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Im Januar bleiben wir trocken

Das bringt der Dry January wirklich

Der Dezember war exzessiv. Das gilt für die Menüs, Snacks und Feiern ebenso wie für den Alkoholkonsum. Aber keine Panik, es gibt ja den Dry January. Kann ein alkoholfreier Monat den Dezember wirklich wett machen? Wir haben nachgeforscht. 

Das bringt der Dry January wirklich
Getty Images

Jahr für Jahr wiederholt sich folgendes Szenario: Während sich im Dezember die gesamte Schweizer Bevölkerung auf Glühwein-Stände, Guetzli und Weihnachtsmenüs stürzt, folgt direkt nach dem Silvesterabend der grosse Reuemonat. Die Anmeldungen im Fitness-Studio schiessen in die Höhe, Diätpläne werden im Internet verbreitet und – ja, auch der Alkohol wird immer häufiger für einen Monat von Feierabenden und Wochenenden verbannt.

Der passende Trend dazu nennt sich Dry January, also trockener Januar. Seine Wurzeln hat er in Grossbritannien, wo ja, bekanntermassen, auch gern mal einer über den Durst getrunken wird. So gern, dass Alkohol die wahrscheinlichste Todesursache für Menschen zwischen 15 und 49 Jahren ist. Abstand halten ist also die Devise. Und das einfache Konzept klingt gar nicht so schlecht: Verzichten wir bis zum Ende des Monats auf Drinks, gleichen wir die Sünden aus dem Dezember wieder aus. Kann das funktionieren? Experten sagen: Eine schlechte Idee ist es tatsächlich nicht. 

Der Dry January bringt jede Menge Vorteile mit sich.

  1. Detox – in der light Version
    Schon wenige Wochen Abstinenz haben einen gesundheitlichen Aspekt, bestätigt der Suchtmediziner Peter Arbter dem Westdeutschen Rundfunk. Die Entgiftung der Organe beginnt bereits nach wenigen Tagen. Besonders die Leber ist Experte darin, sich schnell wieder von den Eskapaden der vergangenen Tage zu erholen (und uns die langen Glühwein-Abende zu verzeihen) – immer vorausgesetzt, wir übertreiben es nicht grundsätzlich mit dem Trinken.

  • Besserer Schlaf
    Ein Glas Wein am Abend lässt uns zwar schneller einschlafen – aber mit ziemlicher Sicherheit auch mitten in der Nacht wieder aufwachen. Denn Alkohol erhöht die Produktion von Adenosin, einer Chemikalie, die Schläfrigkeit verursacht. Nimmt die Produktion dann mitten in der Nacht wieder ab, wachen wir auf. Unruhig und wenig erholt. Wer beim Dry January mitmacht, entgeht dem und darf sich einen Monat lang (und mit sofortiger Wirkung) auf erholsamere Nächte freuen.

  • Reinere Haut
    Auch ein längst bekannter Fakt: Wer #SkinGoals zu seinen Vorsätzen 2019 gemacht hat, tut gut daran, die Drinks öfter mal stehen zu lassen. Alkohol und sein Abbauprodukt Acetaldehyd (das zu allem Übel auch noch über die Haut ausgeschieden wird) sorgen für Äderchen, erhöhte Faltenbildung, Unreinheiten und im schlimmsten Fall sogar ernsthafte Hautkrankheiten. Ein trockener Monat im Jahr sorgt nicht dafür, dass ein solches Risiko ausgeschlossen wird – ein Anfang ist er aber allemal.

  • Schlankere Linie
    Wer auch im Januar noch beherzt zu Guetzli, Schoggi und Chips greift, spürt durch einen nüchternen Monat natürlich nicht gleich eine krasse Gewichtsreduktion. Trotzdem gilt: Alkohol kommt mit jeder Menge Kalorien daher. Und um die einzusparen, braucht es keine ewigen Trockenphasen. Auch die stoffwechselhemmende Wirkung und den sofortigen Appetit-Anstieg sparen wir uns sobald wir das Glas mal stehen lassen.

  • Höherer Kontostand
    Der Dezember ist nicht nur der Monat das Sündigens, er geht auch ziemlich ins Geld. Aber keine Angst, der Dry January eilt auch hier zur Rettung: Weniger Drinks bedeuten auch weniger Ausgaben. So ein Tee am Abend reisst dann doch ein weitaus kleineres Loch in unseren vorstrapazierten Geldbeutel. Gönnen wir ihm die Auszeit.

  • Von Malin Mueller am 04.01.2019