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Von wegen krank durch Flanking

Warum nackte Knöchel im Winter sogar gut sind

Je tiefer die Temperaturen sinken, umso mehr stocken wir an wärmenden Accessoires auf. Mütze, Schal, Handschuhe, Unterhemd, … Nur die Knöchel, die müssen sich oft immer noch der Kälte stellen. Ist das gesund?

Street Style mit freien Knöcheln
Knöchel raus im Winter? Gar nicht so schlimm, wie man denkt. Getty Images

First things first: Was ist eigentlich «flanking»?! Wer die Knöchel (engl.: ankles) durchblitzen lässt (engl.: to flash), der «flanked». Ja, das ist Denglisch und irgendwie albern – aber 2018 nunmal ein Ding. Flanking bedeutet also nichts anderes als Knöchel zeigen. Und ob das im Winter eine gute Idee ist, ist die Frage der Stunde.

Die Tücke liegt anderswo

Während die Einen sagen, es sei fatal wegen Unterkühlung und bösen Krankheitserregern, sagen die Anderen: völlig egal. Eigentlich kommt es nämlich auf den eigenen Körper an. Wer ein schwaches Immunsystem hat, anfällig für Krankheiten ist und sich öfter mal eine Erkältung einfängt als andere, der sollte im Winter vermutlich nicht mit freiliegenden Knöcheln das Haus verlassen. Dann gibt es da ja aber auch die Kerngesunden, die sich selbst bei schniefenden und hustenden Kollegen nicht anstecken und generell mit einem Immunsystem mit Superkräften gesegnet zu sein scheinen. Und die kümmert eben auch bei einstelligen Temperaturen kein Lüftchen um den Fuss. Viel wichtiger sei es ohnehin, sich in der kalten Jahreszeit regelmässig die Hände zu desinfizieren. Das erklärte Werner Heuking, Sprecher des Apothekerverbands, dem WDR. Schliesslich lauern jetzt überall Erkältungsbakterien, die wir beim Händeschütteln, Festhalten im Tram und Bankomatbenutzen fleissig einsammeln.

Das schützt vor kalten Knöcheln

Ihr möchtet mit-flanken was das Zeug hält – immerhin kommen so die geliebten Ugly-Sneaker viel besser zur Geltung – aber wenn’s geht, ohne dabei zu frösteln? So könnte es klappen:

1. Vorbaden
Den Füssen im Winter öfter mal ein warmes Bad gönnen. Zusätze mit Rosmarin haben eine aktivierende und wärmende Wirkung, machen sich also gut für die Frost-Vorsorge.

2. Cremen
Trockener, schuppiger Haut mangelt es an Feuchtigkeit. So ausgelaugt kann sie sich auch gegen Kälte nicht wappnen. Also: cremen, cremen, cremen. Geschmeidige, gut versorgte Knöchel sind weniger sensibel für die kalte Winterluft. Lotions mit ätherischem Ingweröl haben übrigens zusätzlich einen vitalisierenden und wärmenden Effekt.

3. Füsseln
Die Knöchel sind an der Luft, ja. Dafür kann man die Füsse umso wärmer einpacken: Einlegesohlen mit Lammfell und/oder Alubeschichtung lassen von unten kaum noch Kälte durch. 

Von Laura Scholz am 30. November 2018