit eingeladen war, kennt vermutlich zumindest jemanden, der hier bereits ein rauschendes Fest feierte: Im türkis-blauen Jugendstilsaal des Bündner Kurhauses, das 1906 zum ersten Mal Gäste empfing, tanzt es sich ganz besonders leichtfüssig. Im berggesäumten Park döst man selig in der Sonne, im mintgrünen Salon mit den Palmen ist jedes Heissgetränk noch einen Hauch wärmer und im vertäfelten Restaurant explodiert einem vor Genuss schier der Gaumen.

am 31.01.2021
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