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  4. Kokos-, Oliven- und Sonnenblumenöl: Diese Speiseöle sind gut für unsere Gesundheit

Vielfältige Fette

Diese Speiseöle tun uns gut – und diese nicht

Öl ist nicht gleich Öl – denn es unterscheidet sich sowohl geschmacklich als auch in puncto gesundheitliche Vorteile. Wir verraten euch, was sie bewirken und welche wir ganz von unserem Speiseplan streichen sollten.

Pexels/Pixabay

Olivenöl hat zahlreiche gesundheitliche Vorteile.

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Fette sind der vermeintliche Teufel unter den Nahrungsmitteln. Ihrer Figur zuliebe verzichten viele Menschen zu Unrecht darauf. Und begehen damit einen Fehler. Denn gesunde Öle schützen unsere Organe wie ein Polster vor äusseren Einflüssen wie Verletzungen und unterstützen das Zellwachstum sowie die Nährstoffaufnahme. Letztere ist nämlich nur dann möglich, wenn wir Fette zu uns nehmen. Diese benötigt unser Organismus, um bestimmte fettlösliche Nährstoffe wie die Vitamine A, D, E und K sowie Beta-Carotin aufzunehmen. Ausserdem trägt Fett zu einem schnelleren Sättigungsgefühl bei. Dadurch sind wir nach einer Mahlzeit länger satt. Darum sind Fette in Form von Speiseölen, die reich an Fettsäuren und fettlöslichen Vitaminen sind, für uns ein Muss. Welche gesundheitlichen Vorteile, welches Öl hat – und welche wir meiden sollten – erklären wir euch hier:

Olivenöl

Viele Expert*innen schwören auf eine mediterrane Ernährungsweise. Einer ihrer Grundpfeiler ist Olivenöl, das nicht nur in Salaten zum Einsatz kommt. Besonders das native, das die höchste Qualitätsstufe hat, enthält viele gesunde, einfach ungesättigte Fettsäuren, die das Risiko für Herzerkrankungen verringern können. Die darin enthaltenen phenolischen Verbindungen – das ist eine Gruppe von sekundären Pflanzenstoffen – wirken zudem entzündungshemmend und gefässerweiternd. Neben den gesundheitlichen Vorteilen für unser Herz verbessert es auch unseren Cholesterinspiegel, senkt den Blutdruck und wirkt sich positiv auf unsere Darmbakterien aus. Zwar ist kein Lebensmittel eine Allzweckwaffe gegen Krebs, jedoch kann der Verzehr von Olivenöl ein Grund dafür sein, warum die Krebsrate in Mittelmeerländern tendenziell niedriger ist. 

Sonnenblumenöl

Auch dieses pflanzliche Speiseöl hat einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren. Studien haben gezeigt, dass dessen Verwendung unseren Cholesterin- und Triglyceridspiegel senken kann. Sind die Triglyceridwerte hoch, ist der Fettstoffwechsel gestört. Auch hervorzuheben ist die Wirkung von Sonnenblumenöl auf unsere Haut. Weil es reich an den Vitaminen A, C, D und E ist, hält es unsere Haut geschmeidig und wirkt durch seine antioxidative Wirkung als ausgezeichneter Feuchtigkeitsspender für das Gesicht. Ausserdem hilft das Öl unseren Hautzellen, sich zu regenerieren, und beugt Akne vor.

Leinöl

Hierbei handelt es sich um eine hervorragende Quelle für Alpha-Linolensäure, eine Form der Omega-3-Fettsäuren, wie sie auch in Speisefischen wie Lachs, Makrelen und Sardinen vorkommen. Weil unser Organismus Omega-3-Fettsäuren nicht selbst herstellen kann, ist Leinöl, das aus Leinsamen gewonnen wird, ein idealer Lieferant für mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Sie sollen nicht nur das Risiko für gewisse Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken, sondern auch Arthritis-Beschwerden lindern.

Avocadoöl

Wir lieben das grüne Superfood. Statt zur Frucht sollten wir zur Abwechslung auch mal zur öligen Variante greifen. Sie ist – genau wie die Avocado selbst – reich an gesunden, einfach ungesättigten Fetten, die den Blutdruck und den Cholesterinspiegel senken und darum gut für unser Herz sind. Ausserdem wirkt sich sein hoher Gehalt an Lutein positiv auf unsere Sehkraft aus und beugt dadurch altersbedingten Augenerkrankungen vor. Weil unser Organismus dieses Antioxidans nicht produzieren kann, müssen wir es über unsere Nahrung aufnehmen.

Sesamöl

Dieses Speiseöl gehört in der asiatischen Küche zu den Grundnahrungsmitteln und sollte auch von uns häufiger gegessen werden. Sesamöl ist ein mehrfach ungesättigtes Fett, das entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften hat. Aufgrund des hohen Sesamin- und Vitamin-E-Gehalts macht es unser Haar nicht nur fester, sondern auch glänzender. Zudem baut es Stress und allfällige Depressionen ab. Wie das geht? Die im Öl enthaltene Aminosäure Tyrosin steigert den Serotoninspiegel. Dieser reguliert, wie glücklich und entspannt wir sind. Nicht umsonst wird Serotonin als Glückshormon bezeichnet.

Rapsöl

Auch dieses Öl ist ein hervorragender Lieferant an einfach ungesättigten Fettsäuren. Trotzdem wird es von Expert*innen immer wieder kritisiert, weil beim Extrahieren von Raps Hexan zum Einsatz kommt. Viele befürchten, dass das Lösungsmittel giftig sei. Im fertigen Öl sollen allerdings nur Spuren davon enthalten sein, die für uns nicht gesundheitsschädigend sind. Darum muss jede*r für sich selbst entscheiden, ob bei ihr oder ihm in der Küche dieses Speiseöl zum Einsatz kommt.

Besser (gar) nicht

Dass wir Palmöl und künstliche Transfette von unserem Speiseplan streichen sollten, erstaunt nicht. Sie machen immer wieder mit negativen Schlagzeilen von sich reden. Dass allerdings Kokosöl zu den No-Gos gehört, erstaunt umso mehr, weil es für seine zahlreichen Schönheitsbenefits bekannt ist. Essen sollten wir Kokosöl hingegen nicht oder nur selten, weil es zu fast 90 Prozent aus gesättigten Fettsäuren besteht. Diese lassen unsere Cholesterinwerte in die Höhe schnellen, was auf Dauer gesundheitliche Folgen haben kann. Wer dennoch nicht komplett darauf verzichten mag, soll nur kleine Mengen davon zubereiten und den Rest davon in die Beauty-Routine integrieren. Was es dort alles kann, verraten wir euch hier.

Von kiv am 22. September 2022 - 16:00 Uhr