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#SupportYourLocalBusiness

Thoughts of September aus Luzern

Selten war Shoppen ein Akt der Nächstenliebe. Mit #SupportYourLocalBusiness möchten wir denen helfen, die ihre Tore vorerst schliessen mussten. Täglich stellen wir euch einen Shop oder Brand vor, zeigen, was Unterstützung heute bedeutet, und machen so gemeinsam einen Schritt in Richtung Zukunft. Heute richten wir den Blick nach Luzern, wo Zippora Marti mit ihrer Lingerie die Schönheit der Frau feiert.

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Ausgezogen und gekommen, um zu bleiben: Der nachhaltige Dessous-Brand Thoughts of September aus Luzern.

Instagram/thoughts_of_september

«Ecofriendly sexiness» liest man auf Instagram, «Beautiful in every shape» auf der Seite des Onlineshops. Das Lingerie-Label Thoughts of September, kurz thoose, lässt uns tatsächlich mit dem warmen Gefühl zurück, das einem nur ein Spätsommertag schenken kann. Die gebürtige Bernerin Zippora Marti entwirft in Luzern Spitzenträume für Frauen, die mehr sind als ein vermeintlich perfekter Body. Die Sets und Bodies sind ein Geschenk für Frauen, deren Dellen von guten Tagen erzählen, deren Narben badass sind. In thoose soll man sich gut fühlen, es geht um die Verschmelzung von Ästhetik, Komfort und Nachhaltigkeit fernab von irren Idealen. Zippora pocht auf die Optimierung von Stoffen statt auf die des Körpers: Als Grundmaterial verwendet sie Tencel aus Portugal, eine Zellulosefaser, die aus Eukalyptus gewonnen wird und biologisch abbaubar ist. Die Spitze kommt aus Italien und soll bald zu 100% aus Recyclingfasern bestehen.
Gerade eben hätte in Zürich der Pop-Up-Store TWO HOMES gemeinsam mit anderen nachhaltigen Labels in den Startlöchern gestanden. Hmm. Und was jetzt, Zippora?

Style: Zippora, Covid-19 ist eingeschlagen wie ein Blitz. Kann man für sowas überhaupt auch nur im Ansatz gewappnet sein?
Zippora Marti: Nein, wie auch? Ich persönlich lebe stets im Moment und genau so arbeite ich auch für Thoughts of September. Noch einen Tag vor dem Shutdown hätte ich mir nicht vorstellen können, dass es wirklich passiert und jetzt ist er da – ich arrangiere mich damit und mache einfach das Beste aus der Situation. Hier und jetzt.

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Was macht dieser Ausnahmezustand mit euch? Wie verkraftet man die plötzliche Schliessung
Ganz ehrlich: Ich hatte mich so auf den Frühling, den Pop Up TWO HOMES, den wir mit fünf anderen kleinen Labels organisiert haben und nach drei Tagen schliessen mussten, den Smart Emma Pop Up der SBB im HB Zürich und den Laufmeter in Luzern gefreut. Am Anfang sass ich einfach nur da und las all die Info-Mails zu den Veranstaltungen, das war ganz schön schwer. Das Schlimmste war der Samstag nach der Verkündung des Lockdowns, als wir in Zürich den Pop Up abbauen und alle Sachen einpacken mussten.
Doch diese Phase der Niedergeschlagenheit hielt bei mir nicht lange an und wir fingen an, nach Lösungen zu suchen. 

Muss jetzt ein Umdenken stattfinden? Wie geht man kreativ mit der Situation um?
Ich glaube, man muss nach Lösungen suchen, statt auf Probleme zu starren. Wir zum Beispiel mussten unser geplantes Fotoshooting absagen und haben dafür unsere Community mobilisiert: Ganz viele Mädels, auch Fotografinnen, haben zu Hause von sich oder einer Freundin Bilder in unserer Lingerie gemacht – das war eine der schönsten Erfahrungen seit der Gründung. Ich war so berührt von der Solidarität und glaube schon fast, dass dieses Shooting durch die entstandene Diversität, das schönste überhaupt geworden ist.

Ein Blick in die Glaskugel: Was wird die Krise mit der Wirtschaft und somit mit euch machen?
Ich selber kann noch nicht fassen, was da alles passiert, aber ich mag den Text von Mathias Horx «Die Welt nach Corona» zu diesem Thema. Ich glaube, die Welt wird wieder grösser und wir fangen an, das Lokale und den wirklichen Wert eines Produktes mehr zu schätzen. Wir fangen an, uns und unserer Welt mehr Sorge zu tragen. Und nicht zuletzt stärkt es unseren Zusammenhalt: zwischen uns als Menschen und als Teil dieses Ökosystems. Vielleicht ist das nur mein Wunsch oder nur ein Traum, aber wer wären wir ohne unsere Träume?

Schöne Momente sind derzeit selten. Gab es die dennoch?
Ja, es gibt so viele davon. Ein paar Labels zusammen haben in kürzester Zeit die Plattform supportsmalllabels.ch gegründet und geben kleinen Brands wie uns damit eine Bühne. Das Gleiche gilt für belocalhero.com, wo man nun virtuell seine Nachbarschaft und kleine Läden erkunden kann. Das Fotoshooting, von dem ich vorher erzählt habe, all die lieben Worte unserer Community und Freunde, neu entstandene Kooperationen, virtuelle Team-Chats … und dann ist hier die Sonne, die trotz allem immer wieder neu aufgeht – die Tage sind trotz allem voll mit schönen Momenten.

Wie kann man euch unterstützen?
Wir hatten schon von Anfang an einen Onlineshop, da kann man unsere Produkte weiterhin bestellen und dann zu Hause anprobieren. Zeig deinen Freundinnen, deiner Schwester, Mutter oder Kollegin unsere Lingerie und werde ein Teil unserer Community auf Instagram!
Und last but not least: Teile die oben genannten Plattformen und sprich darüber, wie wichtig es gerade jetzt, aber auch nach der Krise ist, kleine Labels und lokale Shops zu unterstützen.

Danke, Zippora 💜

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Designerin Zippora Marti.

Thoose

Jetzt mal echt: Support Your Local Business!

Braucht auch euer Business Support?
Dann schickt eine Nachricht an styleonline@ringieraxelspringer.ch

Von Style am 13.04.2020
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