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Heiss oder kalt?

5 Fehler beim Duschen nach dem Sport

Was ist das Beste am Sport? Die Dusche danach, logisch! Aber auch wenn sich das Hygieneritual noch so gut anfühlt: Man kann dabei einiges falsch machen.

Frau Dusche

Es ist nicht nötig, sich nach jeder Sporteinheit von Kopf bis Fuss einzuseifen.

Getty Images/EyeEm

Wer viel Sport treibt, duscht auch häufig. Und tatsächlich ist es wichtig, die Haut nach dem Sport von den ausgeschiedenen Giftstoffen zu reinigen. Zudem sind Fitnessstudios – sorry to break the news – echte Keimschleudern. Wir sollten uns nach dem Training also unbedingt frisch machen. Allerdings lauern dabei einige Fallen. Hier die grössten Schnitzer, die uns bei der Post-Workout-Körperpflege unterlaufen:

Wir duschen zu früh

Von der Tretmühle noch schnaufend direkt unter die rauschende Brause? Klingt verlockend, aber: Bitte nicht! Ein anständiges Cool Down ist wichtig, damit der Kreislauf zur Ruhe kommt. Ausserdem reduziert es das Nachschwitzen. Beendet euer Training deshalb mit ein paar einfacheren Übungen oder geht nach dem Joggen einige Minuten, um runterzukommen. Schliesslich mag keiner das Gefühl, schweissgebadet aus der Dusche zu steigen. Mit dem Ausdehnen solltet ihr sogar bis nach der Körperpflege warten. Intensives Stretching direkt nach sportlichen Tätigkeiten kann den Muskelkater sogar verstärken. 

 

Wir duschen zu heiss oder zu kalt

Wie so oft liegt die Wahrheit in der Mitte. Duschen wir nach dem Sport zu heiss, wird der natürliche Säueschutzmantel unserer Haut unnötig stark angegriffen. Duschen wir zu kalt, versucht der Körper die Temperatur auszugleichen und fängt wieder an zu schwitzen. Lauwarmes Wasser lautet die kurzfristig vielleicht weniger wohltuende, langfristig aber gesündere Lösung. Was geht: Die Beine am Schluss kurz kalt abduschen. Das fördert die Durchblutung und damit auch die Regeneration. Für unsere Gefässmuskulatur ist der eisige Guss wie eine Art Training, das gegen Besenreiser und Krampfadern vorbeugt.

Wir duschen zu lange

Fünf bis zehn Minuten unter der Dusche reichen für die Körperreinigung völlig aus. Und bevor ihr jetzt mit euren Haaren argumentiert: Auch wer täglich Sport treibt, sollte seine Mähne nicht öfter als zwei- bis dreimal pro Woche mit Shampoo waschen. Denn: Reinigungsprodukte durchbrechen die Schuppenschicht und strapazieren dadurch unsere Haare. Einzige Ausnahme ist die Dusche nach dem Schwimmbad-Besuch. Dort dürfen wir uns von Kopf bis Fuss gründlich von dem aggressiven Chlorwasser reinigen.

Wir benutzen zu viel Seife

Rein gesundheitlich würde es völlig ausreichen, wenn wir ein- bis zweimal in der Woche duschen würden. Allerdings ist das nicht wirklich gesellschaftskonform. Wer oft Sport treibt, wäscht sich deshalb schnell einmal mehrmals täglich. Dass das für unsere Haut nicht besonders gut ist, liegt auf der Hand. Aber was tun? Duschgel nur an den kritischen Stellen auftragen. Es gibt auch olfaktorisch gesehen keinen Grund, sich bei jedem Mal von oben bis unten komplett einzuseifen. Solltet ihr das trotzdem wollen, empfiehlt sich ein rückfettendes Reinigungsprodukt, damit die Haut weniger schnell austrocknet.

Wir reinigen unser Gesicht zu wenig

Beim Sport öffnen sich unsere Poren. Wer mit Make-up ins Gym geht, sollte sein Gesicht deshalb im Anschluss besonders gut reinigen, ansonsten bleiben Rückstände in der Haut zurück und die Pickel lassen nicht lange auf sich warten. Am besten vor der Dusche ein Abschminktuch benutzen und unter der Brause vielleicht sogar noch ein Peeling anwenden. Alternativ: Ungeschminkt Sport treiben, dann werden die Poren gar nicht erst verstopft. Und eurer Post-Workout-Glow kommt erst noch besser zur Geltung.

Von Marlies Seifert am 31.07.2019