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  4. Eierkochen: Diesen Fehler machen alle

OMG, ihr legt sie in blubberndes Wasser?

Wetten, ihr kocht alle eure Eier falsch?

«Eier, wir brauchen Eier!», wütete der deutsche Torwart Oliver Kahn im Jahre 2003. Inzwischen ist dieser Kultsatz zum Motto jedes anständigen (nicht veganen) Frühstücks geworden. Wer denkt, beim Eierkochen könne nichts schiefgehen, irrt sich gewaltig. Im Grunde macht nämlich jeder diesen einen Fehler ...

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Ei, ei, ei, welch erstrebenswertes Frühstück.

Getty Images/Cultura RF

Das Ei, ein kleiner Wunderball, ein Kraftpaket – im Inneren wahlweise flüssiges und wachsweiches Gold, das so herrlich ausläuft, wenn man es ansticht. Gekochte Eier, egal ob hart oder soft, sind rasend schnell gemacht, easy peasy. Das perfekte Ei zu zaubern, bedarf nur eines Topfes kochenden Wassers und einer Eier-Uhr? Halt, stopp! So kocht man kein Ei.

Bitte, was? Warum nicht?

Tatsächlich ist schon das Wording komplett daneben: Eier sollen nämlich gar nicht gekocht werden, da sich das Eiweiss, das direkt unter der Schale vor sich hin glibbert, in sprudelnd-heissem Wasser umgehend hart wird. Das hat zur Folge, dass das Ei-Innere länger braucht, um gar zu werden. 

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Und wie «kocht» man ein Ei richtig?

Eigentlich ist es ganz einfach: Man bettet die Eier in den Topf, übergiesst sie mit Wasser und stellt den Topf erst dann auf die heisse Herdplatte. So wärmen sich die Eier langsam, aber mollig mit dem Wasser auf und platzen selbst dann nicht, wenn sie aus dem bitterkalten Kühlschrank kommen (der Temperaturunterschied setzt ihnen oft zu) oder nicht angestochen wurden.
Sobald das Wasser aufkocht, darf man den Topf vom Herd nehmen und die Eier im heissen Wasser gar ziehen lassen.
Ab dann wird gestoppt: Weichgekochte Eier brauchen mit dieser Methode etwa vier bis sieben Minuten, für hartgekochte Eier muss man zehn bis dreizehn Minuten warten – je nach Grösse und gewünschter Konsistenz.

Wem darf man die Schuld geben, wenn das Ei danach nicht perfekter schmeckt?

Der US-Food-Autorin MFK Fisher (1908-1992), die in einem ihrer Ausführungen übers Kochen in den Vierzigern erstmals vom Eierkoch-Mythos schrieb. Eine Auswahl ihrer kulinarischen Essays ist in dem Buch «Die Kunst des Essens. Anleitung zum Genuss» erschienen – hier widmete sie sich dem Thema schon damals unter dem reisserischen Titel «Wie man Eier nicht kochen sollte». Na, dann. Wir brauchen Eier, richtige Eier!

Von Style am 07.06.2020
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